Kochen auf einem Surfboard und andere Arbeitsplatzvarianten: Mobiles Arbeiten mal anders

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05.10.2013 264 Leser 5 Debatten 706 Wörter Lesezeit: 2 Minuten, 40 Sekunden
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In Kanada habe ich kürzlich mit einem Zug die Rocky Mountains durchquert. Dabei sind mir gleich zwei spannende Arbeitsplatzvarianten aufgefallen: Ein Büro im Plexiglaskoffer und eine First-Class-Restaurantküche, die den Erfordernissen eines schwankenden Zuges genügen muss. Technik & Arbeitswelt  Meetings Ernährung Kochen Food Dresscode Stil Businesskleidung Berufsbild Tourismus

Mobiles Büro aus Plexiglas

Morgens vor dem Einsteigen treffe ich Chris Cohoe, der Stationsvorsteher des Rock Mountaineer in Calgary und Lake Louise ist. Und in dieser Eigenschaft muss er bei jeder Abfahrt des Zuges die 150 Kilometer zwischen beiden Komunen zurücklegen.

Daher hat er eine besonders originelle Variante des mobilen Büros dabei: Einen durchsichtigen Plexiglas-Koffer mit verschiedenen Fächern, in die er seine gesamten Büro-Utensilien übersichtlich einsortiert hat. Ein Griff, und Chris hat, was er braucht.

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Just Handy

Es sieht längst nicht so stylisch aus, wie die Lederkoffer, die ich allenthalben im Business-Gebrauch sehe, aber unglaublich praktisch, weil man nach den Utensilien nicht wühlen muss, sondern sie auf einen Griff findet. Oder wie Chris sagt: „Its just handy.“

Später im Zug treffe ich den aus Austin, Texas, stammenden Travis Catfish, der die Küchen im Rocky Mountanier managt. Und das bedeutet für jeden der beiden Reisetage einmal Frühstück und einmal 3-Gänge-Menü für die First-Class-Reisenden – und zwar nicht etwa ein Fertig-Menü, sondern ein frisch zubereitetes Essen.

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Kochen auf einem Surfboard

Für viele Menschen auf kleinem Raum zu kochen, sei dabei nicht die Herausforderung, meint Travis, der bereits in 14 verschiedenen Restaurants gekocht hat. Eher ist es das ständige schwanken des Zuges, der sich durch die Rocky Mountains schlängelt: „Wenn man nicht aufpasst, fliegt einem das Essen entgegen. Das ist wie kochen auf einem Surfboard“, meint Travis.

Sein Arbeitsplatz weist daher einige Besonderheiten im Vergleich zu anderen Restaurant-Küchen auf: Es gibt Matten, damit das Geschirr stehen bleibt. Und es wird nur mit Elektrik gekocht, nicht Propan. „Das wäre zu gefährlich“, meint Travis. Daran orientiert sich natürlich auch der Speiseplan: Fritiertes etwa sucht man vergeblich.

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Küchenarbeitsplätze im Blog

Überhaupt muss das Essen nicht nur hochwertig, sondern auch praktisch sein: „Wir planen immer für vier Tage zwei verschiedene Menüs, jeweils für die Hin- und Rückfahrt von Calgary nach Vancouver. Beim Zwischenstopp in Calgary laden wir nachts das Essen ein“, erklärt er den logistischen Aufwand, der hinter seiner Arbeit steht.

Seine Erfahrungen mit verschiedenen Küchen-Arbeitsplätzen will Travis demnächst auch in einem Food-Blog der etwas anderen Art kommunizieren: Unter 27thousandtastebuds.com wird er über verschiedene Küchen-Arbeitsplätze berichten.

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  1. Es ist immer wieder super spannend, welche unterschiedlichen Jobmöglichkeiten es nicht gibt. Ich habe eigentlich immer gedacht, es gibt nur 9-5 Jobs in denen ich arbeiten kann, aber durch Stories wie diese bin ich wahnsinnig motiviert. Mir ist schon bewusst, dass wenn man etwas Neues ausprobiert, auch viel Arbeit und Stress damit verbunden sein kann/wird, dafür macht man was man will. Vor einiger Zeit habe ich eine Zweipersonen Firma gefunden, die unterschiedlichsten Events organisieren, sie haben machen fast alles. Bei einer Veranstaltung haben sie eine Feier in Brasilien in einem etwas größeren Baumhaus organisiert und es war wie in dem alten Film „aus einer anderen Zeit“ (?), in Wien bei einem Event die Zeit in die 20er zurückgedreht und und und. und so um die ganze Welt bereisen.

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