Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehörte zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:Destination British Columbia hat uns bei unserer Reise nach Kanada durch Übernahme der Reisekosten unterstützt. 

Bildrechte bei Eco Fashion Week Vancouver.

Hier schreibt für Sie:

Simone Janson ist VerlegerinBeraterin und Leiterin des Instituts Berufebilder Yourweb.Unter der eingetragenen Marke Best of HR – Berufebilder.de® betreibt Sie einen Buch-Verlag, eine eLearning-on-Demand-Plattform, einen News-Dienst und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen laut Blogger-Relevanz-Index und Wikipedia. Laut ZEIT gehört sie zu den wichtigsten Blogs zu Karriere, Berufs- und Arbeitswelt. Daneben leitet das Institut Berufebilder Yourweb für kooperative & nachhaltige Bildung, mit dem sie u.a. Stipendien vergibt und nachhaltige Projekte fördert. Außerdem berät sie Unternehmen wie Samsung, OTTO oder Randstad in HR-Kommunikation und war für diverse Hochschulen und Business-Schools tätig.

Berufsbild Öko-Fashion-Aktivistin in Vancouver: Nachhaltig die Welt verbessern

Fashion-Weeks gibt es weltweit einige, aber die Öko-Fashionweek in Vancouver ist mit ihrem Schwerpunkt auf ökologischer Mode einzigartig. Die Initiatorin Myriam Laroche begeistert durch Ehrlichkeit und Sinn – und durch die Idee, Schritt für Schritt die (Mode)-welt ein Stück besser zu machen. Berufsbild Öko-Fashion-Aktivistin in Vancouver: Nachhaltig die Welt verbessern

Vom Buyer zum Öko-Enthusiast

Myriam Laroche, Begründerin der Öko-Fashionweek stammt eigentlich aus Quebec. Bereits mit 16 produzierte sie erste Fashion-Shows. Außerdem hat sie Hochschulabschlüsse in Fashion und PR und war zweieinhalb Jahre lang Einkäuferin für verschiedene Modelabels.

Und zwar eine von der harten Sorte, wie sie selbst sagt: “Wie vielen anderen ging es mir nur darum, die Kosten so gering wie möglich halten. Wie die Produktionsbedingungen dahinter aussehen, war mir damals gar nicht klar und wohl auch egal.”

“Etwas grundlegend anders machen”

Doch mit der Zeit stellte die Buyerin fest, dass es so nicht weiterging: “Ich hatte den Eindruck, dass man etwas grundlegend anders machen müsste,” erklärt sie ihre Motivation. Tatsächlich gehört die Modeindustrie zu den weltweit größten Umweltverschmutzern.

Als sie hörte, dass die Stadtpolitik im westkanadischen Vancouver die ökologischen Aspekte der Stadtentwicklung stärker betonen und grünste Stadt weltweit werden will, kam ihr die Idee: Sie initierte 2009 die Öko-Fashionweek, die seitdem zweimal im Jahr stattfindet. Gut 15 Designer waren zuletzt dabei, die meisten aus Kanada aber “manchmal auch aus dem Ausland – z.B. aus Ungarn”, erzählt die Initiatorin.

Mehr Öko-Bewusstsein durch freiwillige Selbstkontrolle

“Unser Ziel ist es, ein Bewusstsein für ökologische Mode zu schaffen, ” erzählt sie. Dabei ist ihr bewusst, dass das Thema sehr komplex ist – gerade auch was den häufig vorkommenden Ettiketten-Schwindel im Ökobereich angeht:

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“Wir können gar nicht kontrollieren, unter welchen Bedingungen alle Kleidungsstücke hergestellt werden, die bei der Fashionweek gezeigt werden, sondern müssen uns darauf verlassen, was die Hersteller uns erzählen. Und ich frage mich auch immer wieder, wo eigentlich die Grenze ist”, sagt Laroche. Auch wenn es in der Modeindustrie bereits erste Ansätze für Zertifizierungen wie Ökotex oder Bluesign gibt, sucht man offizielle für die Teilnahme daher überraschenderweise vergeblich.

“Wir müssen Wissen teilen und diskutieren”

Viel mehr ist es für die Initiatorin ein gemeinsamer Entwicklungsprozess von Veranstaltern und Labels: “Wir müssen alle noch dazu lernen, Schritt für Schritt. Denn viele Fehler geschehen aus Unwissenheit, weil z.B. Einkäufer die Zusammenhänge gar nicht kennen”, ist Laroche aus der persönlichen Erfahrung überzeugt.

“Jedes Label muss seinen eigenen hin zu ökologischerer Mode finden. Daher bieten wir Seminare für Mitarbeiter der Textilindustrie an, die das ökologische Bewusstsein schärfen und die Kenntnisse der Produktionsketten verbessern sollen.” Laroche will inspirieren. Und vielleicht steht am Ende die Schaffung gemeinsamer Standards. “Wichtig ist, das Wissen zu teilen, darüber zu diskutieren und die gemeinsamen Kräfte zu bündeln”, sagt sie.

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Second-Hand statt wegwerfen

Laroches Lieblingsthema ist indes das Recyceln von benutzen Kleidungsstücken. Pro Jahr wirft in Nordamerika durchschnittlich jeder Mensch 86 Pfund an Kleidungsstücken weg – das ist fast eine ganze Kollektion. Dementsprechend gibt es auf der Eco-Fashionweek Wettbewerbe, bei dem Designer aus Second-Hand-Stücken 10-15 neue Looks Designen.

“Wenn es uns gelingt, den Mode-Müll-Berg zu verringern, sind wir schon ein großes Stück weiter”, meint Laroche und rät Frauen: “Ihr braucht nicht nur noch Second-Hand-Mode zu kaufen. Aber wenn eines von 10 neuen Kleidungsstücken gebraucht ist, sind wir schon einen großen Schritt weiter”.

Enthusiastisch und pragmatisch

Die Begeisterung für Second-Hand-Mode kommt indes nicht von ungefähr: Laroche ist selbst begeisterte Second-Hand-Trägerin: “Ich habe allerdings schon lange vor der Fashionweek damit angefangen, weil ich mich individueller kleiden wollte”, berichtet sie.

Mich hat Laroche mit ihrem Enthusiasmus für die Sache sehr begeistert: Sympathisch ist dabei, dass sie sich dem schwierigen Thema mit sehr viel Pragmatismus für das Machbare ohne übertriebenen Idealismus widmet. Ein Geschäftsmodell ist die Ökofashionweek allerdings auch in ihrem vierten Jahr nicht: Das Event kostet jedes Mal ca. 70.000 kanadische Dollar, die teils von Sponsoren kommen, teilweise durch die Initiatorin vorgestreckt werden. Sie jobbt nebenher noch in der Gastronomie, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

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