Wie können Vorlesungen so gestaltet werden, dass statt verhaltenem Gähnen konzentrierte Aufmerksamkeit herrscht? Entscheidend ist die richtige Vermittlung. 5 Strategien zur Förderung der Lernmotivation und Aufmerksamkeit.

Mehr Aufmerksamkeit im Hörsaal – Foto Steelcase

Lerninhalte festlegen und vermitteln

Aufmerksamkeiz zu bekommen ist heutzutage nicht einfach. Beispiel Studierende. Sie auf Jobs vorzubereiten, die heute noch nicht einmal existieren und die einem stetigen Wandel unterliegen, ist eine Herausforderung unserer schnelllebigen Welt. Dabei stehen Dozenten grundsätzlich vor zwei Herausforderungen.

  1. Die eine Schwierigkeit besteht darin, die richtigen Lerninhalte festzulegen.
  2. Die andere Herausforderung darin, diese Inhalte auch zu vermitteln.

Motivation von Studierenden sinkt

Dieses Ziel zu erreichen, ist auch deshalb schwierig, da sich Studierende kaum in die Vorlesung einzubringen scheinen. Laut Studien von Steelcase und Gallup fällt die Motivation von Schülern kontinuierlich ab – und diese Probleme scheinen sich bis in die Universitäten zu ziehen.

Woran das liegt? Traditionelle Lernkonzepte passen nicht mit den Arbeitsweisen unseres Gehirns zusammen. Umso leichter haben es unzählige Störfaktoren, die Aufmerksamkeit der Studierenden zu beeinflussen: Gespräche mit Kommilitonen, neue Nachrichten auf dem Smartphone oder persönliche Probleme lenken allzu oft von der Vorlesung ab.

Auf die Aufmerksamkeit kommt es an

Aufmerksamkeit ist jedoch der Schlüssel zu Engagement und damit zum Lernerfolg. Um die studentische Aufmerksamkeit in Lernräumen zu wecken und aufrechtzuerhalten, müssen sowohl die Arbeitsweise des Gehirns, aber auch physische Faktoren berücksichtigt werden.

Es ist also höchste Zeit, sich die engagierten Studierenden etwas genauer anzusehen, um herauszufinden, wieso diese mit ihrer Lernumgebung zufriedener sind als die unmotivierten.


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Wie wird die individuelle Lernumgebung bewertet

Die Bewertung der eigenen Lernumgebung umfasst dabei mehr als nur die harten Fakten wie die technische Ausstattung, die Beleuchtung oder den Geräuschpegel.

Eine gute Lernumgebung erleichtert die aktuelle Aufgabe und unterstützt die jeweiligen Bedürfnisse, z.B. nach Ruhe, Austausch mit Kollegen oder körperlicher Aktivität.

5 Strategien zur Steigerung Aufmerksamkeit

Auf Basis von Forschungsarbeiten an diversen Universitäten hat das Steelcase WorkSpace Futures Team daher 5 Strategien zur Förderung der Aufmerksamkeit entwickelt.

  1. (Inter-)Aktive Lernkonzepte: fördern die Aufmerksamkeit und das Engagement der Studierenden stärker als traditionelle, passive Lernansätze. Dazu muss auch die Umgebung passen: Ein Ökosystem aus aktiven Lernräumen unterstützt und integriert Pädagogik, Technik und den Raum.
  2.  Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten für die Studierenden: erhöhen deren Motivation, sich am Unterrichtsgeschehen zu beteiligen. Formales Lernen ist nur eine von vielen Lernarten. Die Lernbedürfnisse und -verhaltensweisen der Studierenden können stark voneinander abweichen. Eine große Bandbreite an flexiblen Räumen mit vielen Wahlmöglichkeiten sorgt dafür, dass jeder den jeweils besten Platz findet – egal, ob es um das konzentrierte Arbeiten, den informellen Austausch oder das soziale Lernen geht.
  3. Bewegung gibt Kraft: und transportiert frischen Sauerstoff ins Gehirn. Sorgen Sie für Veränderungen in der Didaktik, aber auch in der räumlichen Situation während der Vorlesung. Flexible Lernumgebungen erlauben es Dozenten und Studierenden ihre Lernräume schnell an vielfältige Aktivitäten anzupassen.
  4. Verknüpfung zwischen Lernenden und Lerninhalten:  Konzipieren Sie Unterrichtsräume mit mehreren “Bühnen” (anstatt mit einem Lehrerpult), vielfältigen Präsentationsflächen und mobiler Bestuhlung, damit die Studierenden ihre Aufmerksamkeit überall im Raum auf die Lerninhalte lenken können.
  5. Rhythmus des Lernens:  Die Kapazitäten des Gehirns sind begrenzt und daher ermüdet es, wenn es überbeansprucht wird. Sich länger als 45 Minuten vollständig auf eine Aufgabe zu fokussieren, ist für die meisten Menschen nahezu unmöglich. Bieten Sie Räume, die sowohl Konzentration als auch kreatives Denken unterstützen. Ermöglichen Sie es den Studierenden, die Lernumgebung an aktuelle Bedürfnisse anzupassen, Pausen einzulegen und die Arbeit einzuteilen.

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