Flexible Arbeitszeitmodelle, eine bessere WorkLifeBalance und mehr Freiheiten im Berufsalltag – all diesen Wünschen von Arbeitnehmern werden Arbeitgeber mit nur einer Sache gerecht: Home-Office. Dennoch sind nicht alle glücklich.

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Festes Home-Office-Kontingent

Dennoch mögen es die meisten deutschen Unternehmen im Vergleich zu Firmen in wirtschaftlich gleich starken Ländern Europas strukturierter: Nur rund zwölf Prozent der Beschäftigten in der Bundesrepublik ist die Option der Heimarbeit gegeben.

Zu diesen zählen auch die Mitarbeiter unserer Weiterbildungssuchmaschine kursfinder.de. Galt bis vor Kurzem Home-Office als Ausnahmeregelung, etwa an Tagen, an denen Arztbesuche anstanden, so gibt es nun eine Kontingent-Regelung:

An zwei Tagen im Monat dürfen die Mitarbeiter ihrer kursfinder.de-Tätigkeit zu Hause nachgehen. Eine Option, die sowohl die Vor- als auch die Nachteile von Home-Office berücksichtigt. Wie aber sehen die nach unserer Erfahrung aus? Ein Überblick:

Die 5 positiven Seiten von Home-Office

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  1. Sie sparen Zeit! Wer von zu Hause aus arbeitet, hat mehr vom Tag: Die Zeit für das Pendeln zur und von der Arbeit entfällt. Kein Warten auf den Zug, keine Staugefahr, keine Parkplatzsuche. Im Gegenteil: Morgens kann man ein bisschen länger schlafen. Und an den Feierabend lassen sich unmittelbar die Freizeitaktivitäten anknüpfen. Übrigens: Wer nicht pendelt, hat noch einen weiteren Vorteil: Er schont nicht nur Nerven und Zeit, sondern auch den Geldbeutel.
  2. Weniger Stress bei der Arbeit: Großraumbüro, geschwätzige Kollegen, unstillbares Telefonklingeln und ein launischer Chef, der Druck ausübt: Bei der Arbeit gibt es viele Stressfaktoren. In den eigenen vier Wänden lauern weitaus weniger Stressquellen. Heimarbeiter können sich so oft besser konzentrieren und effektiver arbeiten – ganz im Sinne des Unternehmens.
  3. Selbstbestimmt arbeiten: Heimarbeit geht mit einer gewissen Freiheit einher: Beschäftigte können selbstbestimmt arbeiten. Die anstehenden Tätigkeiten sollten jedoch genauso pflichbewusst und sorgfältig erledigt werden wie am Büroschreibtisch. Auch sollte bei Kollegen und Chefs bekannt sein, zu welchen Zeiten Sie im Home-Office erreichbar sind. Es arbeitet sich allerdings entspannter, wenn einem kein Chef im Nacken sitzt, der einem sagt, was man zu tun und zu lassen hat.
  4. Ausgeglichene Work-Life-Balance: Privat- und Berufsleben im Einklang – dieser Zustand lässt sich in Heimarbeit oftmals leichter erreichen. Die Zeit ist freier einteilbar. Wenn Handwerker im Haus sind, ein Behördengang getätigt werden oder das Kind von der Kita abgeholt werden muss: kein Problem. Die Arbeitszeit wird einfach am Abend nachgeholt.
  5. Sie sind zufriedener! Es ist belegt: Beschäftigte, die ab und an von daheim arbeiten können, sind zufriedener. Sie wissen es zu schätzen, dass ihr Vorgesetzter ihnen Vertrauen entgegenbringt und ihre Bedürfnisse berücksichtigt. Damit geht eine bessere Identifikation mit dem Arbeitgeber einher. Studien zufolge sollen Heimarbeiter ihre Situation auch nicht missbrauchen: Sie machen weniger Pausen, arbeiten länger und sind seltener krank als ihre im Büro anwesenden Kollegen.

Die 5 negativen Seiten von Home-Office

  1. Die Ablenkungsgefahr ist groß: Hier mal eben noch schnell staubsaugen, kurz mit dem besten Freund die Abendplanung durchgehen oder schnell das Profil in den Sozialen Netzwerken checken: Zu Hause verzettelt man sich leichter. Denn es gibt viele Versuchungen, die einen von der Arbeit ablenken können: Spontanbesucher, quengelnde Kinder im Nebenzimmer und der Haushalt. Doch das alles hat bis nach Feierabend Zeit: Disziplin hat im Home-Office höchste Priorität.
  2. Soziale Kontakte bleiben auf der Strecke: Achtung, Außenseitergefahr! Im Home-Office ist das Risiko gegeben, sich selbst aus dem Team auszuschließen. Es ist schwieriger, sich mit den Kollegen auszutauschen und Absprachen zu treffen. Auch der Teamgeist wird nicht gefördert, wenn man dauerhaft in seinen eigenen vier Wänden arbeitet. Ein Mix aus Büro- und Home-Office-Tagen schafft hier Abhilfe.
  3. Wo bleibt die Motivation? Im Home-Office fehlt es oft an Motivation. Es gelingt einem nicht immer, sich selbst anzuspornen. Besonders schwer wird es, wenn unliebsame Aufgaben auf der To-do-Liste stehen. Ein Team dagegen kann beflügeln. Selbst wenn die Lust auf das anstehende Projekt das Nullniveau erreicht hat, ziehen die Kollegen einen mit und motivieren, um gemeinsam dem Unternehmensziel einen Schritt näher zu kommen.
  4. Grenze zwischen Arbeits- und Privatleben verwischt: Arbeiten und leben unter einem Dach – da fällt es nicht immer leicht, Grenzen zu ziehen. “Ich mach das gerade noch schnell fertig”, denkt man sich und schon rückt der Feierabend in die Abendstunden. Dienstlich erreichbar ist man dann noch immer, kurz vor dem Schlafengehen werden nochmal die Firmen-Mails gecheckt und schon ist das Arbeitsleben im Privatleben angekommen. Disziplin ist die Lösung: Feierabend ist Feierabend!
  5. Für den Chef unsichtbar: Traurig, aber wahr: Die Leistungen von Mitarbeitern im Home-Office werden vom Chef häufig gar nicht wahrgenommen. Das geht aus einer Studie von Wissenschaftlern der Stanford Universität hervor. Sie haben 16.000 Betroffene über einen Zeitraum von neun Monaten beobachtet und die Daten entsprechend ausgewertet. Ergebnis: Obwohl Heimarbeiter in den meisten Fällen mehr Leistung erbringen als ihre Kollegen im Büro, bleiben sie bei Beförderungen und Gehaltserhöhungen häufiger außen vor.


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