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So entsteht Motivation – 3/3: Unterschiedliche Motive & Rollen im Team



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Führungskräfte müssen grundsätzlich verstehen, dass es bei einem neu zusammengestellten Team keine vorab definierte Rollenverteilung gibt. Der Abgleich von Rollen und Motiven ergibt ein wertvolles Modell für dauerhaft motivierte Teams. Kommunikation in Job und Karriere - Erfolg durch Diplomatie


Hier schreibt für Sie:

 

Festes Seitenverhältnis Barbara Haag ist Managementtrainerin und Businesscoach.

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Macher, Wegbereiter oder Spezialist…?

Bei neu einzurichtenden Mannschaften geht vorerst jedes Mitglied mit dem eigenen Selbstverständnis an seine Rolle heran. Verschiedene Maßnahmen, etwa ein einleitender Workshop können Projektrollen definieren und klar verteilen.

Grundlegend ist hierbei die Unterscheidung zwischen den fachlichen Rollen, wie sie eine Projektvereinbarung vorsieht, und dem, was Meredith Belbin (www.belbin.com/about/belbin-team-roles/) als „komplementäre informelle Teamrollen“ bezeichnet. Die Autorin differenziert zwischen neun Typen, welche sie wiederum nach drei Kategorien einordnet: handlungsorientiert, kommunikationsorientiert und wissensorientiert.

Der Mensch und seine Motive

Wie die Motive nach McClelland (siehe auch Blog Teil 1) bedingt auch Belbins Modell individuelle Stärken- und Schwächen-Profile. Wir sehen in der Zusammenführung beider Modelle, dass diese überraschend genau miteinander korrelieren.

Nachfolgende Übersicht zeigt jeweils die individuellen Stärke- und Schwächeprofile der drei Motive nach McClelland und bestimmt dazu passende informelle Teamrollen, welche die Angehörigen der Motivtypen mit einiger Wahrscheinlichkeit einnehmen:

Aus Motiven werden Teamrollen

Motiv Leistung:

  • Stärken/Beitrag – Denkt analytisch, möchte das bestmögliche Ergebnis erreichen und dabei Wissen gewinnen, sucht die fachliche Herausforderung, ist eigenverantwortlich und gewissenhaft
  • Schwächen – Zielfixierung führt zum Begreifen anderer als abstrakte Faktoren, Beziehungsgestaltung und Kommunikation können schwierig sein, Konfliktsignale werden oft übersehen, Delegieren fällt schwer
  • Mögliche Rolle nach Belbin – wissensorientierte Rollen: Neuerer, Beobachter, Spezialist oder handlungsorientierte Rolle: Perfektionist

Motiv Freundschaft:

  • Stärken/Beitrag – Hohe emotionale und soziale Intelligenz, sorgt für angenehmes Arbeitsklima, kommunikationsstark, hohes Maß an Empathie und Teamorientierung, Fähigkeit zu Ausgleich und Diplomatie
  • Schwächen: Konfliktängste können ausgeprägt sein und klare Worte und Vorgaben verhindern, Überlastung durch Hilfsbereitschaft und Probleme zu Delegieren sind möglich, kann nachtragend und verletzbar sein
  • Mögliche Rolle nach Belbin – kommunikationsorientierte Rollen: Teamarbeiter, Wegbereiter, evtl. auch Vorsitzender

Motiv Macht:

  • Stärken/Beitrag – Entscheidungs- und durchsetzungsstark, kann andere motivieren und begeistern, entwickelt Ideen und setzt sie um, kann Dinge anstoßen und bewegen, arbeitet engagiert und unermüdlich
  • Schwächen – Kritikfähigkeit kann niedrig sein, Bedenken werden im Überschwang beiseite gewischt, können „missionarisch“ wirken und/oder rücksichtslos, dominant und berechnend sein
  • Mögliche Rolle nach Belbin – handlungsorientierte Rollen: Macher, Umsetzer, eingeschränkt auch Perfektionist oder evtl. kommunikationsorientierte Rolle: Vorsitzender

Mit Motiv und Teamrolle zu mehr Erfolg

Personalverantwortliche sollten – soweit möglich – Motiv, informelle Teamrolle und tatsächliche Projektrolle entsprechend aufeinander abstimmen.

Damit minimieren sie die Gefahr von Demotivation, Über- oder Unterforderung, Reibungsverlusten, Kompetenzgerangel oder Konflikten und maximieren zugleich die Erfolgsaussichten der gesamten Unternehmung.

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