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Studie Gehalt & Lebenshaltungskosten in Europa: Deutschland ist Top 3


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Wenn es um die Vergütung geht, ist nicht allein eine volle Lohntüte entscheidend, sondern auch, was Arbeitnehmer sich von ihrem Gehalt leisten können. Eine aktuelle Studie hat auf Basis von Gehaltsinformationen und Verbraucherpreisen den Lebensstandard in Europa vergleichbar gemacht. Deutschland landet trotz knapp unterdurchschnittlicher Nominallöhne auf dem dritten Platz.

Europakarte


Hier schreibt für Sie: Fritzi Roth ist Product Specialist bei Glassdoor D-A-CH. Profil

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Wo in Europa ist der Lebensstandard am höchsten?

Wenn es um die Vergütung geht, ist nicht allein eine volle Lohntüte entscheidend. Was zählt ist, dass sich Arbeitnehmer auch Dinge leisten können, die die Lebensqualität erhöhen. Für den Otto-Normalverbraucher ist die Differenz zwischen dem Nettoeinkommen und dem Preisniveau die wichtigere Größe als der reine Nominallohn.

In der aktuellen Untersuchung „Which Countries in Europe Offer the Best Standard of Living?“ von Glassdoor Economic Research in Kooperation mit Llewellyn Consulting wurden daher nicht nur die Gehälter, sondern auch die Lebenshaltungskosten unter die Lupe genommen. Darauf basierend wurde ein Wert ermittelt, der den nationalen Lebensstandard international vergleichbar macht. Untersucht wurden 18 europäische Staaten. Den Ergebnissen zufolge ist der Lebensstandard nur in der Schweiz und Dänemark höher als hierzulande. Im transatlantischen Quervergleich liegt die Bundesrepublik knapp vor den USA. Die Studienergebnisse basieren auf OECD- und Numbeo-Daten.

Nominallöhne in Deutschland unterdurchschnittlich

Wenn man nur die Nominallöhne betrachtet, dann bestehen innerhalb Europas erhebliche Unterschiede. Deutschland bewegt sich mit rund 44.000 Euro im Europavergleich knapp unter dem Durchschnitt im Mittelfeld – hinter Großbritannien und vor Frankreich. Mit großem Abstand auf dem ersten Platz steht die Schweiz: Der durchschnittliche Nominallohn ist bei den Eidgenossen mit rund 72.000 Euro beinahe fünf Mal so hoch wie bei Schlusslicht Estland (13.000 Euro).

Ein Weg, die Unterschiede von Preisniveaus über verschiedene Länder hinweg zu ermitteln, besteht darin, die Lebenshaltungskosten in den größten Metropolen der jeweiligen Länder zu analysieren. Dazu hat Glassdoor Verbraucherpreise – sprich Kosten für Lebensmittel, Restaurants, Transport, öffentliche Versorgung sowie die Mehrwertsteuer – verglichen und zu einem Index-Wert zusammengefasst.

Genf und Zürich teurer als New York – München und Hamburg bei Lebenshaltungskosten in Europas Mittelfeld

Die vordersten Plätze belegen mit Genf und Zürich zwei Städte in der Schweiz. Diese beiden Großstädte sind sogar noch teurer als New York (3 Prozent bzw. 1 Prozent). Auf Rang drei folgt London, die Metropole mit den höchsten Mieten in Europa. Die nach Lebenshaltungskosten teuersten deutschen Metropolen sind München und Hamburg, die im Europavergleich dennoch nur im Mittelfeld liegen.

Durch die Verknüpfung des Einkommens (nach Einkommensteuer) mit dem Preisniveau (inklusive Mehrwertsteuer) ist es möglich, einen lokalen und auf der Kaufkraft basierenden Wert für den Lebensstandard abzuleiten. Deutschland liegt in diesem Vergleich auf dem dritten Rang innerhalb Europas, obwohl es in Bezug auf die Durchschnittslöhne nach Kaufkraftparität nicht zu den topplatzierten Ländern gehört.

Das bedeutet, dass der Durchschnittsarbeitnehmer zwar in anderen Ländern mehr verdient, sich hierzulande aber aufgrund niedrigerer Lebenshaltungskosten überdurchschnittlich viel leisten kann. Der Lebensstandard in Deutschland ist vergleichbar mit dem Niveau Schwedens, der Niederlande, Finnlands und Norwegens. Schlusslichter in Europa sind Portugal, Griechenland und Estland.

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