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Besser Arbeiten, Infos nach Wunsch: Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einem einzigartigen Buch-Konzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das u.a. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARD, FAZ, ZEIT, WELT, Wikipedia.

Offenlegung & Bildrechte: Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 
Redaktionelle Bearbeitung: Dieser Beitrag wurde zur Veröffentlichung auf Best of HR – Berufebilder.de® überarbeitet und inhaltlich für das Format angepasst von Simone Janson. Alle Beiträge von Simone Janson

anne-m-schueller_portrait-mit-hutHier schreibt für Sie: Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, Business-Coach und mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin. Vom Business-Netzwerk LinkedIn wurde sie wiederholt zur Top-Voice gekürt.Die Diplom-Betriebswirtin gilt als führende Expertin für das Touchpoint Management und eine kundenfokussierte Unternehmensführung. Sie zählt zu den gefragtesten Rednern im deutschsprachigen Raum. Mehr als 20 Jahre lang hatte sie Führungspositionen in Vertrieb und Marketing verschiedener internationaler Dienstleistungsunternehmen inne und dabei mehrere Auszeichnungen erhalten. 2015 wurde sie für ihr Lebenswerk in die Hall of Fame der German Speakers Association (GSA) aufgenommen.Auf Kongressen, Tagungen, Events und Firmenveranstaltungen hält sie hochkarätige, mitreißende und praxisnahe Keynote- und Impulsvorträge zu den Themen Unternehmensorganisation und Mitarbeiterführung in der Next Economy, Touchpoint-Management, Kundenloyalität und Empfehlungsmarketing. Zu diesen Themen führt sie auch Power-Workshops durch. Ihr Touchpoint Institut bildet zertifizierte Touchpoint Manager aus. Zu ihrem Kundenkreis zählt die Elite der deutschen, österreichischen und schweizerischen Wirtschaft.Managementbuch.de zählt sie zu den wichtigsten Managementdenkern. Ihr Bestseller “Touch.Point.Sieg.” ist Trainerbuch des Jahres 2016. Ihr Bestseller “Das Touchpoint-Unternehmen” wurde zum Managementbuch des Jahres 2014 gekürt. Ihr Bestseller “Touchpoints” ist Mittelstandsbuch des Jahres 2012. Wenn es um das Thema Kunde geht, gehört sie zu den meistzitierten Experten. Mehr Informationen unter www.anneschueller.de und www.touchpoint-management.de Alle Texte von Anne M. Schüller.

Berufsbild! Culture Manager: HR-Brückenbauer im Unternehmen

  • Chef-Kung-Fu! Rhetorik-Strategien für schwierige Vorgesetzte & Kollegen {+AddOn nach Wunsch}
  • Digitalisierung & Change Management {+AddOn nach Wunsch}
  • Mach was ich will {+AddOn nach Wunsch}
  • Sicher! So behalten Sie den Job {+AddOn nach Wunsch}
  • Gesunde Ernährung – gut essen bei der Arbeit auf Geschäftsreise {+AddOn nach Wunsch}
  • Gewinnen per Checkliste {+AddOn nach Wunsch}
  • Letzte Chance! Tu es jetzt oder nie {+AddOn nach Wunsch}
  • Reit den Bullen {+AddOn nach Wunsch}
  • Tiny Changes! Kleine Schritte Großer Erfolg {+AddOn nach Wunsch}
  • Small Talk – Lerne schnell & effektiv besseres Networking durch Kommunikation {+AddOn nach Wunsch}
  • Weise Führen Lernen {+AddOn nach Wunsch}
  • Tschüss Sabotage! Mobbing Depression Ängste überwinden {+AddOn nach Wunsch}
  • Neu in der Führungsrolle {+AddOn nach Wunsch}
  • Neustart!! Jobwechsel & Berufliche Neuorientierung in der Arbeitswelt {+AddOn nach Wunsch}
  • Die Jobsucher-Falle! Bewerbungssabotage entgehen {+AddOn nach Wunsch}
  • Einstieg in die Führungsrolle {+AddOn nach Wunsch}
  • Knigge Gutes Benehmen & Stil im Berufsalltag {+AddOn nach Wunsch}
  • Führen in der Sandwichposition {+AddOn nach Wunsch}
  • Wertschätzung {+AddOn nach Wunsch}
  • Arschloch Boss & Kollegen überleben {+AddOn nach Wunsch}

Wer harmonisiert im Unternehmen eigentlich die übergreifende Zusammenarbeit? Interdisziplinäres Agieren ist heute ein Muss. Doch klassische Silo-Strukturen verhindern dies oft. Die Lösung: ein Culture Manager als crossfunktionaler Vernetzer, Klimamacher und Kulturoptimierer.

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Vernetzung und ein Culture Manager rechnen sich schnell

Überall in den Unternehmen entstehen nun Initiativen, bei denen sich die Beschäftigten abteilungsübergreifend und über hierarchische Grenzen hinweg miteinander vernetzen. Hierdurch kann die Arbeit agiler, effizienter, produktiver und auch angenehmer erledigt werden, Motivation und Engagement wachsen. Denn wer Großes von seinen Leuten will, der braucht sie nicht lustlos und im roten Bereich, sondern in Bestform.

Unkomplizierte Querverbindungen dienen auch den Interessen der Kunden. So organisieren sich fortschrittliche Unternehmen interdisziplinär um Kundenprojekte herum: der Entwickler, der Designer, die Produktion, das Marketing, der Vertrieb, die Logistik, der Kundendienst und wer sonst noch wichtig ist, agieren als Team autonom an gemeinsamen Aufgabenstellungen, damit das Ganze wie aus einem Guss funktioniert.

Glücksgefühl und Motivation steigern

Dazu werden passende Kompetenzen von Abteilungsgrenzen völlig losgelöst zusammengeführt. Zudem braucht es über alle Unternehmensbereiche hinweg eine Wohlfühlkultur, die Lust auf Leistung macht und die volle Schaffenskraft der Mitarbeiter auf Dauer erhält. Und das lohnt sich. Denn laut einer Studie der University of Warwick sind glückliche Mitarbeiter um 12 Prozent produktiver.

Aus der Glücksforschung ist ferner bekannt, dass Menschen mit Glücksgefühlen über sich hinauswachsen und ihre Leistungsfähigkeit um bis zu 100 Prozent steigern können. Umgekehrt sinkt die Performance von Menschen unter Dauerdruck auf unter 50 Prozent. Wohlbefinden entspringt somit keinem sozialromantischen Kuschelkurs, sondern zahlt unmittelbar auf die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse ein.

Weshalb ein Culture Manager zunehmend notwendig ist

Das klassische Aufgabenspektrum des Personalwesens umfasst die Auswahl und Entwicklung von Personal. Die Auswahl bezieht sich auf Zeitpunkte und urteilt, die Entwicklung bezieht sich auf Zeiträume und fördert. Ein zweiter Aufgabenblock beinhaltet eine Fülle verwaltender und arbeitsrechtlicher Tätigkeiten, was einem völlig anderen Arbeitstypus entspricht.

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Fälschlicherweise sind beide Aufgabenbereiche in klassischen Unternehmen fast immer in der HR-Abteilung zusammengelegt. Diese ist stark bürokratisiert und von Prozessen getrieben statt menschenzentriert. In Zukunft muss es genau umgekehrt sein: Mensch Mitarbeiter und die Unternehmenskultur rücken nach vorn. Das Administrative erledigt Kollege Computer – von Menschenhand unterstützt.

Mit dem Culture Manager – manchmal auch Head of Culture oder Chief Culture Officer (CCO) genannt – gehen die Unternehmen diesen neuen Weg. Sie trennen das bereichsübergreifend Gestaltende vom funktionsgebundenen Administrativen. Mit Aufgaben rund um die Lohnbuchhaltung, die Arbeitsverträge und so weiter ist der Culture Manager also weder in kleinen noch in großen Unternehmen befasst. In das Recruiting und die Mitarbeiterauswahl hingegen sollte er unbedingt eingebunden sein.

Ziele und Aufgabenschwerpunkte eines Culture Managers

Hauptziele des Culture Managers sind diese:

  • Mitgestaltung der Unternehmenskultur,
  • Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität,
  • Mitgestaltung der Arbeitsbedingungen,
  • Stärkung der Mitarbeiterverbundenheit.

Dabei befasst er sich schwerpunktmäßig mit folgenden Themen:

  • Wertebasis aufbauen: Die Grundprinzipien werden im Team gesammelt, verschriftlicht (Kulturbuch) und visualisiert (Board).
  • Wir-Gefühl stärken: Die Identifikation mit den Werten im Arbeitsalltag sichern, den Umgang miteinander und eine gemeinsame Sprache entwickeln.
  • Reibungslosigkeit der Arbeit sicherstellen: Dazu gehören die technische Ausstattung, die Arbeitswerkzeuge und die Gestaltung der Arbeitsräume.
  • Employee Experience (EX): Dazu zählt ein ganzer Strauß von Möglichkeiten, die das Wohlbefinden der Mitarbeiter erhöhen.
  • Weiterbildungs- und Eventplanung: Teambuilding-Aktivitäten, fachliche und persönliche Entwicklungsaktionen, Erfolge feiern, gemeinsame Ausflüge.
  • agile Mitarbeiterbefragungen: Stimmungsbilder und Bedürfnisumfragen erstellen, gegebenenfalls auch Kummerkasten.
  • Kulturmitgestaltung: Inkonsistenzen im Teamverhalten und bei den Führungskräften beobachten und ansprechen, Maßnahmen ableiten.

Dazu sollte sich jede Organisation zunächst über ihre kultur- und mitarbeiterbezogenen Prinzipien Gedanken machen. Das muss im Kollektiv erfolgen. Hierbei kann man auf die Methode des Storytelling zurückgreifen. Wer Sinn stiften will, braucht Erzählstoff.

Die organisationale Einbindung des Culture Managers

Der Culture Manager agiert crossfunktional. Dementsprechend kümmert er sich nur um die Optimierung der bereichsübergreifenden Arbeitsbedingungen einer Organisation, sodass die einzelnen Teams sich auf ihre inhaltliche Arbeit konzentrieren und Spitzenergebnisse erreichen können. Je nach Arbeitsumfang bekleidet er eine Vollzeit- oder Teilzeitstelle.

Je größer die Organisation, desto wichtiger ist seine Rolle. Er hat eine Inhouse-Beraterfunktion für das Top-Management und die Führungskräfte. Idealerweise untersteht er direkt dem CEO, wird also vom Bereich Personalwesen komplett getrennt. Gegebenenfalls entsteht so ein eigener Funktionskreis. Manche Unternehmen nennen diesen dann People & Culture.

In aller Regel wächst der Head of Culture schrittweise in seine Rolle und den damit verbundenen Aufgabenbereich hinein. Im Vordergrund steht die Vertrauensbildung. Für die Mitarbeiter ist er zugleich Brücke und Leuchtturm. Als Leuchtturm bietet er Orientierung. Als Brücke und neutraler Dritter ist er Anlaufpunkt für Wohlfühlthemen – und auch für Probleme. Dazu kann er bei Bedarf Anonymität sicherstellen.

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