Konstruktives Feedback als Führungskraft: 2 Mal 5 Tipps fürs Geben & Nehmen

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14.10.2015 1225 Leser 14 Debatten 771 Wörter Lesezeit: 5 Minuten, 21 Sekunden
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Geben Sie als Führungskraft in regelmäßigen Gesprächen Ihren Mitarbeitern konstruktives Feedback? Und holen Sie sich andersrum auch aktiv bei Ihren Mitarbeitern Rückmeldungen zu Ihrem Führungsstil ein? Es wird höchste Zeit!

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Feedback als Geschenk

Bisher geht nur jede fünfte Führungskraft mit gutem Bespiel voran und holt sich Feedback zu ihren Leistungen und ihrem Führungsstil bei den Mitarbeitern ein. Das ergab eine Talents & Trends Umfrage von von Rundstedt.

Dabei ist für die individuelle Weiterentwicklung der Führungskraft und damit für den Unternehmenserfolg eine ehrliche Bewertung besonders wichtig. Feedback sollte meines Erachtens vielmehr als wertvolles Geschenk betrachtet werden, denn es gehört Mut dazu, Feedback zu geben, und ohne dieses Geschenk können wir nicht über uns selbst hinauswachsen .

Als Führungskraft sind Sie Vorbild für Ihre Mitarbeiter

Wenn Sie eine offene Feedbackkultur vorleben, in der Lob und Kritik selbstverständlich sind, sinkt auch die Hemmschwelle, ehrliches Feedback zu geben, bei Ihren Mitarbeitern. Betriebe mit einer solchen Kultur sind innovativer und als Arbeitgeber attraktiver.

Sicherlich ist es immer wieder eine große Herausforderung, konstruktives und vor allem verständliches Feedback zu geben. Denn wie das mit Geschenken so ist, bereiten sie manchmal nicht nur dem Schenkenden Kopfzerbrechen, sondern auch dem Beschenkten.

Jeder 5. Mitarbeiter versteht seinen Chef nicht!

Aus unserer Talents & Trends Umfrage wissen wir, dass jeder fünfte Mitarbeiter darüber rätselt, was sein Vorgesetzter mit seinem Feedback sagen möchte.

Signale werden falsch gedeutet, vage Botschaften missverstanden. Es besteht dringend Handlungsbedarf: Wie kann gewährleistet werden, dass Rückmeldungen verständlich sind und Feedback nicht erst richtig interpretiert werden muss? Und vor allem: Wie erhalten Sie als Führungskraft konkrete Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge von den Mitarbeitern?

5 Tipps, wie Sie als Führungskraft konstruktiv und verständlich Feedback geben:

  1. Tipp – Nehmen Sie sich Zeit: Vereinbaren Sie explizite und regelmäßige Termine für Personalgespräche. Je regelmäßiger und häufiger Feedback gegeben wird, desto selbstverständlicher und wirkungsvoller ist es. Machen Sie es sich deshalb zur Gewohnheit, jede Form der Zusammenarbeit – seien es Workshops, Teammeetings oder Projektbesprechungen – mit einer Feedbackrunde abzuschließen.
  2. Tipp – Spiegeln Sie Ihre eigenen Wahrnehmung: Sprechen Sie von Ihren eigenen Beobachtungen und Eindrücken. Benennen Sie ruhig auch, wie das Handeln des anderen auf Sie wirkt. So fällt es den Mitarbeitern leichter, das Feedback anzunehmen.
  3. Tipp – Seien Sie konkret: Vermeiden Sie allgemeine und vage Aussagen und belegen Sie Lob und Kritik mit konkreten Beispielen und Situationen aus dem Alltag. Bleiben Sie dabei informativ und vorwurfsfrei. So ist die Chance höher, dass Ihr Feedback auf Verständnis stößt.
  4. Tipp – Geben Sie Verbesserungsvorschläge: Geben Sie konkrete Verbesserungsvorschläge für den weiteren Lernprozess.
  5. Tipp 5 – Feedback auf Augenhöhe: Treten Sie eher als Karrierecoach und Ratgeber in den Dialog auf Augenhöhe, statt als alleiniger Redner oder Richter.

5 Tipps, wie Sie als Führungskraft Feedback einholen:

  1. Tipp – Führen Sie Feedbackgespräche als regelmäßigen Kommunikationskanal ein: Optimale Gelegenheiten, um ein detailliertes Feedback einzuholen sind Projekt-Abschluss-Besprechungen oder die klassischen Mitarbeiterjahresgespräche. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig vor dem Gespräch darüber, dass ein offenes Feedback zu Ihrem Verhalten als Führungskraft auf der Agenda steht. Dies gibt den Mitarbeitern Zeit, sich entsprechend vorzubereiten.
  2. Tipp – Schaffen Sie ein vertrauensvolles Arbeitsklima: Oftmals fürchten Mitarbeiter negative Reaktionen oder gar Nachteile, wenn sie Kritik an ihrer Führungskraft äußern. Nur in einem vertrauensvollen Arbeitsklima vertreten Mitarbeiter selbstbewusst ihre Meinung und trauen sich,  kritische Rückmeldungen zu geben. Geben Sie Ihren Mitarbeitern zu verstehen, dass auch Sie sich kontinuierlich verbessern wollen und an einem offenen Feedback interessiert sind.
  3. Tipp – Zeigen Sie Interesse: Signalisieren Sie bereits im Arbeitsalltag, dass Sie Interesse an den Meinungen und Ideen Ihrer Mitarbeiter haben, um ein wertschätzendes Miteinander zu fördern.
  4. Tipp – Fragen Sie konkret nach: Fragen Sie in Mitarbeitergesprächen ruhig explizit nach Verbesserungsvorschlägen, um die Hemmschwelle den ersten Schritt machen zu müssen, für Mitarbeiter zu mindern. Folgende Fragen sind hilfreich: Was wünschen Sie sich von mir als Führungskraft? Was könnte ich im Umgang mit Ihnen und anderen Mitarbeitern besser machen? Wie beurteilen Sie meine Informationsweitergabe?
  5. Tipp – Zeigen Sie ihre Kritikfähigkeit: Gehen Sie offen mit Kritik um und rechtfertigen Sie sich nicht. Beginnen Sie damit, gute Vorschläge der Mitarbeiter im Rahmen der Möglichkeiten umzusetzen. Auch hier gilt: Seien Sie zu sich selbst und Ihren Mitarbeitern ehrlich! Signalisieren Sie, bezüglich welcher Punkte Sie noch einmal auf den Mitarbeiter zurückkommen oder an welchen Stellen aus welchen Gründen gegebenenfalls keine schnelle Veränderung möglich ist.

Fazit

Denken Sie daran: Feedbackgespräche sind niemals ein einseitiges Kommunikationsmittel. Viele Unternehmen haben das bereits erkannt und lassen in den Jahresgesprächen auch die Führungskräfte von den Mitarbeitern bewerten.

Das passiert jedoch noch viel zu selten. Ich kann Sie nur dazu ermutigen: Trauen Sie sich! Bewegen Sie sich aus Ihrer Komfortzone heraus, um Wachstum, Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung zu fördern!

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