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Private Krankenversicherung: Standardtarif



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Die günstigste Lösung, sich bei einer privaten Krankenversicherung zu versichern, ist bislang der Standardtarif.


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Hier schreibt für Sie: Simone Janson spricht in der ARD, schreibt für DIE WELT & t3n, macht Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

Was ist der Standardtarif?

Der Standardtarif ist ein brancheneinheitlicher Tarif in der privaten Krankenversicherung (PKV) und erfüllt seit seiner Einführung 1994 eine soziale Schutzfunktion. Er richtet sich vorrangig an ältere Versicherte, die aus finanziellen Gründen einen preiswerten Tarif benötigen.

Der Wechsel in den Standardtarif ist für privat Versicherte – wenn die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind – nur innerhalb des jeweiligen Versicherungsunternehmens möglich. Der Leistungsumfang orientiert sich am Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Die Beitragshöhe ist abhängig von der Vorversicherungszeit und dem Alter des Versicherten, darf aber für Einzelpersonen den durchschnittlichen Höchstbeitrag der GKV beziehungsweise für Ehepaare 150 Prozent des GKV-Höchstbeitrags nicht übersteigen.

Pflichten privater Versicherer

Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) sind die privaten Versicherungsunternehmen verpflichtet worden, speziell für diese Person, die ihren privaten Krankenversicherungsschutz verloren haben oder nie versichert waren, ab dem Juli 2007 einen neuen Standardtarif anzubieten – den so genannten modifizierten Standardtarif.

Für diesen modifizierten Standardtarif gilt: Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, dürfen die Unternehmen die Versicherung im modifizierten Standardtarif nicht ablehnen.

Bedingungen

  • Es dürfen aufgrund von Vorerkrankungen keine Risikozuschläge erhoben oder Leistungsausschlüsse vereinbart werden. Die Höhe des Beitrages ist vom Alter und Geschlecht des Versicherten abhängig, nicht aber von seinem Gesundheitszustand.
  • Für den Zugang zum modifizierten Standardtarif gelten keine Altersbeschränkungen.
  • Sowohl für den herkömmlichen als auch für den modifizierten Standardtarif wird die ärztliche Behandlung sichergestellt.
  • Der monatliche Beitrag für Einzelpersonen darf den durchschnittlichen Höchstbetrag in der GKV nicht überschreiten. Das sind im Jahr 2007 rund 500 Euro. Der Beitrag kann aber, abhängig vom Eintrittsalter, auch deutlich niedriger ausfallen. Darüber hinaus gelten im modifizierten Standardtarif besondere Regelungen für Versicherte mit geringem Einkommen: Besteht finanzielle Hilfebedürftigkeit (gemäß den Regelungen des Sozialgesetzbuches) oder entsteht diese durch die Zahlung des Krankenversicherungsbeitrags, halbiert sich der Beitrag. Und wer auch diesen ermäßigten Beitrag nicht zahlen kann, erhält vom Jobcenter oder Sozialamt einen Zuschuss.

Umstellung in den Basistarif

Zum 1. Januar 2009 werden die Verträge, die die Rückkehrer im modifizierten Standardtarif abgeschlossen haben, auf den neuen umgestellt. Dann gelten auch für den Bereich der privaten Krankenversicherung volle Wechselmöglichkeiten zugunsten der Versicherten und eine allgemeine Pflicht zur Versicherung.

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