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Produktiv als Chef & Unternehmer – 2/2: Mitarbeiter richtig delegieren


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Von Managern, Chefs und Unternehmern wird verlangt, zu führen und stets für Mitarbeiter ansprechbar zu sein. Tipps, wie Sie auch als Führungskraft effizient arbeiten und es schaffen, dass Mitarbeiter Sie dabei tatkräftig unterstützen.

Produktiv als Chef & Unternehmer – 2/2: Mitarbeiter richtig delegieren


Hier schreibt für Sie: Martin Geiger ist Produktivitätsexperte, Keynote-Speaker, Vortragsredner und Coach. Profil

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Wo liegen Ihre Zeitfallen?

Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit, um zu überlegen, wie Sie einen normalen acht-, zehn- oder zwölfstündigen Arbeitstag verbringen. Womit verschwenden Sie am meisten Zeit?

Überlegen Sie auch, wie viel Zeit damit jeden Tag verloren geht? Was könnten Sie tun, um diese Aushöhlung Ihrer Zeit, Energie und Begeisterung zu unterbinden oder zumindest zu mildern? Am besten, Sie beantworten diese Fragen schriftlich.

So können Mitarbeiter helfen - und so nicht

Neben Ihrer eigenen Zeit sind Mitarbeiter Ihr wichtigstes Kapital. Denn diese nehmen Ihnen Arbeit ab und schenken Ihnen Zeit. Wenn es die richtigen Mitarbeiter sind.

Denn viele machen ihre Arbeit wirklich hervorragend – diese sind nicht Ihr Problem. Andere Mitarbeiter aber schaffen es immer wieder, Arbeit nach oben zu delegieren. Also an Sie! Was dagegen tun?

Immer diese Ablenkungen

Zu oft lassen wir uns – fast unbemerkt – von mehr oder weniger Wichtigem ablenken, weil andere gedanklich bei uns Schubladen öffnen, die wir ohne sie gar nicht hätten.

Jeder von uns weiß aus eigener Erfahrung, wie Kräfte zehrend es sein kann, wenn wir gerade hochkonzentriert an einem wichtigen Projekt sitzen und mit Fragen wie diesen konfrontiert werden:

  • "Chef, welche Weihnachtskarten sollen wir jetzt nehmen?"
  • "Papa, darf meine Freundin heute bei mir schlafen?"
  • "Schatz, kannst Du nachher den Wagen noch für mich volltanken?"
  • "Ich kann meinen Autoschlüssel nicht finden, weißt du vielleicht, wo er sein könnte?"
  • "Können Sie mir noch schnell diese Email mit der Anfahrtsskizze rüberschicken?"

Jeder macht, wofür er eingestellt wurde!

Dass Ihre Mitarbeiter Arbeit nach oben delegieren, bedeutet im schlimmsten Fall, dass Ihr Schreibtisch voll ist und Ihr Mitarbeiter pünktlich nach Hause geht. Lassen Sie es nicht zu, dass Mitarbeiter Arbeit an Sie abgeben.

Jeder hat die Aufgaben zu erledigen, für die er eingestellt wurde. Denn es geht ja nicht darum, dass Ihre Mitarbeiter ihren eigenen Job nicht könnten. Aber wenn Sie Ihnen die Möglichkeit einräumen, Entscheidungen auf Sie zu übertragen, werden sie von dieser Möglichkeit auch Gebrauch machen – und zwar reichlich.

Paragraph Eins: Jeder löst seins

Schon vor einiger Zeit habe ich deswegen das Prinzip "Paragraph Eins: Jeder löst seins" zur Vermeidung vieler derartiger Zeitdiebe für mich entdeckt. Hierbei geht es um weit mehr als reine Delegation.

Richtig angewandt, führt diese Strategie zu einer nachhaltigen Änderung unserer Grundsatzeinstellung bezüglich unserer eigenen Arbeitsweise und der unseres Umfeldes und damit für alle zu einer gesteigerten Produktivität. Aber wie lässt sich dies alles in die Praxis umsetzen? Schon seit geraumer Zeit empfehle ich, ein Türschild einzusetzen, das die Aufschrift trägt:

Stopp! Was würden Sie tun, wenn ich nicht da wäre?

Zeit ist Geld

Für ganz hartnäckige Fälle empfehlen sich die Untertitel: "Warum tun Sie's dann nicht?" oder „Worauf warten Sie noch?“

Ist uns erst einmal klar geworden, dass unsere Zeit viel Geld wert ist, werden wir anders damit umgehen. Wir werden nur das tun, was wirklich wichtig ist, und alles eliminieren, was uns Zeit stiehlt. Wir werden unsere Konzentration auf das richten, was es zu leisten gilt, um unsere Ziele zu erreichen.

Zeitdiebe stoppen macht effizienter

Übrigens: Eine langfristige Umfrage unter Seminarteilnehmern, die inzwischen mit dem „STOPP!“-Schild arbeiten, hat ergeben, dass sie allein durch diese Maßnahme einen durchschnittlichen Zeitgewinn von 52 Minuten pro Woche erzielen konnten.

Gelingt es uns also tatsächlich, unsere Zeitdiebe zu stoppen, können wir nur gewinnen – an Effizienz und Produktivität ebenso wie an persönlicher Lebensqualität.

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