Besser arbeiten, Infos nach Wunsch! Wir geben Ihnen Informationen, die Sie wirklich brauchen und engagieren uns für eine bessere und ökologische Arbeitswelt. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept und eKursen bieten wir über 20 Jahre Erfahrung im Corporate Publishing – mit Kunden wie Samsung, Otto, staatlichen Institutionen. Verlegerin Simone Janson leitet auch das Institut Berufebilder Yourweb, das z.B. Stipendien vergibt, und gehört zu den 10 wichtigsten deutschen Bloggerinnen, referenziert in ARDFAZZEITWELTWikipedia.

Offenlegung & Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Text stammt aus dem Buch: “Warum uns das Denken nicht in den Kopf will: Noch mehr nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie” (2013), erschienen bei Heyne Verlag, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Hier schreibt für Sie:

kitzDr. Volker Kitz ist Spiegel-Bestseller-Autor, Psychologe und ex-Lobbyist.Kitz hat Jura und Psychologie in Köln und New York studiert und unter anderem als Wissenschaftler am Max-Planck-Institut, Anwalt und Lobbyist gearbeitet. Heute lebt er als freier Autor in München. Er schrieb Beiträge für renommierte Medien wie die Frankfurter Allgemeine, die Welt, Financial Times und Spiegel Online, zudem zahlreiche Fachveröffentlichungen für wissenschaftliche Zeitschriften im In- und Ausland. Seine Bücher erscheinen in über zehn Sprachen und stehen in Deutschland regelmäßig auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Zu den Themen seiner Bücher ist Volker Kitz ein international gefragter Redner.

Video-Hinweis: Wenn Sie hier kein Video sehen, müssen Sie am Ende der Seite unter “Privacy und Cookies” die Option “Videos sehen” aktivieren!


Mehr Informationen unter www.kitz-tusch.com/

tuschDr. Manuel Tusch Professor an der Fachhochschule Münster und Leiter des IfAP.Tusch studierte Psychologie und Erwachsenenbildung in Köln und Amsterdam. Er hat eine psychologische Praxis in Köln, leitet das Institut für Angewandte Psychologie (IfAP), das unter anderem eine Coaching-Ausbildung anbietet, und Professor mit Forschungsschwerpunkt Beratung / Mediation / Coaching im Fachbereich Sozialwesen Fachhochschule Münster. Seine Arbeitsschwerpunkte im Psycho-Dschungel sind Coaching, Mediation, Supervision und Gesprächstherapie. Mehr Informationen unter www.tusch-consulting.com

Erlernte Hilflosigkeit abstellen: Egal was ich mache, es ist falsch?

In einem Experiment, das der amerikanische Psychologe Martin Seligman mit Hunden durchführte, wurde nachgewiesen: Hilflosigkeit ist oft nur angelernt. Und kann auch wieder verlernt werden. Was hat das mit Ihrem Chef zu tun?

erlernte-hilflosigkeit02

Lernen, dass man sich wehren kann

Martin Seligman hatte bei seinem berühmten Experiment noch eine Vergleichsgruppe: Darin waren Hunde, bei denen der Hebel im ersten Käfig funktionierte. Wenn sie ihn drückten, hörte der Stromstoß tatsächlich auf. Das lernten die Hunde schnell.

Und als sie in den zweiten Käfig kamen, suchten sie wieder nach Möglichkeiten, dem Stromstoß zu entgehen. Denn diese Gruppe von Hunden hatte ja erfahren: Ich kann etwas gegen diese lästigen Stromstöße tun. Und sie fanden schnell heraus, was: Sie gingen einfach durch die Klappe in den Käfig nebenan.

Egal was ich mache, es ist falsch?

Martin Seligman nannte das Schicksal der ersten Gruppe eine “erlernte Hilflosigkeit” Jemand hat einmal erfahren, dass er scheinbar machtlos gegen einen belastenden Zustand ist – und hört irgendwann auf, überhaupt noch zu versuchen, etwas dagegen zu tun. Selbst wenn er diesem Zustand eigentlich leicht entkommen könnte.

Nehmen wir nun wieder an, Sie sind der Mensch, der Sie sind. Kommt Ihnen die Situation mit den Hunden aus Ihrem eigenen Leben bekannt vor? Es passiert ja nicht selten, dass sich jemand sagt: “Egal, was ich mache, es ist doch immer alles falsch. Ich kann nichts ändern an meiner Situation.”

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs bzw, Reihe herunterladen. Aktionen oder News per Newsletter!

Das Baby-Experiment

Erlernte Hilflosigkeit wurde später auch an Menschen nachgewiesen. Mit Babys zum Beispiel führte man ein ähnliches Experiment wie mit den Hunden durch. Nein, ohne Stromschläge. Aber man rüttelte sie heftig in ihrer Krippe durch, dass ihnen ganz anders wurde.

Manche konnten das mit einer Kopfbewegung abstellen, über einen Sensor in ihrem Kopfkissen. Andere hatten keinen Sensor. Beide Gruppen reagierten jeweils genauso wie die Hunde. Und die eine Gruppe ging vor die Hunde. Auch jenseits des Babyalters zeigen wir ähnliche Reaktionen.

Den Ausweg sehen, wenn es einen gibt

Nun gibt es Situationen wie die mit dem Chef im Beispiel von oben. Da sind wir der Willkür anderer ausgesetzt und möglicherweise tatsächlich hilflos.

Das Problem in diesem Fall ist, dass wir auch dann keinen Ausweg mehr sehen, wenn es plötzlich doch einen gibt, wenn zum Beispiel der alte Chef geht und eine neue Chefin kommt. Auch dann denken wir weiterhin: “Was ich tue, zählt bei denen da oben eh nicht.”

Wo finden Sie die Studien?

  • Seligman, M. E. P., Maier, S. F. (1967): Failure to Escape Traumatic Shock. Journal of Experimental Psychology, 74, 1 – 9.
  • Seligman, M. E. P. (1979): Erlernte Hilflosigkeit. München, Wien, Baltimore: Urban und Schwarzenberg.
  • Hiroto, D. S., Seligman, M. E. P. (1975): Generality of Learned Helplessness in Man. Journal of Personality and Social Psychology, 31, 311 – 327.

Bücher zum Thema

5 Antworten zu “Erlernte Hilflosigkeit abstellen: Egal was ich mache, es ist falsch?”

  1. Frederic Jordan sagt:

    RT @jobcollege: Dem Chef hilflos ausgeliefert 2/3: Egal was ich mache, es ist falsch?: In unserem letzten Beit… #B…

  2. Beatrix Schwarzbach sagt:

    Erlernte Hilflosigkeit, kann ich mir vorstellen, ist eine unschöne, lähmende Sache. Da wünscht man sich kompetente Leute, die gut beobachten können und den Betroffenen im Gespräch und durch neue Erfahrungen wieder auf die Beine helfen.

    • Simone Janson sagt:

      Stimmt, das größte Problem dürfte für viele Leute darin bestehen, dass sie selbst den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, sprich das Problem nicht erkennen. Da kann in der Tat Hilfe von außen sinnvoll sein – z.B. auch durch Freunde, Bekannte, Familie oder eben einen kompetenten Coach.

  3. Wolfgang Struensee sagt:

    “Manche Menschen warten bis Ihnen das Wasser bis zum Hals steht und nennen dies dann Schicksal.”

  4. KompetenzPartner sagt:

    Dem Chef hilflos ausgeliefert 2/3: Egal was ich mache, es ist falsch?: In unserem letzten Beit… #Beruf #Bildung

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.