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Expertenrunde u.a. mit Dr. Ursula Engelen-Kefer und mir: Die Zukunft der Arbeit


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Heute diskutiere ich bei einer Expertenrunde mit Dr. Ursula Engelen-Kefer, Dr. Agnes Dietzen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und Dr. Stephan Pfisterer von der BITKOM, welche Vor- und Nachteile ein kompetenzbasierter Ansatz gegenüber klaren Berufsbildern hat.

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Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Worum geht es?

Bei der Veranstaltung, die im Rahmen des Forschungsprojektes „Politik der Arbeit“  bei der stiftung neue verantwortung e.V. stattfindet, werden wir u.a. folgende Aspekte diskutieren:

  • instabilere Beschäftigungsbiografien, da Beschäftigte häufiger Jobs und sogar Berufe und Sektoren wechseln
  • der Rückgang des Normalarbeitsverhältnisses, an dessen Stelle häufig befristete Verträge, Teilzeitjobs u.ä. treten
  • der erwartete verstärkte Fachkräftemangel
  • eine kürzere Halbwertzeit von Qualifikationen, da Globalisierung, Digitalisierung und Strukturwandel zu immer schnelleren Veränderungen bei der Qualifikationsnachfrage führen

Die Veranstaltung ist nicht öffentlich. Allerdings gebe ich im folgendenen einen kurzen Überblick über die Inhalte und werde in einem späteren Blogpost auch nochmals genauer auf die Diskussion eingehen.

Einscheidende Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist in seiner Struktur durch die Regelungen geprägt, die für die Industrie gelten. Mehr und mehr haben aber Megatrends wie die Globalisierung, Tertiarisierung und Digitalisierung sowie neue Produktionsformen mittelbar Einfluss auf die realen Begebenheiten des Arbeitsmarkts.

In der Folge verändern sich die Bedingungen und die Ordnung von Erwerbsarbeit dramatisch. Die Vielfalt der Beschäftigungsformen tritt zunehmend an die Stelle dessen, was als Normalarbeitsverhältnis in der Vergangenheit den deutschen Arbeitsmarkt prägte. Die Industrie hat de facto ihre prägende Rolle verloren.

Flexibilität der Arbeitswelt – Fluch oder Segen?

Im Resultat ist ein die Gesellschaft verbindender gemeinsamer Arbeitsbegriff verloren gegangen und der Arbeitsmarkt tief gespalten. Dieser Strukturwandel der Arbeit führt zu individuell auseinanderdriftenden Flexibilitäts- und Mobilitätsanforderungen und einer ansteigenden Entgrenzung von Arbeits- und Lebenswelt.

Gesellschaftliche Teilhabe- und persönliche Verwirklichungschancen sind zunehmend ungleich verteilt. Symptomatisch hierfür ist die Arbeitszeit von Frauen: Seit den 1960er Jahren sind mehr und mehr Frauen berufstätig geworden; sie sind aber wesentlich häufiger als Männer in Teilzeit und in Dienstleistungsbranchen tätig.

Ziele des Projekts

Vor diesem Hintergrund soll das Projekt einen konzeptionellen Ansatz zur Weiterentwicklung des Wertes der Arbeit in der flexiblen und dynamischen Erwerbsgesellschaft von heute entwickeln und hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften ableiten.

Ziel des Projekts ist es, für Politik, Arbeitgeber und Gewerkschaften Ideen, Konzepte und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie – auf Grundlage eines reflektierten Verständnisses von Arbeit – die Spaltung des Arbeitsmarktes überwunden werden kann.

Welche Aspekte stehen Focus?

Arbeit und Leben:

  • Kann die Entkoppelung von Arbeit und Orten der Wertschöpfung Produktivitätsfortschritte mobilisieren?
  • Welcher Rahmen ist dafür notwendig?
  • Welche Potentiale für soziale und ökologische Innovationen gibt es hier?

Ein neues Gleichgewicht:

  • Welche nachvollziehbaren Kriterien lassen sich für ein ausgewogenes, produktives Verhältnis von Sicherheit und Flexibilität sowie für eine arbeitnehmerorien- tierte und geschlechtergerechte Gestaltung der Arbeitswelt formulieren?

Neuordnung des Arbeitsmarktes:

  • Ist eine Neuordnung des Arbeitsmarktes, die einen erneuerten Begriff von Normalarbeit begründet und auf einer Bandbreite von Arbeitszeiten und Arbeitsformen basiert, denkbar?
  • Welche Rahmenbedingungen sind hierfür notwendig?
  • Welche Rolle kämen Mitbestimmung, Sozialversicherungen, kollektiven Regelungen der Arbeitsbeziehungen und Kündigungsschutz hierbei zu?

Wer diskutiert?

  • Ursula Engelen-Kefer, Dozentin an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit (HdBA)
  • Dr. Agnes Dietzen, Arbeitsbereich Kompetenzentwicklung am Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
  • Dr. Stephan Pfisterer, Bereichsleiter Bildungspolitik und Arbeitsmarkt, Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
  • Und ich als Journalistin, Selbständige und Expertin für neue Arbeitsformen
  • Moderiert wird das Gespräch von Dr. Sonja Mönkedieck, Fellow der stiftung neue verantwortung im Projekt „Politik der Arbeit“.

Ich bin sehr gespannt auf die Diskussion!

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