Zu Bewegung und Sport motivieren gegen Stress: Hüpfen im Mathe-Unterricht und Tanzen in der Mittagspause?


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Wie wichtig Bewegung ist, kann man nicht nur immer wieder lesen sondern auch selbst erfahren. Neue Ideen aus Skandinavieln wollen zur Bewegung motivieren.


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Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

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Junkfood kompensiert Stress?

Mit dem Thema Bewegung kann man nicht früh genug anfangen damit sie später fest als Gewohnheit in den Köpfen verankert ist. Eine finnische Inititative will jetzt den Spaß am Lernen mit Bewegung steigern. Hüpfen im Mathe-Unterricht als Erfolgs-Rezept der nächsten PISA-Studie?

Was absurd klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Nicht nur in der medialen Wahrnehmung, sondern auch im privaten Umfeld ist der Bildungsdruck enorm. Die europäische “Mittelklasse” hat zunehmend Angst um die Konkurrenzfähigkeit ihrer Kinder. Vor allem gut situierte Eltern viel Geld und Zeit in die Bildung ihrer Kinder.

Straffe Lehrpläne, Privatschulen und Nachhilfeunterricht sind das Ergebnis. Junkfood und Entertainment dienen dabei immer mehr als Stresskompensator und setzen an der Hüfte der neuen Mittelklasse an. Über 50 Prozent der Europäer sind übergewichtig und 20 Prozent adipös.

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Kinder zum Lernen bewegen erhöht die Lernbereitschaft

Besonders in den Schwellenländern nimmt diese Entwicklung aktuell noch schneller und drastischer zu. Schlechte Ernährung und zunehmender gesellschaftlicher Leistungsdruck stehen in einem sehr engen Verhältnis. Wie kann man diesen beiden Entwicklungen nun also entgegenwirken? Die Beantwortung dieser Frage machte sich die gemeinnützige finnische Organisation Nuori Suomi ry vor ein paar Jahren zur Aufgabe.

Hierbei galt es unter anderem, an wissenschaftliche Untersuchungen anzuknüpfen, die zeigen, dass viel Bewegung die Lernbereitschaft von Kindern erhöht und schlechten Noten entgegenwirken kann. So entstand die Idee von einem Unterrichtsmittel für Lehrkräfte, mit dem Bewegung und Gesundheitserziehung ganz einfach in den Unterricht integriert werden können.

Innovative Unterrichtsmittel ausgezeichnet

Im Entwicklungsrahmen dieses neuen Bildungsprojekts wurden zahlreiche Konzepte, Methoden und Angebote finnischer Schulen untersucht. Dabei stieß man auf das “Liikuntaseikkailu – Bewegungsabenteuer um die Welt”. 75 Prozent aller Grundschulen und fast 50 Prozent der Grundschülerinnen und – schüler beteiligen sich bereits seit 13 Jahren an diesem Bildungsprogramm.

Auf Basis dieses Ansatzes entstand die Idee vom internationalen Muuvit-Abenteuer – einem innovativen Unterrichtsmittel für Lehrkräfte und eine Multiplikationsplattform für Behörden und Programme. Das Konzept wurde sogar mit dem Internationalisierungspreis der finnischen Organisation zur Förderung von Technologie und Innovation – Tekes – ausgezeichnet.

Bewegungsabenteuer um die Welt

Bei Muuvit sammeln die Kinder durch Bewegung Punkte mit denen sie eine virtuelle Reise um die Welt machen können. Diese Welt beinhaltet bildungsrelevante Inhalte und kann z.B. in den Rechen-, Sachkunde- oder Englischunterricht eingebettet werden.

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Etwa 250.000 Kinder aus 6 Ländern und in 9 Sprachen haben das Programm in diesem Schuljahr durchgeführt. Aber es muss noch viel besser in den Schulalltag der Lehrkräfte eingebettet werden, damit die Schülerinnen und Schüler es gar nicht merken, dass sie gerade in einem Bewegungsprogramm dabei sind. Die im Mathe-Unterricht hüpfenden Kinder sollen das Erfolgsrezept für die nächsten PISA-Runden werden.

Prominenter Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat sitzt auch Sari Baldauf, die im Jahr 2004 von der Financial Times als einflussreichste weibliche Führungskraft in Europa eingestuft wurde. Sie sitzt neben ihre Tätigkeit für Muuvit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom sowie der Daimler AG und ist Vorsitzende des Aufsichtsrates von Fortum Oyj, dem größten börsennotierten Unternehmen in Finnland.

In Deutschland startete 2009 das erste Pilotprojekt mit 5000 Schülerinnen und Schülern aus Niedersachsen und Finnland – unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Christian Wulff und Cheftrainer des VfL Wolfsburg Armin Veh.

Weltweite Verbreitung

Von Finnland aus verbreitete sich Muuvit über Deutschland in viele weitere Länder: In der Schweiz beginnt man Muuvit aktuell als Multiplikationsplattform für kantonale Programme in drei Sprachen einzusetzen. Im Jahr 2012 nehmen erstmals auch Schülerinnen und Schüler aus den Gastgeberländern der FIFA Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine teil.

Mit der “Hospital Hill Primary School” startete die erste afrikanische Schule mit Muuvit. Und sogar über den “großen Teich” hinaus, findet Muuvit Anklang: Ohio kommt als erster US-Staat mit an Bord des einzigartigen Bildungsprojektes.

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Tanzen als kreatives Sportprogramm zwischendurch

Eine weitere Inititative um Spaß an Bewegung zu vermitteln setzt bei Erwachsenen an: Lunch Beat, Tanzen in der Mittagspause. Die Idee stammt aus Stockholm, hat sich aber mittlerweile weiter ausgebreitet. Eine Zukunftsvision – oder doch nicht?

Die Idee dahinter ist einfach: Statt abends nach getaner Arbeit tanzen zu gehen, was die meisten eh nicht machen, weil sie dann zu müde sind, macht man es einfach in der Mittagspause. Sozusagen als kreatives Sportprogramm zwischendurch – um dannach deutlich frischer und kreativer wieder weiterarbeiten zu können. Dabei wird nicht über den Job geredet, sondern getanzt – so wollen es die Regeln.

International erfolgreich, in Berlin ein Reinfall

Dass diese Idee in Schweden entstand, ist dabei kein Zufall: Dort ist es allgemein üblich, in der Mittagspause Sport zu treiben. Längst ist daraus eine internationale Bewegung geworden, die auch in Amerika und Afrika Anhänger hat.  In Deutschland, vor allem in Berlin, das sich gerne als Trendhauptstadt sieht, läuft die Sache jedoch nur schleppend an. Auf der Seite von Lunch-Beat Berlin steht dazu:

Viele, viele Menschen, die ich vom April bis Oktober 2012 gesprochen habe, fanden die Idee “Lunch Beat” klasse. Kommen könnten allerdings die wenigsten. Dadurch wurde es zeitlich und finanziell ein viel zu teuerer “Hobby”, und ich habe die Notbremse gezogen. Ich vermute, dass der eine oder andere enttäuscht sein wird (ich bin es).

Es gibt so eine Idee “Lunch Beat auf Abruf” anzubieten, d.h. wenn sich eine verbindliche Truppe für einen Termin zusammenfindet… Ich gehöre auch zu denen, die die Idee prinzipiell klasse fänden – aber wenn ich an die praktische Umsetzung denke, wird es für mich etwas schwierig: In Berlin sind zum Beispiel die Wege zu weit, um mal eben in der Mittagspause ans andere Ende der Stadt zu fahren und tanzen zu gehen. Und anders als im Fitnesstudio gibt es in Clubs keine Duschen. Da werden sich die Kollegen über den Schweißgeruch hinterher bedanken. Da müsste man mal nochmal über die Praktikabilität nachdenken. Schade, denn eigentlich ist die Idee super!

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