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Weiterbildung finanzieren – 5/13: Qualität einer Weiterbildung – Gütesiegel im Überblick



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Die Frage, ob sich die Weiterbildung für Sie lohnt, sollte aber nur ein Auswahlkriterium sein. Denn wichtig ist auch, die Weiterbildung nach der Qualität der Inhalte zu beurteilen.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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Gütesiegel können helfen

Eine Reihe von Qualitätssicherungskonzepten und Zertifikaten können Ihnen helfen, sich von der Qualität der Weiterbildung ein objektives Bild zu machen. Doch Gütesiegel ist nicht gleich Gütesiegel. Im folgenden erfahren Sie, welches Zertifikat für welche Leistung steht und was Sie als Weiterbildungssuchender damit anfangen können.

Tipp: Neben zahlreichen Gütesiegeln gibt es, ganz praxisnah, die Weiterbildungstests der Stiftung Warentest, die mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt werden. Ihr Vorteil: Sie sind objektiv, detailliert und vermitteln einen umfassenden Überblick über die Weiterbildung. Ihr Nachteil: Sie behandeln nur jeweils kleine Ausschnitte aus dem riesigen Weiterbildungsangebot.

Qualitätskriterien im Überblick

  1. Weiterbildungen, die über die Bundesagentur für Arbeit finanziert werden können, müssen gemäß AZWV zertifiziert sein. Mit dieser Anerkennungs- und Zulassungsverordnung zur Weiterbildung (AZWV) überträgt die Bundesagentur für Arbeit (BA) die Zulassung von Weiterbildungsanbietern und -angeboten unabhängigen, privaten Zertifizierungsagenturen. Da die BA wiederum diese so genannten fachkundigen Stellen prüfen soll, bleibt die BA allerdings zentraler Bestandteil des Anerkennungsverfahrens.
  2. Um die entsprechenden Qualitätskriterien zu erfüllen, müssen Anbieter eine Reihe von Auflagen erfüllen wie z. B. geeignete Räume und vernünftige Unterrichtsbedingungen. Die Dozenten müssen ausreichende Qualifikationen nachweisen, die sie unter anderem durch Zeugnisse belegen müssen. Zudem verpflichtet sich der Bildungsträger, Sie später bei der Wiedereingliederung in den Beruf zu unterstützen.
  3. Doch nicht nur eine Zertifzierung durch das AZWV kann Ihnen bei der Auswahl helfen: Viele Anbieter werben darüber hinaus mit Ihren Qualitätskonzepten oder verweisen auf ihre Qualitätssicherung, bzw. ihr Qualitätsmanagement. Sie tun dies häufig unter Hinweis auf ein Zertifikat nach dem internationalen Normenkomplex DIN EN ISO 9000 ff. Aber Achtung: Geprüft wird dabei nicht die Qualität eines Produkts, also des Weiterbildungskurses, sondern das Verfahren zur Sicherung einer vom Anbieter definierten Qualität. Es geht dabei also vor allem um die Arbeitsabläufe und Organisationsstrukturen innerhalb der Bildungseinrichtung. Hilfreicher ist daher für Sie als Nutzer die Aussage über die Mitgliedschaft in einer häufig regionalen Gütesiegelvereinigung (etwa die Weiterbildung Hamburg e.V.) oder in einem Qualitätsring, zu dem sich verschiedene Anbieter aus einem fachlichen Angebotssegment zusammengeschlossen haben und wodurch diese sich verpflichten, fest definierte Qualitätsstandard für ihre Einrichtungen und Veranstaltungen einzuhalten.
  4. Eine weitere Orientierung bieten Qualitätspreise, deren Ziel es ist, die Weiterbildungsanbieter zu Bestleistungen im Hinblick auf die angestrebte Qualität anzuspornen. Beispiele dafür sind etwa der Weiterbildungsinnovationspreis des BIBB und der europäische Qualitätspreis.

Was zeigen die verschiedenen Konzepte

Insgesamt zeigen Ihnen diese verschiedenen Qualitätssicherungskonzepte, dass die betreffenden Weiterbilder die Ziele der von ihnen angebotenen und durchgeführten Lehrgänge, Seminare usw. ständig überprüfen und verbessern sowie Qualitätsstandards wie z. B. die Ausstattung der Kursräume, Qualifikation der Lehrer, Größe der Lerngruppen usw. einhalten. Allerdings werden in einzelnen Fällen solche Qualitätszertifikate aber auch missbraucht, um Kunden anzulocken. Auf der anderen Seite ist nicht jeder Anbieter ohne bestimmte Qualitätssicherungskonzepte unseriös.

Tipp: Nutzen Sie die allgemeinen Qualitätskriterien für einen ersten Überblick und zu einer Einschränkung des in Frage kommenden Angebotes. Bei der endgültigen Auswahl sollten Sie aber nicht  blind den Qualitätskriterien vertrauen, da diese zu viele Unsicherheiten bieten, sondern das persönliche Gespräch suchen und sich selbst einen Eindruck verschaffen.

In einem persönlichen Gespräch mit dem Weiterbilder sollten Sie darauf achten und gegebenenfalls gezielt danach fragen, ob der Anbieter seine Qualitätsziele (etwa: alle Absolventen des Sprachkurses werden fließend englisch sprechen) erkennbar macht. Aber auch die Verfahren und Instrumente, wie das erreicht werden soll, sollte er klar erläutern. Denn: Wenn er Ihnen verspricht: „Sie werden englisch wie im Schlaf lernen“, sollten Sie misstrauisch werden, denn eine Sprache zu lernen, erfordert viel Eigenleistung. Ehrlicher ist es da, wenn Sie der Weiterbilder direkt darauf hinweist, dass Sie selbst etwas dafür tun müssen und Ihnen z. B. auch das Lehrbuch zeigt. Überlegen Sie sich vorher also genau, nach was Sie fragen möchten

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