Präsentieren & Vortragen wie ein Profi: 2 X 4 Tipps zur perfekten Rede!

Von Gero Teufert (Mehr) • Zuletzt IT-aktualisiert am • Zuerst veröffentlicht am 13.07.2018 • Bisher 5240 Leser, 1833 Social-Media-Shares Likes & Reviews (5/5) • Kommentare lesen & schreiben • Offenlegung & Urheberrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. 

Vom Klassenzimmer bis ins vollverglaste Eckbüro – Präsentationen sind für die meisten Menschen eine Zitterpartie, egal wie alt oder erfolgreich sie sind. Mit der richtigen Vorbereitung und Tipps gegen zu feuchte Hände und zu trockene Münder –   typische Lampenfieber-Symptome – treten Sie gelassener ins Rampenlicht.

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Hilfe eine Präsentation – Nur die Ruhe bewahren!

Am Anfang war die Nervosität. Schon bevor es überhaupt losgeht, werden die Hände schwitzig, der Puls beschleunigt sich, Worst-Case-Szenarien blitzen vor unserem inneren Auge auf. Was, wenn ich mich verspreche? Oder noch schlimmer, wenn ich stolpere? Oder – daran darf ich gar nicht denken – vergesse, was ich sagen will? Eine Präsentation vor Menschen ist immer eine Sondersituation.

Dass der Körper darauf mit seinem naturgegebenen Stressprogramm reagiert, ist völlig normal – und nicht immer schlecht. Ihre Aufmerksamkeit schärft sich, Ihre Muskeln und Organe werden optimal mit Blut und Sauerstoff versorgt. Was vor 2.000 Jahren der schnellen Flucht vor dem Säbelzahntiger dienen sollte, sorgt jetzt dafür, dass Sie ganz besonders leistungsfähig sind. Kurzzeitiger Stress kann uns zu absoluten Überfliegern machen!

4 Tipps gegen Lampenfieber und für eine gelungene Präsentation

Wenn wir allerdings zu nervös werden, kann das schnell ins Negative umschlagen. Die Sprache bleibt weg, der Puls explodiert. Deswegen möchte ich Ihnen ein paar Tipps gegen aufkeimendes Lampenfieber an die Hand geben:

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1. Schokolade hilft immer

Gute Nachrichten für alle Naschkatzen: Der Kakao in Schokolade enthält Substanzen, die dabei helfen, die Konzentration zu steigern.

Essen Sie einfach 30 Minuten vor Ihrem Auftritt zwei Stücke Schokolade (keine ganze Tafel!) mit hohem Kakaoanteil – Milchschokolade hilft hier leider eher weniger.

2. Lampenfieber ist nicht per se schlecht

Wie eben bereits erwähnt, ist das Lampenfieber nicht immer etwas Schlechtes. Sehen Sie es als ein Zeichen, dass Ihr Körper sich auf eine außergewöhnliche Situation einstellt.

Lernen Sie, Ihre Aufgeregtheit zu akzeptieren statt sie mit aller Kraft niederzukämpfen. Oftmals reicht das schon, um den Blutdruck wieder etwas zu senken.

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3. Wasser belebt

Stellen Sie sich vor Ihrem Vortrag ein Glas stilles Wasser in Griffweite. So können Sie zwischendurch immer wieder Ihren Mund befeuchten.

Übrigen: Nehmen Sie wirklich stilles Wasser. Sprudel eignet sich weniger gut, da die Kohlensäure Sie aufstoßen lässt.

4. Fragen Sie am Ende nicht nach Fragen

Der letzte Satz Ihrer Präsentation hat mit Abstand die größte Wirkung auf Ihr Publikum. Nur wenige Vortragende nutzen diese Chance. Häufig endet ein Vortrag so: „Ähm, das war’s. Haben Sie noch irgendwelche Fragen?“ Was zunächst höflich klingt, ist eigentlich ein schlechtes Ende für Ihre Präsentation.

Das gilt insbesondere für den Fall, dass Sie vor einem schweigenden Publikum stehen, in dem niemand eine Frage stellen will und Sie dann irgendwann kleinlaut die Bühne verlassen. Wie es besser geht, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen.

4 Tipps zur optimalen Präsentations-Vorbereitung

Sie haben eine PowerPoint-Präsentation vorbereitet? Oft ist die Versuchung dann groß, sich ans Rednerpult zu klammern und sich hinter seinen Folien zu verstecken. Die gute Nachricht: Wenn Sie die folgenden Faktoren beachten, stielt Ihnen die Präsentation nicht die Show – sondern trägt entscheidend zum Erfolg Ihrer Rede bei.

1. Präsentation heißt nicht PowerPoint

Visualisierung ist wichtig, da sind sich alle einig. Leider gibt es immer wieder und immer noch Präsentationen, die sich zu einem Großteil auf PowerPoint stützen – und zwar nicht nur für die begleitende Bildpräsentation. Das Tool wird häufig gleichzeitig als Handout und Notizzettel des Redners genutzt. Mein Tipp: Lassen Sie die Textfolien weg. Alle Textfolien! Als Gedankenstütze können Sie kleine Rednerkarten mit den wichtigsten Stichpunkten vorbereiten.

Und auch wenn es mehr Aufwand bedeutet: Die Unterlagen für Ihre Teilnehmer sollte nicht schlicht die gedruckte PowerPoint-Datei sein. Hier sollten sich im Gegensatz zu den Folien Erklärungen und weiterführende Hinweise finden. Wenn Sie das alles bereits in Ihre Präsentation packen und per Beamer hinter sich auf die Wand werfen – wer soll Ihnen dann noch zuhören?

2. Seien Sie minimalistisch

„Ach, das könnte ich auch noch mit reinnehmen“ oder „Hier sollte ich vielleicht noch ein wenig mehr ins Detail gehen.“ Kommen Ihnen diese Gedankengänge bekannt vor? Viele Menschen glauben, je mehr Informationen sie verarbeiten, desto besser ist die Präsentation.

Das Gegenteil ist der Fall. Statt links und rechts des Weges noch alle Infohappen mitzunehmen, konzentrieren Sie sich lieber auf eine wichtige Botschaft, die Sie dann in der Folge emotional aufgeladen und mit Begeisterung vermitteln. So bleibt bei den Zuschauern etwas hängen – bestenfalls genau das, was Sie wollen!

3. Kommen Sie auf die dunkle Seite der Macht!

Bauen Sie statt der nächsten Infografik oder des 50. Bildes zwischendurch mal eine schwarze Folie in Ihre Präsentation ein. Wenn es auf der Leinwand nichts mehr zu sehen gibt, liegt die Aufmerksamkeit des Publikums wieder ganz bei Ihnen. Glauben Sie mir: Dieser überraschende visuelle Effekt unterstützt Sie bei weitem besser als das 20. Kuchendiagramm.

4. Beenden Sie den Vortrag mit einem Appell

Besser: Bevor Sie zum Abschluss Ihrer Präsentation oder Ihres Vortrags kommen, deuten Sie an, dass Sie für Fragen gern nach der Präsentation zur Verfügung stehen. Dann beenden Sie Ihre Rede mit einem klaren Appell an das Publikum.

Dieser Appell ist ein prägnanter, wirkungsvoller Abschluss Ihrer Präsentation, der dem Publikum nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

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