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Von Wölfen lernen für die Führungsarbeit – Teil 1: Sein statt Wollen



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Bildrechte: Bildmaterial von Monika B. Paitl.

24. Februar 2014. Um 13.00 Uhr verlassen wir Wien in Richtung nördliches Niederösterreich. Ziel unserer Fahrt an diesem strahlenden, sonnigen Vorfrühlingstag ist das Wolfsforschungszentrum Ernstbrunn. Dort erwartet uns ein Nachmittag unter Wölfen. Ein Direktkontakt, mitten im Gehege.

MP und Wolf auf Tisch - IMG_4760 Kopie


Hier schreibt für Sie:

 

103Monika B. Paitl ist Inhaberin der PR-Agentur communications9, war u.a. Assistentin des österreichischen Botschafters bei der OECD und hat die PR diverser Konzerne betreut.

Profil


Die Wölfe warten …

Mit jedem Kilometer steigt meine positive Aufregung und Spannung. Ich frage mich: Wie wird es ablaufen? Was für ein Gefühl wird es sein, das Gehege zu betreten? Wie werde ich auf die Wölfe reagieren oder – noch wichtiger – diese auf mich?

Im Forschungszentrum begrüßen uns Prof. Dr. Kurt Kotrschal, der Leiter des Forschungszentrums und Patricia Staniek, die Entwicklerin und Coach der Wolf Experience. Wir sind eine Gruppe von zehn Personen.

 Augenhöhe zu den Wölfen herstellen

Der Besuch beginnt im Seminarraum des Zentrums mit Informationen über das Verhalten der Wölfe und ein paar Sicherheitsinstruktionen. Wir sollen hektische Bewegungen vermeiden, uns selbstsicher bewegen. Wenn wir echten Kontakt aufbauen wollen, bringt Stehen-Bleiben nichts.

Wir müssen Augenhöhe herstellen, indem wir in die Hocke gehen und den Boden berühren. Nach einem letzten Sicherheitscheck – lange Haare hochstecken, alles was Plüsch oder Fell ist an der Kleidung abnehmen, den Schmuck entfernen – marschieren wir mit den erfahrenen Mitarbeitern des Forschungszentrums rund um Prof. Kotrschal und Patricia Staniek los in Richtung Gehege. Die Wölfe warten.

Erste Direktkontakte

Als wir uns dem umzäunten großen Areal nähern, traben sofort drei Wölfe an. Sie kommen nahe zum Zaun und beobachten uns. Sehr intensive Blicke sind das, aus wunderschönen gelb-braun bis grün-gesprenkelten Augen. Ich habe nun doch ein leicht mulmiges Gefühl, aber die Freude, hier gleich eine Grenzerfahrung machen zu dürfen, überwiegt.

Im Gänsemarsch betreten wir das Gehege und stellen uns – wie instruiert – in einem Halbkreis auf. Nun gewöhnen sich die Wölfe an uns, und wir an die Wölfe. Die ersten „tapferen“ der Gruppe gehen schon in die Hocke. Ich folge diesem Beispiel.

Nur nichts erwarten

Plötzlich überkommt mich große Ruhe. Ich erwarte nichts, bin ganz im Moment, genieße die Sonne und schließe einen Moment kurz die Augen. Plötzlich spüre ich eine Berührung an meiner ausgestreckten Hand, eine feuchte Schnauze hat sich herangewagt und schnüffelt an meinen Fingern.

Ich öffne die Augen und vor mir steht Nanuk – der Leitwolf des Rudels. Er blickt mir in die Augen, ich in seine. Was für ein unglaublicher Moment. Instinktiv habe ich das gemacht, was im Umgang mit den scheuen Wesen, die Wölfe nun mal sind, richtig ist. Nichts erwarten, kein Dominanz-Gehaben an den Tage legen, sie nicht anlocken wollen. Gar nichts wollen. Loslassen und im Moment sein. Dann und nur dann nähern sie sich an.

Der Wolf als Spiegel unserer Persönlichkeit

Was für eine Lektion! Und genau darum geht es bei dieser Wolf-Experience. Wir dürfen durch die Wölfe lernen, dass nicht wir bestimmen, was passiert. Wölfe streicheln und einen schönen Nachmittag verbringen, ist nicht das wirkliche Ziel dieser Erfahrung.

Vielmehr geht es darum, unser eigenes Verhalten in der Gesellschaft und im Business besser kennenzulernen. Die Wölfe, mit ihrer Scheue und Sensibilität sind hier ein perfekter Spiegel.

Aufhören zu wollen!

Wer unbedingt – ich will, ich will – den Wolfskontakt herbeizuzwingen versucht, wird wahrscheinlich keinen bekommen. Egal ob Manager oder bekannter Politiker, PR-Beraterin oder Journalist, im Wolfsgehege sind wir alle eins. Die Wölfe entscheiden, ob sie uns nahekommen wollen oder nicht.

Meine persönliche Sternstunde an diesem Nachmittag: Als ein Wolf sich mir nähert und seine Vorderpfote auf meine linke ausgestreckte Hand legt. Ich habe keine Angst, nur große Freude über diesen Vertrauensbeweis. Selten habe ich mich so eins mit der Natur und vor allem mit mir selber gefühlt wie in diesem Moment.

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    Fortsetzung meines persönlichen Berichtes über die Wolf-Experience. #Patricia #Staniek. #Wölfe. #Manager #Profiling

  3. Monika Paitl

    So habe ich die #Wolf-Experience erlebt.
    via @SimoneJanson.
    #Patricia Staniek #Wölfe

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    Von Wölfen lernen für die Führungsarbeit – Teil 1: Sein statt Wollen: 24. Februar 2014. Um 13…. #Beruf #Bildung

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