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Wissenschaftlich arbeiten in 8 Schritten -2/2: Vom Aufbau zum Lektorat



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Wissenschaftliches Arbeiten zu beherrschen kann entscheiden sein – nicht nur für den erfolgreichen Abschluss eines Studiums, sondern auch für die weiter Karriere. Teil 2 unserer 8 Schritte, die zeigen, worauf zu achten ist.

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Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Schritt 4: Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit

Eine wissenschaftliche Arbeit folgt einem genauen Aufbau. Sie besteht in der Regel aus: Deckblatt, Inhalts- und Abkürzungsverzeichnis, Eidesstattliche Erklärung, Abstract, Vorwort, Hauptteil, Literatur- und Quellenverzeichnis und Anhang.

Die Eidesstattliche Erklärung muss man nur bei Abschlussarbeiten und Dissertationen unterschreiben. Hierin wird erklärt, dass man die Arbeit ohne fremde Hilfe verfasst hat. Das Abstract, auch Zusammenfassung genannt, gibt Informationen darüber, was in der Arbeit gemacht wird und welche Ergebnisse daraus resultieren.

In umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten (v. a. Dissertationen und Habilitationen) ist es möglich und oft üblich, ein Vorwort mit persönlichen Beweggründen und Danksagungen zu schreiben. Der Haupttext schließlich gliedert sich in Einleitung, Hauptteil und Schlussteil, wobei die Einleitung eine Art Wegweiser durch den Hauptteil darstellt, wohingegen der Schlussteil die wichtigsten Thesen nochmals zusammenfasst.

Schritt 5: Wissenschaftliches Schreiben

Der wissenschaftliche Schreibstil ist durch Komplexität, Fremdwörter sowie durch einen hohen sprachlichen Anspruch geprägt. Dadurch sind diese Texte zwar schwieriger zu lesen, zu verstehen und zu schreiben. Dennoch ist dieser Schreibstil notwendig, um Informationen objektiv und eindeutig vermitteln zu können.

Üblich sind z. B. die Verwendung des Passiv, bei dem der Leser nicht direkt angesprochen wird. Auch auf Ich-Formulierungen ist zu verzichten. Der Gebrauch von Fachbegriffen ist notwendig, um die Materie exakt zu bezeichnen. Wortwiederholungen sind in wissenschaftlichen Texten nicht zwangsläufig ein stilistischer Fehler, denn es sollen immer dieselben Fachtermini auf denselben Sachverhalt hinweisen. Mehrere kurze Sätze statt Schachtelsätze erhöhen die Lesbarkeit. Umgangssprache, Dialekt, Ironie und Humor dürfen in wissenschaftlichen Arbeiten nicht verwendet werden.

Schritt 6: Zitieren

Aus einem wissenschaftlichen Text muss immer unmissverständlich hervorgehen, welche Ideen, Aussagen und Gedankengänge wörtlich oder indirekt aus fremden Quellen übernommen wurden. Diese müssen durch Literatur- und Quellenangaben gekennzeichnet werden, damit die Leser einen Sachverhalt jederzeit nachprüfen können. Man sollte daher alle Quellenangaben zu einem Zitat sofort dazu schreiben, das erspart hinterher lästiges Suchen.

Nicht nur schriftliche Aussagen müssen zitiert werden, sondern auch Abbildungen, Tabellen oder Daten. Nur Allgemeinwissen und Sachverhalte, die zum grundlegenden Wissen der Studienrichtung gehören, müssen nicht belegt werden.

Dabei gibt es verschiedene Zitierweisen: In der deutschen Zitierweise steht hinter jedem Zitat eine hochgestellte Ziffer, die sich auf eine Fußnote mit dem Quellenbeleg bezieht. Bei der Harvard-Methode werden die Quellenverweise als Kurzverweis, der sich auf das Literaturverzeichnis bezieht, direkt hinter den Zitaten in Klammer geschrieben. Welche zitierweise verwendet wird, hängt von den Konventionen des jeweiligen Instituts bzw. Fachbereichs ab. Am besten klärt man dies im Vorfeld mit dem Betreuer.

Schritt 7: Formatieren

Der formale Gesamteindruck einer Arbeit kann zu einer schlechteren Bewertung führen. Denn bei einem unkonventionellen Layout ist der Leser von der Optik der Arbeit abgelenkt, die Konzentration auf das Wesentliche fällt schwerer. Zudem soll die Arbeit ja auch zeigen, das der Autor die wissenschaftlichen Konventionen beherrscht. Viele Institute geben entsprechende Anleitungen heraus: Sie enthalten in der Regel Informationen zu Seitenrändern, Schriftgröße (meist 12 Pt) und Schriftart (Arial oder Times New Roman), Blocksatz, Zeilenabstand (meist 1,5-zeilig), Formatierungen von Überschriften und Fußnoten.

Wichtig: Überschriften, Verzeichnisse, Fußnoten und Tabellen sollten eine einheitliche Form aufweisen. Quellenangaben und Verzeichnisse sollten fehlerfrei, einheitlich und vollständig sein.

Schritt 8: Lektorat

Eine wissenschaftliche Arbeit sollte nicht nur formal einheitlich sein und den Konventionen entsprechen, der Autor sollte auch zeigen, dass er mit wissenschaftlichen Quellen gut umgehen kann und in der Lage sein, einen sprachlich einwandfreien Text zu verfassen. Tippfehler, Rechtschreibfehler, Grammatikfehler und eine holprige Ausdrucksweise sollten in wissenschaftlichen Arbeiten nicht vorkommen.

Da man seine eigenen Fehler in der Regel nicht sieht, hilft es die Arbeit von Dritten korrigieren oder lektorieren zu lassen. Entweder erledigen das Kommilitonen, Freunde oder Familienmitglieder, die oft genug nicht über ausreichend Zeit verfügen, oder ein professionellen Korrektor bzw. Lektor. Letztere sind in der Regel Fachleute, die sich mit wissenschaftlichen Konventionen auskennen und so besser auf fehlerhafte formale Gestaltung, falsche Zitierweisen oder unklare Formulierungen hinweisen, als Laien das könnten.

Bezüglich des Umfangs ist folgender Unterschied zu beachten: Eine Überprüfung der Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion wird als „Korrektorat“ oder „Korrekturlesen“ angeboten. Ein „Lektorat“ hingegen umfasst zusätzlich eine stilistische Überprüfung, sodass gewährleistet ist, dass Deine Formulierungen verständlich und prägnant sind. Man sollte im Vorfeld genau klären, welche Aufgaben ein Korrektor oder Lektor übernimmt.

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