EnglishGerman

Wirkung statt Leistungsgesellschaft 1/2: Sinn statt Qualität



Nächster Teil



Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Die Leistungsgesellschaft ist tot! Es lebe die Wirkungsgesellschaft! Qualität ist gut, aber Emotionen sind wirklich "Sinn-voll"! Denn: Qualität kann nicht sprechen, aber Gefühle geben unserem Leben Sinn.

Wirkung statt Leistungsgesellschaft 1/2: Sinn statt Qualität


Hier schreibt für Sie: Stefan Dudas ist Business-Experte für Sinngebung. Profil

Weitere Infos & Leistungen? Werden Sie Mitglied oder profitieren Sie von unserem regelmäßigen Newsletter!

Weg mit dem Kontrollwahn

Auch wenn allgemein angenommen wird, dass Qualität für sich selbst spricht: Statt durch Qualität zu überzeugen, brauchen wir mehr Emotionen und Sinn! Um in Zukunft eine Chance zu haben, muss sich das Denken in den Unternehmen wandeln.

Bevor ein Produkt auf den Markt kommt, wird es getestet, geprüft, reglementiert und mehrfach optimiert. Erst dann wird die Neuheit angeboten. Doch leider werden viele Dienstleistungen und Produkte weit unter ihrem Wert verkauft. Wir sind so auf die Qualität fixiert, dass wir oft vergessen, wie wir das „Ding“ an die Kunden bringen sollen.

Ungesundes Understatement

Nicht nur bei Produkten und Dienstleistungen achten wir zu wenig auf Wirkung. Das wirklich Tragische ist, dass wir dies auch bei uns vernachlässigen. Warum ist das so? Bereits als kleines Kind lernen wir, nicht zu viel Gutes über sich selbst zu reden; sich selbst nicht zu sehr in den Vordergrund zu rücken.

Das könnte arrogant oder eingebildet wirken. Was sagen denn die Nachbarn, Freunde und Co.? Unbewusst begleitet dieses Denkmuster viele ein Leben lang. Deshalb heißt es umlernen: Wie stellen wir uns also besser dar? Wie erhöhen wir unsere Wirkung?

Businessthema Selbstwertgefühl

Bezeichnenderweise beginnt Selbstwertgefühl bei sich selbst. Und da spürt jeder sofort, ob es sich um ein aufgesetztes Wunsch-Selbst oder um das echte und authentische Selbst handelt. Doch wie erlangt man Selbst-Sicherheit und mehr Selbstwert-Gefühl?

Indem man wirklich und echt sicherer wird. Dazu muss man wissen, was man wirklich will und wer man ist im Leben. Für viele klingt das vielleicht nicht nach einem „Business-Thema“ – und doch ist es eines. Kunden und Mitarbeiter bemerken intuitiv, ob ein Unternehmer oder eine Führungskraft „sicher“ ist.

Führungsqualität Selbstwert

Nur Führungskräfte, welche die Sicherheit des Selbstwertes in sich tragen und ausstrahlen, können souverän den täglichen Herausforderungen ihrer Arbeit entgegensehen.

Leider sind in den wenigsten Leadership-Ausbildungen Wirkung, Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit überhaupt ein Thema.

Unreflektierte Führungskräfte werden zur Gefahr für das Unternehmen

Eine große Gefahr stellen unreflektierte Führungskräfte dar. Sie können den schleichenden Tod eines Unternehmens einleiten. Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens sind heutige – und noch mehr künftige – Mitarbeiter nicht länger bereit, jemandem zu folgen, der nicht weiß, warum welches Ziel erreicht werden soll.

Und zweitens steht für die Generationen Y und Z die Sinnfrage wesentlich mehr im Zentrum. Die neuen Mitarbeiter nehmen nicht mehr blindlings jede Beförderung mit mehr Geld und bezahltem Auto an. Sie wägen vielmehr sehr genau ab, welche Mehrleistung im Gegenzug erwartet wird. Sie hinterfragen den Sinn ihres Tuns.

Mit Transparenz umgehen lernen

Der Show-Faktor in den Unternehmen ist nach wie vor sehr hoch. Immer in der Hoffnung, dass der Kunde die Eigendarstellung abkauft. Doch die Zeiten, in denen das noch funktionierte, sind endgültig vorbei. Vieles, was in Leitbildern und Imagebroschüren geschrieben steht, ist das Papier nicht wert, auf das es gedruckt wurde.

Alles wird brutal transparent. Ein Blick auf einschlägige Bewertungsplattformen genügt und die Realität kommt zum Vorschein. Denn hier beurteilen Mitarbeiter, Bewerber und Auszubildende die Unternehmen nach sehr vielen Kriterien. Unternehmer wie auch Mitarbeiter müssen lernen, mit dieser neuen Transparenz umzugehen.

Mehr Emotionen bitte!

Eine gute Werbung unterscheidet sich von einer schlechten, weil sie Emotionen auslöst. Auch wir müssen Emotionen auslösen, wenn wir uns „gut verkaufen“ wollen, sei es bei einem Bewerbungsgespräch oder bei einem Netzwerk-Anlass.

Das gleiche gilt für Unternehmen. Doch überzeugen diese ihre Kunden tatsächlich mit Qualität und Emotionen? Nein, meistens nur mit ZDF – Zahlen, Daten, Fakten. Doch die berühren nicht und werden leicht wieder vergessen.

Sinn wird zum Pflichtthema

Der Kunde aber will wissen, „warum“ dieses Produkt oder diese Dienstleistung besser ist als andere. Er will den „Sinn“ erkennen.

Sinn wird also zum Pflichtthema in den Unternehmen. Nicht nur, damit es allen etwas mehr Spass macht, da zu arbeiten, sondern auch, damit Kunden das Unternehmen positiv wahrnehmen.

Mehr Informationen? Nutzen Sie unsere E-Kurse & persönliche Beratung


E-Kurse Beratungberufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. Uwe

    Toller Ansatz, der Gedanke weg von der Leistungsgesellschaft hin zu mehr Sinnhaftigkeit im Unternehmen gefällt mir gut.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.