Ware als Werbestrategie: Wenn Originalität sich auszahlt

Von Simone Janson (Mehr) • Zuletzt IT-aktualisiert am • Zuerst veröffentlicht am 25.05.2012 • Bisher 7147 Leser, 1158 Social-Media-Shares Likes & Reviews (5/5) • Kommentare lesen & schreiben • Offenlegung & Urheberrechte:  Bildmaterial selbst erstellt vom Verlag. 

Aufwändige Werbekampagnen, angestrengtes herumgetwittere, nerviges Kundenbelästigen? Pah! Manchmal ist die beste Werbung einfach gute, originelle Ware, die aktuellen Trends folgt – wie diese zwei Beispiele für DIY-Möbel zeigen.

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Gutes Design muss nicht teuer sein

Über den Do-it-yourself-Trend als erfolgreiche Zukunftsbranche hatte ich schon 2009 in einem Buch geschrieben. Ein Architekt und Designer aus Berlin ist damit nun bekannt geworden.

Nach dem Motto „Gutes Design muss nicht teuer sein“ hat er schlichte, praktische und kostengünstige HartzIV-Möbel entwickelt, schreibt und spricht über seine Idee und macht anderen so Mut – so in diesem tollen Video.

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Wer steckt dahinter?

Van Bo Le-Mentzel ist 1977 in Laos geboren und 1979 nach Deutschland geflohen. In seiner Jugend war er in Berlin-Wedding als Graffiti-Künstler und Rapper aktiv. Er absolvierte erfolgreich sein Architekturstudium an der Beuth Hochschule für Technik Berlin. Während seines Studiums war er u.a. bei KISS FM als Radiomoderator tätig.

Le Van Bo ist Initiator mehrerer Projekte wie z.B. „Underground Classic”, bei dem U-bahn Musiker (zumeist arbeitslose Jugendliche) auf Musiker der Deutschen Oper treffen. Weiterhin ist er im Verein DeutschPlus – Initiative für eine plurale Republik – engagiert. Seit 5 Jahren arbeitet er als Stratege bei dan pearlman im Bereich Markenarchitektur.

Vom Tischlerkurs zum HartzIV-Möbel

Anfang 2010 absolvierte der junge Architekt erstmals einen Tischler-Wochenendkurs an der Berliner Volkshochschule, bei dem er den 24 Euro chair erfand.

Zunehmend an Bekanntheit gewann er durch die Entwicklung der Hartz IV Designermöbel zum Selbstbau mit geringem Kostenaufwand und durch sein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt zur Finanzierung des Hartz IV Möbelbuchs auf startnext.de.

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Vom Crowdsourcing zur Verlags-Entdeckung

Bau-Anleitungen für seine sogenannten Hartz-IV-Möbel als Buch herausgegeben, das nicht nur via Crowdfunding finanziert wurde, sondern auch über Crowdsourcing entstand – und das dabei von einem Verlag entdeckt wurde. Dazu schreibt SPON:

Über Facebook wurde über den Inhalt des Buches diskutiert. Ohne das Internet wäre das Buch nicht denkbar, in ihm stecken die Ideen und die Unterstützung einer Menge von Menschen. Und statt der üblichen Autorenzeile steht auf dem Buch: „Le Mentzel und The Crowd“.
Tolle Idee, mehr davon!

berufebilder

DIY-Vorschlag aus England

Ein anders tolles DIY-Produkt kommt aus England. Eine rollbare Liege die aus zwei Einkaufskörben zusammengebaut wurde. Hingucker garantiert! Gefunden habe ich dieses Schmuckstück im englischen St. Ives, das ganz im Westen der Insel, etwas weniger verregneten Cornwall liegt. Rosamunde Pilcher lässt grüßen! Jedenfalls wäre St. Ives ein schnuckeliges, kleines Fischerdorf mit hübschen, weißen Häusern und traumhaft türkisfarbenem Wasser (leider viel zu kalt zum Baden, brrrr…).

Wenn da nicht die Heerscharen vor allem englischer Touristen wären, die den Ort jeden Sommer heimsuchen. Daher reihen sich in den schmalen Gassen auch Touristenkitschläden, Pseudo-Kunstläden und Gallerien aneinander. Wer da mit seinem Laden auffallen will, der muss sich in jedem Fall etwas einfallen lassen.

Originell sein ist alles!

Die Besitzer des kleinen Ladens Beaten Green haben das getan und sind auf diese originell Idee gekommen: Sie schweißten und hämmerten, wie man mir im Laden auf Nachfrage sagte, zwei Einkaufskörbe zu einem sehr originellen Liege-Stuhl zusammen.

Das Ding ist wahrscheinlich, mit ein paar Kissen, richtig bequem, praktisch zum wegrollen (z.B. beim Putzen) und in den Materialkosten recht billig  (je nachdem wo man sich die beiden Einkaufswägen beschafft). Und auch wenn es sicher nicht jedem so gut gefällt wie mir, ist das Ding doch wirklich ein Hingucker, der jede Menge Kunden in den Laden lockt.

Do-it-yourself-Trend angepasst an Kundenbedürfnisse

Nur eines ist die Einkaufswagen-Liege vermutlich nicht: handlich. Der normale Tourist, der in St. Ives mit PkW, Familie und Gepäck besucht dürfte ebenso Schwierigkeiten haben mit dem Wegkarren wie Bus- oder Zugtouristen. Mal ganz zu schweigen von uns, die wir zu Fuß mit dem Rucksack unterwegs waren. Und nu?

Die freundliche Verkäuferin in dem originellen Vintage-Laden hatte auch gleich die passende Lösung parat: Denn man verkauft nicht etwa die ganze Liege, sondern einfach eine Anleitung, wie man das Ding zu Hause selbst nachmachen kann. Was für eine geile Idee.

Nur mit der Website, dass muss Beaten Green noch etwas üben: Ein paar schöne Fotos und Hinweise auf diese unglaublich originellen Produkte fehlen leider. Schade, dass bislang nur die Besucher von St. Ives in den Genuss dieser Idee kommen.

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5 Antworten zu „Ware als Werbestrategie: Wenn Originalität sich auszahlt“

  1. Christina Hansen

    Wohl wahr: Originalität zahlt sich aus! Heutzutage werden die Menschen teilweise mit teuren Waerbekampagnen überhäuft, die dann zudem nicht einmal originell sind. Demnach zahlt es sich häufig aus, einfache Dinge zu produzieren, die nicht teuer sind und trotzdem die Menschen begeistern.

    1. Simone Janson

      Ja, das fand ich eben auch. Und diesese Produkt war eben besonder orginell – und ist mir daher ja auch sofort aufgefallen :-)

  2. Doktor Tour

    Ware als Werbestrategie: Wenn Orginalität sich auszahlt | Simone … #socialtourismus

  3. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Ware als Werbestrategie: Wenn Orginalität sich auszahlt

  4. KompetenzPartner

    Ware als Werbestrategie: Wenn Orginalität sich auszahlt: Aufwändige Werbekampagnen, angestrengtes h…

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