Weingut Hench: Biodynamische Philosophie als Erfolgsrezept in Churfranken
Das Weingut Hench in Bürgstadt (Churfranken) ist ein Familienbetrieb, der jahrhundertealte Tradition mit einer zutiefst naturphilosophischen Wirtschaftsweise verbindet.

- Naturphilosophie seit 1563
- Durch Krankheit zum biodynamischen Weinanbau
- Entbehrungsreich zum Ziel
- Philosophischer Ansatz: Die Zukunft liegt in der Vergangenheit
- Biodynamische Anbaumethoden
- Der lebendige Weinberg sorgt für mehr Geschmack
- Weinbereitung: So wenig wie möglich, so viel wie nötig
- Top Bücher zum Thema
- Text als PDF lesen
- eKurs on Demand buchen
- Individuelles eBook nach Wunsch
- Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Naturphilosophie seit 1563
Das Weingut Hench in Bürgstadt zählt zu den faszinierendsten Beispielen biodynamischen Weinbaus in Deutschland. Auf knapp sieben Hektar entstehen hier terroirgeprägte Weine, die ohne technischen Schnickschnack auskommen und dennoch Weinführer wie den Eichelmann überzeugen.
Der älteste Teil des Anwesens, mitten im Ortskern von Bürgstadt gelegen, geht bereits auf das Jahr 1563 zurück. Damals war der Weinbau fester Bestandteil eines gemischt-landwirtschaftlichen Familienbetriebs – mit Tieren, Ackerbau und Reben, also fast schon unbewusst biodynamisch, wie Burkhard Hench es heute rückblickend beschreibt. Das Anwesen blieb stets in Familienbesitz und entwickelte sich über Generationen hinweg kontinuierlich weiter. In den letzten 50 Jahren richtete sich der Fokus zunehmend auf den Rotweinanbau – eine Vorreiterolle in der Region, die Churfranken heute bei Weinkennern weltweit bekannt macht.
Durch Krankheit zum biodynamischen Weinanbau
Ab 1980 wurde der Betrieb erweitert und 1996 ein neuer Weinkeller errichtet, der direkt an den historischen Gewölbekeller anschließt. Unter dem heutigen Senior-Chef Burkhard Hench erfolgte die Spezialisierung auf reinen Weinbau; seit 2007 arbeitete er biologisch, seit 2013 offiziell biodynamisch – und vor wenigen Jahren kam die Demeter-Zertifizierung hinzu.
Wissen, das wirkt!
Laden Sie das PDF zum Text bzw. den eKurs herunter oder bestellen Sie das Buch zum Thema im Shop oder per Klick auf das Cover: [*Anzeige]
Den Ausschlag, vom konventionellen Weinanbau abzuweichen, gab für Hench letztlich die Asthma-Krankheit seines Sohnes Peter, der den Betrieb heute auch führt. „Wir haben uns dadurch ausführlich mit Schadstoffen, Allergien, Ernährung und ökologischer Landwirtschaft beschäftigt und schließlich die ganze Produktion umgestellt.“
Dabei zählt nicht alleine das wirtschaftliche Ergebnis, sondern die Gesundheit des Bodens, die Vielfalt der Natur und das harmonische Nebeneinander von Mensch und Natur. Statt Gewinnmaximierung steht der lebendige Weinberg im Vordergrund. Diese Überzeugung spiegelt sich auch in der Mitgliedschaft bei Slow Food, FÖW und PIWI International wider.
Entbehrungsreich zum Ziel
Natürlich hätten am Ort einige blöd gescheut, als er damals anfing, Biowein zu produzieren, blickt Burkhard Hench zurück. „Aber wir hatten uns das nun mal so vorgenommen und wollten das dann auch so umsetzen“, berichtet Hench und ihm ist dabei anzumerken, dass die Anfänge seines Bio-Betriebes nicht immer einfach gewesen sein dürften und dass der Aufwand mitunter deutlich größer ist als bei konventionellen Betrieben.
Zum Beispiel, wenn der Regen Schädlingsbekämpfungsmittel wieder abspült: „Dann müssen wir eben ein paar Mal mehr rausfahren, um immer wieder biodynamisch zu spritzen. Die Reblaus ist immer präsent“, so der Winzer. Gleichzeitig macht er aber klar, dass man Bio nicht zur Religion erheben dürfe, auch wenn mittlerweile auch konventionelle Winzer nicht mehr an biodynamischen Anbaumethoden vorbeikämen: „Es gibt heutzutage Ein ganz anderes Bewusstsein für Schadstoffe wie Glyposphat und auch für den Tourismus ist es besser, wenn Spaziergänger nicht in Düngemittelwolken herumlaufen“, erläutert Hench.
Reisen. Menschen. Erfolge.
Inspirierende Orte erleben und Erfolge gestalten dank unserem Shop, Rabatte dazu per Newsletter, mehr auf unseren Fokus-Seiten: [*Anzeige]Philosophischer Ansatz: Die Zukunft liegt in der Vergangenheit
Burkhard Henchs Sohn Peter bewirtschaftet heute drei Lagen rund um Bürgstadt führt die Philosophie konsequent fort; beide Generationen und ihre Frauen Helene und Ramona arbeiten gemeinsam im Weinberg und Keller.
Das Leitmotiv des Weinguts lautet daher auch: „Manchmal liegt die Zukunft in der Vergangenheit.“ Gemeint ist damit die Rückbesinnung auf ursprüngliche Anbau- und Weinbereitungsweisen, die durch Versuchsjahre auf einzelnen Parzellen immer tiefer verfeinert wurden. Inspiriert von den Denkern Rudolf Steiner, Maria Thun und Hildegard von Bingen versteht die Familie Hench den Weinberg als lebendiges Ökosystem, das man nicht beherrschen, sondern begleiten soll.
Biodynamische Anbaumethoden
Die Böden bestehen aus Buntsandsteinverwitterungserde – warm, rot, mineralisch – und geben den Weinen ihre typische Fruchtigkeit mit moderatem Alkohol. Rund 65% der Rebfläche entfallen auf Burgundersorten. Oberhalb der Weinberge liegt Wald, der als natürlicher Wasserspeicher fungiert und das Mikroklima kühlt. Die praktische Umsetzung der biodynamischen Philosophie umfasst ein breites Spektrum naturnaher Maßnahmen:
Einen zentralen Baustein der Weinbergpflege bildet die gezielte Begrünung mit Leguminosen und Wildkräutern, die alle drei bis vier Jahre neu eingesät wird, um Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität zu fördern. Bei jungen Rebstöcken bleibt zunächst jede zweite Reihe frei, damit die Reben sich ohne Konkurrenz etablieren können. In den Wintermonaten übernimmt der örtliche Schäfer einen weiteren Teil der Pflege, indem er seine Herde durch die Weinberge ziehen lässt – eine natürliche und maschinenfreie Methode, die gleichzeitig den Boden belebt. Durch die Einsaat von Wiesenblumen unterschiedlicher Farben werden gezielt Bestäuber angelockt, die das Ökosystem Weinberg als Ganzes stärken.
Der lebendige Weinberg sorgt für mehr Geschmack
Anstelle chemisch-synthetischer Mittel setzt das Weingut ausschließlich auf pflanzliche Präparate wie Schachtelhalm, Kamille und verschiedene Pflanzenauszüge, die die Reben widerstandsfähiger machen. Herbizide und synthetische Düngemittel haben im Betrieb keinen Platz. Der Boden wird stattdessen mit selbst hergestelltem Kompost versorgt, der die Mikroorganismen im Erdreich fördert und die natürliche Bodenfruchtbarkeit langfristig erhält. Ergänzt wird dieses Konzept durch den klassischen biodynamischen Einsatz von Kuhhörnern nach Rudolf Steiner – ein Symbol für das Verständnis des Weinbergs als lebendigen, in sich geschlossenen Organismus.
Biodynamisch bewirtschaftete Trauben werden kleiner und dickschaliger – das macht sie nachweislich weniger anfällig für die gefürchtete Kirschessigfliege. Den Erntezeitpunkt bestimmt nicht der Kalender, sondern Aroma und Geschmack der Trauben – eine zutiefst handwerkliche Entscheidung. Die Ernte erfolgt ausschließlich per Hand, mit 15–20 ortsansässigen Helfern, die das Weingut kennen und ihm verbunden sind.
Weinbereitung: So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Im Keller gilt das Prinzip der Nicht-Intervention: Rotweine vergären traditionell auf der Maische und reifen in Eichenfässern unterschiedlicher Größe. Reserve-Weine und besondere Cuvées durchlaufen spontan die malolaktische Gärung und lagern lang auf der Hefe, um ihre eigene Harmonie zu finden. Der Blanc de Noir aus Pinot Meunier reift im Edelkastanienfass – eine Inspirationsquelle aus der Heilkunde Hildegard von Bingens. Frische Weißweine wie Riesling oder Bacchus reifen ergänzend in Edelstahltanks. Die Preise reichen von 8,50 Euro für Einstiegsweine bis zu gut 50 Euro für die Centgrafenberg-Reserve – bewusst erschwinglich gehalten, um Stammkunden zu binden.
Das Weingut Hench steht exemplarisch dafür, dass biodynamischer Weinbau kein Lifestyle-Trend ist, sondern eine konsequente Lebenshaltung: „Wir nehmen so unsere Aufgabe wahr, fruchtbaren Boden und Biodiversität möglich sein zu lassen“, fasst Burkhard Hench noch einmal zusammen.
Mehr Wissen über Menschen und Orte
Für Ihren persönlichen Erfolg in der Post-KI-Welt bieten wir außerdem individuelle Beratung und viele, frei verfügbare Informationen, die Menschen und Orte wirkungsvoll verbinden: Unter Berufebilder.de, staatlich geförderter Partner des früheren Bundesbildungsministeriums, finden Sie alles über Business, Beruf und Erfolg, während Travel2s.de, vorgestellt im Rahmen eines EU-geförderten Projekts, touristische Themen behandelt. Viel Erfolg! [*Anzeige]
Top Bücher zum Thema
Text als PDF lesen
Diesen Text als PDF erwerben (nur zur eigenen Nutzung ohne Weitergabe gemäß AGB): Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu. Sie können auch Text-Reihen erwerben.
7,99€Bezahlen
eKurs on Demand buchen
Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!
29,99€Bezahlen
Individuelles eBook nach Wunsch
Falls unser Shop Ihnen nicht Ihr Wunschthema bietet: Wir stellen gerne ein Buch nach Ihren Wünschen zusammen und liefern in einem Format Ihrer Wahl. Bitte schreiben Sie uns nach dem Kauf unter support@berufebilder.de
79,99€Bezahlen
Persönliche Beratung für Ihren Erfolg
Egal ob es um das Erreichen von Zielen, die persönliche Entwicklung oder berufliche Fragen geht: Wir beraten Sie individuell rund um Ihren Erfolg in einer sich schnell wandelnden Post-KI-Welt.
199,99€Bezahlen
Hier schreibt für Sie
Simone Janson ist Journalistin, Verlegerin, Beraterin und eine der wichtigsten deutschen Erfolgs-Bloggerinnen laut ZEIT und Blogger-Relevanz-Index. Sie initiierte die Marken Best of HR – Berufebilder.de® und Travel2s.de sowie das Institut Berufebilder Yourweb, mit dem sie Geld für nachhaltige Projekte stiftet. Mehr zu ihr im Werdegang. Alle Texte von Simone Janson.
Bewährtes Wissen
für die Post-KI-Ära
Menschen und Orte verbinden: Staatlich geförderter Verlag, beteiligt an EU-Programmen, kuratiert Wissen entitätsbasiert für die Post-KI-Ära in Print- wie Digital-Medien mit globalem Vertrieb, u.a. direkt an führende Unternehmen (Liste). Öffentliche Wirkung seit über 20 Jahren, dokumentiert durch Erfüllen der Wikipedia-Relevanz-Kriterien und eigenen Eintrag, Kunden wie Samsung, DELL, Telekom oder Hochschulen, Partner wie das frühere Bundesbildungsministerium, engagiert für Klimaschutz und nachhaltige Innovation, Presse-Echo u.a. in ARD, FAZ, ZEIT, WELT. Gegründet von Simone Janson.











Schreiben Sie einen Kommentar