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Wandern im Norden Irlands – Teil 1: Regenwandern in Donegal



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Offenlegung & Bildrechte: Fáilte Ireland hat unsere Reise nach Irland durch Übernahme der Reisekosten unterstützt. Die West Paces Hotel Group hat unsere Recherche vor Ort unterstützt. Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: Donegal.

Nirgendwo kann man besser entspannen und den Kopf frei bekommen als beim Wandern – vor allem wenn Landschaft & Wetter so extrem sind wie im Nordwesten Irlands.

Irland - Donegal


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Start in Donegal

Als wir losgehen, ist noch angenehm – bewölkt zwar, aber warm und zwischenddurch macht es den Anschein, als wolle die Sonne durch die Wolkendecke stoßen. Wir gehen ein Stück auf dem Bluestack Way: Der führt in drei Etappen von ungefähr 20 KM durch die Bluestack Mountains und ist – für Irland vergleichsweise selten – gut ausgeschildert: Etwa alle 100 Meter erfolgt ein Hinweis.

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Etappe 1 beginnnt in Donegal: Der 4000-Einwohner-Ort am Bay und Fluß lebt heute größtenteils von Touristen. Hauptsehenswürdigkeit ist das Donegal Castel. Gleich nebenan, in den ehemaligen Ställen des Castle, befindet sich der Olde Castl Pub, in dem man vergleichsweise günstig eine sehr kreative Küche genießen kann. Absolut empfehlenswert!

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Spezielle Angebote für Wanderer

Jedes Jahr Anfang Juni findet die Donegal Walking Week statt, bei der drei Tage lang verschiedene Wanderungen rund um den Ort angeboten werden. Das Abbey Hotel macht hierzu Spezialangebote.

Empfhohlen wurde mir zudem das Eas Dun Lodge B&B in Lough Eske. Besitzerin Anne McGlinchey soll gerade für Wanderer eine große Hilfe sein, weil sie sie oder auch das Gepäck mal irgendwo hin fährt. Daneben kann man bei Sean Mullen von Walk Talk Ireland auch geführte Wanderungen buchen.

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Der Bluestack Way

Der Bluestack Way und führt nun auf den ersten 20 Kilometern vorbei am Lough Eske und durch die Hügel nach Drumone. Hier befinden sich eine Jugendherberge für die Übernachtung sowie ein Pub. Sonst nichts Auf den nächsten 20 Kilometern geht es durch malerische Landschaften und über tolle Aussichtspunkte nach Glenties, wo B&B’s und ein Hostel Wanderer aufnehmen.

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Die dritte Etappe führt schließlich in das kleine Städtchen Ardara. Zu den touristischen Angeboten hier gehören u.a. ein Walking Festival, ein „multikulturelles Festival“ und das jährliche Cup of Tae Festival traditioneller Musik im Mai.

Etwa 25 KM entfernt von Ardara liegt das Glencolmcille Folk Village, das einen kleinen Einblick in das ländliche Leben des frühen 18., 19. und 20. Jahrhunderts bietet. Es wurde 1950 von James McDyer gegründet, ist aber heute eher touristisch gestaltet, aber noch nicht zu überlaufen. Immerhin wartet es mit hausgemachtem Essen und einem kleinen, sehr schönen Sandstrand auf.

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Wandern auf dem Banagher Hill

Meine Führerin Anne Leonhardt entscheidet jedoch, dass sie mir etwas mehr von der ursprünglichen Wildnis der Landschaft zeigen will und verlässt nach einigen Kilometern den Bluestack Way, um den Banagher Hill zu besteigen. Laut Anne ist der Bluestack Way der einzig, den man auch ohne Führer problemlos bewältigen kann – und während ich ihr den Pfad bergauf hinein folge, gebe ich ihr recht:

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Denn unser Weg wird immer mehr zum Trampelpfad, der kaum noch als solcher zu erkennen ist. Um uns herum Seen, grüne, kahle Hügel, ein fast schon unheimlich zu nennende Landschaft, die einem auf 300 Metern Höhe das Feeling eines alpinen Hochgebirges vermittelt. Zu wissen, wo es lang geht, den richtigen Weg zu finden, wäre für mich jetzt kaum möglich, weil alles so gleich aussieht. Immerhin gibt es einen Zaun, dem man als ungeübter folgen kann.

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Wo ein Wille ist, fließt auch ein Weg

Und haben wir Anfangs noch einen traumhaften Ausblick auf die umgebende Landschaft, sind wir plötzlich innerhalb weniger Minuten von dichten Wolken umgeben und ich beginne zu verstehen, was der berühmte irische Regen bedeutet: Kurz Zeit später sind wir nass bis auf die Knochen, wasserdichte Ausrüstung bringt da gar nichts und der ohnehin nicht vorhandene Weg hat sich in Sturzbäche und Matschpfützen verwandelt.

Vor der Feuchtigkeit gibt es kein entkommen, Bäume oder Unterstände – Fehlanzeige; das Wasser steht mir sogar in den angeblich wasserdichten Schuhen. Auch zurückgehen würde jetzt nichts mehr bringen. Da bleibt nur eines: Einfach weitergehen!

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Naturgewalten nicht unterschätzen

Anne, die eigentlich aus der Nähe von Dublin stammt, ist seit 20 Jahren in den Bluestack Mountains unterwegs. Sie ist auch Mitglied im örtlichen Wanderclub, den Blustack Ramblers, der regelmäßig sogar abends um 6 Touren auf die Berge macht und für 5 Euro pro Person auch Touristen mitnimmt.

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Anne selbst bietet als Wanderguide für 90 Euro ihre Dienste an. Und sie ist für solches Wetter gerüstet: Immer, auch im Winter, hat sie z.B. ein paar wasserdichte Hosen, Kopfbedeckungen gegen Wind und Kälte, Ersatzsocken und sogar Handschuhe dabei – und tatsächlich kann man die jetzt im Juli hier oben gut brauchen. Außerdem werden die Beine extra durch Gamaschen vor feuchtem Gras geschützt. Wer hätte unten gedacht, wie schneidend kalt der Wind hier pfeifft?

Also wir oben auf dem Gipfel anlangen, hört der Regen endlich auf. Wir suchen uns ein windgeschützes Plätzchen, um unsere Sachen zu wechseln und einen Schluck heißen Tee zu trinkem – und die beeindruckend Aussicht des zunehmend klaren Himmels zu genießen. Beim Abstieg bleiben wir größtenteils von weiteren Regenschauern verschont. Ich bin nun doppelt froh über die beiden Wanderstöcke, die Anne mir gegeben hat. Und habe gelernt: Selbst im vorgeblich harmlosen Irland ist die Gewalt der Natur nicht zu unterschätzen. Aber eigentlich ist es ja ziemlich egal, ob es mal regnet oder nicht. Und im Zweifel hilft einfach: Weiter gehen.

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