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Vortrag & Rede vorbereiten in 10 Schritten - 2/2: Das Skript richtig formulieren



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Inhalt und Einstieg sind bei einer Rede wichtig, ebenso wie prägende Kernbotschaften zu formulieren. Prägend allerdings sollte auch der Schluss sein - damit die Botschaft bei den Zuhörern auch hängen bleibt. Würzen Sie ruhig ein wenig nach. Vortrag & Rede vorbereiten in 10 Schritten - 2/2: Das Skript richtig formulieren Vortrag & Rede vorbereiten in 10 Schritten - 2/2: Das Skript richtig formulieren


Hier schreibt für Sie: Prof. Dr. Martin-Niels Däfler lehrt an der Hochschule für Oekonomie & Management (FOM) in Frankfurt am Main. Profil

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Schritt 5: Formulieren Sie eine kurze Einleitung

Wir haben gelernt: Bei einer guten Rede kommt es auf den Inhalt an. Aber mindestens genauso wichtig ist: Ein packender Einstieg, der die Zuhörer von Anfang an fesselt! Wie das geht, zeige ich hier.

Der vielleicht wichtigste Punkt dabei: Nennen Sie nun das Thema Ihrer Rede, nehmen Sie aber nicht Ihre Meinung vorweg. Am besten ist es, wenn Sie das Thema – beziehungsweise die Kernthese – als Frage formulieren.

Schritt 6: Formulieren Sie den Hauptteil Ihrer Rede

Jetzt geht es an den Hauptteil. Beginnen Sie mit dem schwächsten Argument, um nicht direkt Ihr Pulver zu verschießen, und schließen Sie mit dem besten und stärksten Argument. Insgesamt sollten Sie nur in Ausnahmefällen mehr als fünf Argumente bringen, denn hier greift die Faustregel: Nie mehr Argumente, als Sie an einer Hand abzählen können. Und schließlich gilt: Die Argumente, die Sie anführen, müssen Sie stets begründen.

Wiederholen Sie wichtige Aussagen. Denn: Informationen werden nur dann wirklich verinnerlicht, wenn sie permanent wiederholt werden. Man spricht auch von der „Suggestivkraft der Redundanz“. Wer seine Botschaft mit ähnlichen Formulierungen mit jeweils neuen Beispielen wiederholt, der erzielt bei seinem Publikum die beste Wirkung. Scheuen Sie auch nicht davor zurück, bewusst zu sagen, dass Sie sich wiederholen.

Schritt 7: Formulieren Sie einen fulminanten Schluss

Zögern Sie den Schluss nicht zu lange hinaus und kündigen Sie auch nicht das Ende Ihrer Rede an, im Sinne von: „Bevor ich zum Schluss meiner Rede komme, möchte ich noch …“ Sagen Sie nicht pauschal „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“, sondern beenden Sie Ihre Rede am besten mit Ihrem Motto.

Hier sind drei Möglichkeiten, wie Sie Ihre Rede elegant und auf eine Art, die bei den Zuhörern hängen bleibt, beenden können:

  • Stellen Sie einen Bezug zum Anfang her
  • ziehen Sie ein Fazit oder
  • entwerfen Sie einen Ausblick, Wunsch bzw. eine Vision.

Schritt 8: Würzen Sie Ihre Rede

Mit „Würzen“ ist gemeint, dass Sie Ihren Rohtext so überarbeiten, so dass Ihre Rede kurzweilig und „leicht verdaubar“ wird. Hier einige konkrete Empfehlungen: Nichts macht eine Rede so interessant wie ihre Kürze.

Sie machen Ihre Rede daher „würzig“, wenn Sie sich in Verzicht üben. Überlegen Sie also, welche Wörter, Sätze und Abschnitte Sie streichen können, ohne dass Sie dadurch (wesentliche) Inhalte opfern müssen.

Achten Sie auf die Zeitform

Reden werden in der Gegenwart (Präsens) geschrieben – und natürlich auch gehalten. Achten Sie auf kurze Hauptsätze. Sätze, die länger als acht Wörter sind, sollten Sie unbedingt umformulieren. Ebenso tabu sind Nebensätze – diese haben in einer Rede nichts verloren.

Streichen Sie alle Fach- und Fremdwörter. Wenn dies nicht möglich sein sollte, dann erläutern Sie sie – ohne erhobenen Lehrerzeigefinger – bei der ersten Verwendung.

Bringen Sie Beispiele

„Lassen Sie mich meine Aussagen an einem Beispiel fest machen: Einer unserer Kunden hat letztes Jahr unser Produkt XY…“ Erzählen Sie Geschichten. Dies ist eine der wirkungsvollsten Methoden, Zuhörer zu begeistern und Inhalte verständlich zu machen.

Denn Geschichten helfen dabei, den nackten Fakten einen Sinn zu verleihen. Je emotionaler die Geschichte, desto besser ist es, weil dann die Fakten umso besser behalten werden. („Im Jahr 1867 machte Jan Winkman eine schreckliche Entdeckung …“)

Schritt 9: Erstellen Sie ein Redemanuskript

Nun heißt es, alle Aussagen, Zahlenangaben und Quellen zu überprüfen. Gleiches gilt vor allem auch für die genannten Namen, Ämter und Funktionen. Versichern Sie sich auch noch einmal über die Bedeutung und Aussprache von Fremdwörtern und Eigennamen.

Erstellen Sie Ihr Redemanuskript und geben Sie es – wenn möglich – einem Experten zur Durchsicht. Verwenden Sie für das Redemanuskript eine große Schriftgröße und einen großen Zeilenabstand. Nummerieren Sie außerdem die Seiten und heften Sie die Blätter zusammen, damit es zu keinem „Unfall“ kommt.

Schritt 10: Bereiten Sie sich auf eine Diskussion vor

Beschäftigen Sie sich auch mit der Frage: „Welche Argumente könnten Kritiker oder Gegner vorbringen?“ Antizipieren Sie also mögliche Einwände und überlegen Sie sich Antworten darauf.

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  1. Holger Froese

    Der Karriere-F ührerschein: In 10 Schritten eine Rede vorbereiten (Teil 3) #Business

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