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Vorstellungsgespräch – 6 unkonventionelle Fragen für Recruiter: Den perfekten Mitarbeiter finden


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Wie stellt man ein hervorragendes Team von Mitarbeitern zusammen? Berufliche Qualifikationen sowie Erfahrungen sind zweifellos wichtig, aber neue Mitarbeiter müssen auch zur Firmenkultur passen. Sechs Fragen, um den richtigen Kandidaten auszumachen. innovation-job-interview


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Gerd Mittmann_ShutterstockGerd Mittmann ist Vice President, Marketing Asien-Pazifik & EMEA bei Shutterstock.

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Außergewöhnliche Fragen, informative Antworten

Talentierte Arbeitnehmer anzuziehen, Bewerbungen von ihnen zu erhalten und fähige Mitarbeiter zu erkennen sind für den Aufbau eines Unternehmens oder Teams absolut wichtig. Aber Informationen zu Fähigkeiten und Erfahrungen sowie Noten und Zeugnisse allein sagen nicht genug über den Bewerber aus. Werden Persönlichkeit und Führungsstil des Kandidaten das Team produktiv ergänzen? Und ist der Bewerber dem Tempo des Unternehmens gewachsen und verfügt er über unternehmerisches Denken?

Die folgenden sechs – auf den ersten Blick eher ungewöhnliche – Fragen für ein Bewerbungsgespräch ermöglichen eine ehrliche und offene Kommunikation mit dem Kandidaten und helfen, genau den passenden Bewerber für Ihr Unternehmen zu finden.

Frage 1: „Nehmen wir einmal an, dass Sie in den nächsten sechs Monaten nicht mehr für uns arbeiten. Was glauben Sie, wäre der Grund?“

Mit der Antwort auf eine solche Frage gibt der Bewerber einen Einblick in seine Prinzipien und Werte. Es wird deutlich, ob der Kandidat an einer langfristigen Bindung zum Unternehmen interessiert ist oder ob er ein sogenannter „Job-Hopper“ ist und die neue Stelle nur ein weiterer Step im Lebenslauf sein wird. Zudem erkennt man, ob der Bewerber vielleicht auch schnell frustriert ist und wiederum neue Herausforderungen sucht, falls er eigene Vorstellungen nicht durchsetzen kann.

Frage 2: „Sind Sie Herz und Seele unseres Unternehmens?“

Herausragende Kandidaten bauen schnell Beziehungen zu verschiedenen Mitarbeitern in unterschiedlichen Abteilungen auf und arbeiten gut in interdisziplinären, abteilungsübergreifenden Teams. Sie können als Anlaufstelle für Fragen und Probleme fungieren und genießen das Vertrauen von anderen Mitarbeitern. Besonders für Unternehmen in Wachstumsphasen sind solche Mitarbeiter wahre Rohdiamanten, da sie eine echte Bindung zum Unternehmen aufbauen.

Frage 3: „Was liegt Ihnen überhaupt nicht?“

Die meisten Bewerber sprechen gerne darüber, was sie gut können, gerne tun und wer sie sein möchten. Diese Frage hier ist allerdings schwerer zu beantworten. Der Fokus liegt nicht auf Aufgaben oder Tätigkeiten, die der Kandidat nicht beherrscht, sondern auf den Möglichkeiten, die er findet um ungeliebte Aufgaben zu erledigen. Wie geht er mit hoher Arbeitsbelastung um? Im Dialog findet man heraus, wie der Bewerber reagiert und mit Herausforderungen umgeht.

Frage 4: „Was war die härteste Nuss, die Sie in Ihrem Berufsleben geknackt – oder nicht geknackt – haben?“

Diese Frage baut auf der vorherigen auf und die Antwort darauf zeigt, wie der potenzielle Mitarbeiter mit Fehlschlägen umgeht oder komplexe Probleme zu lösen versucht. Auch der Umgang mit anderen Mitarbeitern wird deutlich: Wird die Zusammenarbeit gesucht oder werden Probleme lieber im Alleingang gelöst? Gespräche über Fehlschläge sind weitaus interessanter und informativer als das Abspulen von Erfolgen und Karrierezielen.

Frage 5: „Was benötigen Sie von Ihrem Chef oder dem Team, um wirklich erfolgreich arbeiten zu können?“

Die Antworten auf diese Frage bieten eine ganze Reihe von Informationen über den Bewerber. Wie viel Selbstbewusstsein hat der Kandidat bzw. die Kandidatin? Wie unabhängig arbeitet er oder sie, wie viel Unterstützung oder Coaching wird benötigt und wie wird Erfolg definiert? Zudem kann man anhand der Informationen auch die eigenen Führungsqualitäten verbessern!

Frage 6: „Erzählen Sie mir von Ihrem frustrierendsten Arbeitstag der letzten Monate.“

Zieht ein Bewerber bei der Beantwortung dieser Frage erst einmal über den letzten Arbeitgeber bzw. den Chef oder das Team her, zeigt das bereits viel über die Moral und die Professionalität des Kandidaten.

Zudem kann diese Frage enthüllen, wie gut sich der Kandidat trotz Meinungsverschiedenheiten engagiert. Bei Shutterstock arbeiten wir beispielsweise nach dem Prinzip „disagree and commit“ – einer Methode zur Entscheidungsfindung. Hier werden viele verschiedene Ideen gesammelt und in Betracht gezogen bis schlussendlich eine davon umgesetzt wird. Dabei ist es natürlich völlig in Ordnung wenn ein Mitarbeiter anderer Meinung ist. Trotzdem ist es wichtig, sich für die gemeinsam beschlossene Sache zu engagieren. Gute Bewerber verfügen über unternehmerisches Denken und sind motiviert die dann vorgegebene Strategie zum Nutzen des Unternehmens umzusetzen.

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