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Warum Sich-Verstellen für die Jobsuche nichts bringt: Sei du selbst!


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
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Wer die Anforderungskataloge liest, die Personaler in die meisten Stellenanzeigen hineinschreiben, ist schnell geneigt, sein eigenes Image bei der Bewerbung ein wenig aufzuhübschen. Das kann ein schwerer Fehler sein. Besser ist, man selbst zu bleiben.

Warum Sich-Verstellen für die Jobsuche nichts bringt: Sei du selbst!


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil

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Aus der Bewerbungspraxis: Bewerbungen bitte nicht outsourcen!

Svenja Hofert hat diese Woche über einen sehr interessanten Fall aus Ihrer Coaching-Praxis berichtet: Ein Bewerber, der eine zu schöne Bewerbung verschickte, eine bei der Personaler automatisch denken "WOW, das ist genau was ich gesucht habe".

Leider hält der Bewerber im Vorstellungsgespräch dann gar nicht, was seine Bewerbung verspricht, er ist, anders als sein Image vermuten lässt, still und zurückhaltend. Die Bewerbung hat er von einem Texter und einem Designer erstellen lassen. Ergebnis: 15 Vorstellungsgespräche ohne Angebot.

Verbiegen, um jeden Strohhalm zu erhaschen

M.E. ist das ein extremes Beispiel dafür, wie manche Bewerber meinen sich verbiegen zu müssen. Ghostwriter und Designer anheuern werden die wenigsten. Stattdessen läuft das häufig viel subtiler ab:

Gerade ist mir da so ein Fall untergekommen, bei dem jemand auf Jobsuche nach jedem Strohhalm greift. Mal in diese, mal in jene Richtung sich drehend, nicht genau wissen, welche Richtung man eigentlich einschlagen will.

Sich jedes Türchen offen halten

Selbstredend will man sich auch kontaktmäßig mit niemandem verderben, sich alle Türchen offen halten. Allerdings bezieht so ein Bewerber auch keine klare Meinung und hat keinen festen Standpunkt zu vielen Dingen.

Potentielle Arbeitgeber wissen auf diese Weise also gar nicht, wie sie den leicht unentschlossen wirkenden Kandidaten einordnen sollen und für was er steht. Geschweige denn, dass der Kandidat auf diese Weise gar nicht weiß, für welches Ziel er sich denn nun engagieren will und soll.

Wer sich verstellt, findet keinen Traumjob!

Ein großes Manko, auf einem Arbeitsmarkt, indem man immer weniger mit durchschnittlichen und immer mehr mit hervorragenden Leistungen punkten muss - und letztere sind eben vor allem dann möglich, wenn einem der Job auch liegt.

Oder anders gesagt: Wer sich verstellt, findet seinen Traumjob, also die Tätigkeit, die wirklich zu ihm passt, auf keinen Fall. Wer ehrlich und authentisch bleibt, fällt vielleicht am Anfang durch so manches Raster. Langfristig wird er aber eher etwas finden, das wirklich zu ihm passt.

Mehr Mut zu sich selbst bitte!

Ich denke da nur an Regine Heidorn, die mir erzählte, dass ihre Kunden genau diese Ehrlichkeit an ihr schätzen: Weil sie immer wissen, woran sie sind. Und weil so Vertrauen entsteht. Denn jedes Arbeitsverhältnis ist auch ein Vertrauensverhältnis. Wer sich verstellt, untergräbt dieses Vertrauen.

In diesem Sinne: Mehr Mut zu sich selbst bitte!

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