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Geld verdienen mit Bloggen – 7/11: Was bringt Bannerwerbung?



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Sie gelten vielen immer noch als das Non-Plus-Ultra der Werbung: Werbebanner! Rotierend, blinkend, irgendwo am Seitenrand und fast immer als Java-Script eingebunden. Aber ist die Vorreiterrolle auch berechtigt?


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

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Welche Bannerformen gibt es?

Als ich vor einem halben Jahr ganz naiv auf die Suche nach einem Vermarkter für mein Blog ging, war mein Ziel, auch endlich ein Werbebanner auf meine Seite zu bekommen. Dabei habe ich allerdings eines übersehen: Werbebanner ist nicht gleich Werbebanner. Da gibt es gewaltige Unterschiede.

Es gibt Affiliate-Banner, für die man nur Geld bekommt, wenn Leute sich irgendwo anmelden oder etwas kaufen. Es gibt Banner, bei denen nach einfachem Klick bezahlt wird. Und solche, bei denen nach Seitenaufruf honoriert wird, sprich, wenn die Werbung auf der Seite angezeigt wird, gibt’s Geld dafür.

Über Affiliate-Werbung, die vergleichsweise wenig bringt, und Google-Adsense, das auf meinem Blog recht gut läuft, habe ich ja schon geschrieben. Was bringt nun Werbung nach Page-Views? Die Antwort ist: wenig. Zumindest, wenn man einen Vermarkter zwischenschaltet, der 40 Prozent im Monat von den Werbeinnnahmen nimmt. In meinem Fall kam pro 1000 Seitenaufrufe ungefähr ein Euro heraus, das Ergebnis kann man sich nun nach einem Blick auf meine aktuellen Mediadaten leicht selbst ausrechnen.

Quantität statt Qualität: Wann rechnet sich Bannerwerbung?

Damit echte Bannerwerbung sich rechnet, braucht man schon einen großen Blog mit einigen Hunderttausenden, ja noch besser Millionen Seitenaufrufen im Monat.

Laut Sascha Pallenberg setzt sich ja in den USA allmählich die Einschätzung durch, dass es darauf ankommt, wer ein Blog liest – und nicht nur, wie viele Seitenaufrufe es hat. Da die Deutschen immer fünf Jahre hinterher hinken, brauchen wir hier wohl noch etwas Geduld, bis auch kleine und mittlere Blogs mit einer spezialisierten (Fach) Zielgruppe, wie etwa in meinem Fall Recruiter und Personalexperten, etwas mehr von dem Werbekuchen abbekommen werden.

Solange es um reine Quantität und nicht um Qualität geht, können Blogs wie meiner das Thema Bannerwerbung getrost vergessen. Zumal jedes Banner, das als Java-Script eingebaut ist, nicht nur die Optik verschandelt, sondern die Seite auch lahmer macht. Zumal die Java-Scripts gerne mal an die falsche Stelle springen, was, wie mein Vermarkter mit mitteilt, ein tolerierter Fehler in Firefox ist. Wie schön, dass der Fehler verschwunden ist, seit ich die Werbebanner ausgebaut habe!

Neue Werbeformen gesucht!

Zumal ich bis heute nicht richtig verstanden habe, warum Werbebanner eigentlich so populär sind: Sie lassen sich mit Ad-Blockern leicht ausblenden, sehen unschön aus und werden von Lesern erwiesenermaßen (Stichwort Bannerblindheit) kaum wahrgenommen. Dennoch sind sie nach wie vor die populärste Werbeform.

Oder wie sagte Katharina Borchert in einem Interview so schön: „Wir haben noch nicht genug über neue Werbeformen nachgedacht.“

Also Leute, es muss doch Möglichkeiten für Werbetreibende geben, Leser etwas zielgruppenorierentierter (aber natürlich dennoch legal!) zu erreichen. Und es muss andererseits Werbetreibende geben, die auch Lust auf neue Werbeformen haben und nicht ewig die gleichen Banner buchen wollen? Oder ist die Stimmung bei den Werbeentscheidern momentan so schlecht, dass es keine neuen Experimentierformen gibt?

InText-Werbung

Etwas, das ich für sehr erfolgreich hielt, war InText-Werbung. Dennoch flog sie raus: Brachte zu wenig und beim Leser hinterließ sie ein ungutes Gefühl.

InText-Werbung funktioniert so: Durch ein Script werden bestimmte Begriffe in einem Text mit Hyperlinks versehen. Und zwar in Grün (während die klassische Linkfarbe eher blau ist) und doppelt unterstrichen – im Unterschied zu herkömmlichen Links, die nur einfach unterstrichen werden.

So geht’s!

inText-Werbung1

inText-Werbung

Fährt man dann mit der Maus drüber, poppt erst die als solche gekennzeichnete Werbung auf. Wenn man draufklickt, öffnet sich ein neues Fenster mit der Werbung. Erst hier gibt’s dann den Link zum Werbepartner.

Anders als Textlinks sind die automatisiert eingebauten Links nicht suchmaschinenrelevant und auch gekennzeichnet. Und anders als andere Werbeformen steht die Werbung dennoch genau da, wo der Leser am ehesten hinschaut: mitten im Text. Die ideale Werbeform also?

Die ideale Werbeform?

Aus sicht des Werbetreibenden vielleicht. Aus Sicht des Lesers leider nicht! Denn die fühlten sich veräppelt und fragten mich per Kommentar, warum man denn bei jedem Klick auf einen Link nur auf Werbung gelangen würde. Sprich: Der Unterschied zwischen den normalen, richtigen Links und den Context-Werbelinks war nicht jedem klar. Selbst internet-affinen Lesern offenbar nicht.

Ich hatte ehrlich mit so etwas gar nicht gerechnet: Vermutlich weil mir seit Jahren klar ist, dass doppelt unterstrichene Links Werbung bedeuten, ich deshalb gar nicht erst drauf klicke und mich die Werbeform gar nicht stört.

Fazit

Und weil man nicht einstellen kann, welche Keywords denn nun gehyperlinkt werden, weil manchmal auch die richtigen Links überlappt wurden und das ganze auch nur so 30-50 Euro im Monat brachte – habe ich die InText-Werbung letztendlich dann auch wieder entfernt.

Aus Unternehmersicht halt ich InText-Werbung nach wie vor für eine gute Idee, verstehe aber auch die Position des Lesers.

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