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So verbessern Sie Ihre Unternehmenskultur: Raus aus dem Irrenhaus


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Heute kann es nicht mehr darum gehen, sich über Chefs zu mokkieren, heute muss es darum gehen, Unternehmen so aufzustellen, dass sie nicht von den Launen einzelner Vorgesetzten geprägt werden können. Einen sehr guten Beitrag dazu leistet Patrick Cowden mit seinem Buch „Neustart“.

Übrigens: Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerscheinungen & Bücher im Bereich Karriere finden Sie in unserer Rubrik Business-Bestseller!


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85Oliver Ibelshäuser ist Journalist und Inhaber des Redaktionsbüros Text & Vision.

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Mein Chef ist ein Arschloch, Ihrer auch?

… von wegen „Mein Chef ist ein Arschloch, Ihrer auch …“. Ratgeber mit solchen Titeln finden sich immer wieder ganz oben auf den Bestsellerlisten. Aber längst formiert sich eine neue Manager-Generation, die weiß, dass leben und arbeiten zwei Seiten EINER Medaille sind.

Das berühmte Zitat „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ stammt von Willy Brandt und war der Ruf nach mehr innenpolitischem Reformwillen in Deutschland. Das Zitat steht auch als heimlicher Titel über dem Buch „Neustart“ von Patrick D. Cowden.

Mehr Demokratie wagen – im eigenen Unternehmen!

Er erzählt darin, „von dem unbefriedigenden Normzustand in deutschen Unternehmen, über das, was uns krank und unglücklich macht. Und darüber, wie wir das System unseres Wirtschaftens im Sinne der Menschen verändern können“.

Das Beste vorweg: Vom Cowden-Modell profitieren alle. Die Unternehmen und Top-Manager, weil die Umsatzziele spielend eingehalten werden. Die Mitarbeiter, weil diese mehr Vertrauen, Selbstbestimmung und Anerkennung ernten. Und alle zusammen von einer zufriedenen und motivierten Mannschaft, die unabhängig von Bonuszahlungen immer das Beste gibt.

Vom Anheizer zum Vorbild

Dass unternehmerischer Erfolg und eine sozial vorbildlich geführte Firma perfekt harmonieren können, weiß Cowden sehr genau. Er hat beide Seiten erlebt. Die des zahlenfixierten Antreibers, der nur Bilanzen im Kopf hat und die des Vorbildes, das nur seine Leute im Kopf hat.

Der Reihe nach: Als junger Migrant aus den USA legt Cowden eine Bilderbuchkarriere hin: Als Top-Verkäufer des IT-Unternehmens EMC macht er im Monat allein über Provisionen „eine viertel Million Euro“. Mit 20 wird er zum „jüngsten Geschäftsführer in der Geschichte einer westdeutschen Landesbank.“

Zu viel Entscheidungsbefugnisse für Mitarbeiter?

Er wechselt zu Dell und fädelt Top-Deals ein. Bis der tiefe Fall kommt. Eine Mitarbeiterin erleidet einen Infarkt, Cowden wird die Verantwortung zugeschoben. Er muss gehen. Auch eine Anschlussbeschäftigung, bei der er sich den Titel „Manager des Jahres“ sichert, endet mit einer Kündigung.

Zu unbequem, der Mann. Aber dieses Mal nicht, weil er der harte Hund war, sondern weil er zu nah dran war an seinen Mitarbeitern, die er „auf allen Ebenen entscheiden ließ“. Denen er zugehört hat, um ihre Bedürfnisse zu verstehen. Die er nicht kontrolliert, sondern mit einem Vertrauensvorschuss losgeschickt hat.

Neustart der Unternehmenskultur

Cowden ist sich sicher, dass nur dieser Führungsstil auf lange Sicht Erfolg verspricht, weil der eine zukunftsträchtige Unternehmenskultur begründet, die „Zahlenherrschaft“ durch ein „wertorientiertes Miteinander“ ersetzt, in dem sich alle mit „Respekt, Vertrauen, Fairness Achtsamkeit und Empathie“ begegnen: ein Neustart der gesamten Unternehmenskultur.

Klingt nach einer schönen Utopie. Bringt aber spürbare Vorteile, erklärt Cowden. Für das Recruiting neuer Leute, denn „für 90 Prozent der Bewerber ist das Betriebsklima der wichtigste Faktor“.

Für den ehrlichen Umgang mit Partnern und Kunden

Für den ehrlichen Umgang mit Partnern und Kunden, weil „Bestechung und Korruption nur da möglich sind, wo die Quartalszahlen über allem stehen.“ Und für Ihre Bilanzen, weil Unternehmen, die sich für den Neustart entscheiden, „alle zu Gewinnern machen“.

Fazit: Cowdens Buch „Neustart“ ist eine überzeugende Initiativbewerbung für eine radikal neue Unternehmenskultur, die wirtschaftliche Kennziffern ab- und die Leute in Ihrem Unternehmen aufwertet. Toll geschrieben und überzeugend argumentiert.

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