Unternehmensgründung in Entwicklungsländern: 6 Tipps für internationale Expansion


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Immer mehr Konzerne und mittelständische Unternehmen gründen Niederlassungen in Entwicklungsländern. Was sind die Herausforderungen und wie kann man sich am besten auf die Expansion vorbereiten? Eine Einschätzung und grundlegende Tipps.

Unternehmensgründung in Entwicklungsländern: 6 Tipps für internationale Expansion M-PESA020


Hier schreibt für Sie: Nelly Kostadinova. Gründerin von Lingua-World, Beraterin und Speakerin. Profil


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Merkmale von Unternehmensgründung in Entwicklungsländern

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Eine schlechte Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Daraus resultierend Unterernährung und Hunger. Mangelhafte Gesundheitsversorgung. Kaum Bildungsmöglichkeiten und eine hohe Analphabetenquote. Viele Arbeitslose und ein insgesamt niedriger Lebensstandard. Verbreitete Armut.

Merkmale, von denen oftmals gleich mehrere auf die Entwicklungsländer der Erde zutreffen. Und die aktuelle Liste der Entwicklungsländer des Entwicklungsausschusses (DAC) ist lang: Über 140 Staaten zählt die  Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) dazu. Rund ein Drittel dieser Länder liegt in Afrika.

Afrika: Beliebtes Expansionsziel für Deutsche Unternehmen

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Immer mehr deutsche Unternehmen expandieren in Staaten, die auf der Liste der OECD auftauchen. Trotz – oder erst recht – wegen der Probleme in den Entwicklungsländern. Denn Gründungen leisten stets einen Beitrag zum Fortschritt. Sie schaffen Arbeitsplätze, verbessern den Bildungsstand sowie die Infrastruktur und kurbeln die Wirtschaft an.

Afrikanische Länder sind ein besonders beliebtes Expansionsziel. Vorreiter sind riesige Konzerne wie beispielsweise diverse Autobauer mit ihren Standorten in Südafrika. Auch die Medizintechnik ist stark vertreten. So betreibt etwa ein deutsches Unternehmen über 30 Dialysezentren in Südafrika und vier in Simbabwe. Weitere Beispiele deutscher Expansion sind die Produktionsstätte der Pharmaindustrie in Kenia, Zementwerke in Namibia oder Bergbauunternehmen in Mosambik.


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Fortschritt am Beispiel Ruanda

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Eines der kleinsten afrikanischen Länder erfreut sich besonders stark wachsender Beliebtheit bei deutschen Unternehmen: Ruanda. Das am dichtesten besiedelte Land im Herzen Afrikas, gilt derzeit als Musterland des Fortschritts.

Nach dem schrecklichen Völkermord in den 90er Jahren ist das heutige Ruanda längst wieder stabil. Und es kann zu einer Blaupause für andere aufstrebende Länder in Afrika und weltweit werden.

6 Tipps zur Unternehmensgründung in Entwicklungsländern

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Worauf aber müssen Unternehmen achten wenn, Sie in Entwicklungsländern gründen wollen? Im Folgenden möchte ich 6 grundlegende Tipps erläutern, wie die Expansion zum Erfolg werden kann.

1. Entwicklungspotential für Unternehmen nutzen

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Auch immer mehr mittelständische Unternehmen aus Deutschland wagen sich hier Fuß zu fassen. Die Chancen und das Entwicklungspotenzial sind enorm. Fachkräfte können vor Ort entwickelt und ausgebildet werden.

Bei all meinen positiven Erfahrungen in Ruanda weiß ich dennoch, dass die Entscheidung, eine Niederlassung in einem Entwicklungsland zu gründen, eine echte Herausforderung ist.

2. Positive Stimmung nutzen

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Das ausländische Engagement wird hier sehr geschätzt, wie ich schon bei meiner Einreise am Flughafen festgestellt habe. Ein Zöllner fragte mich nach dem Grund meiner Reise.


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„I’ve founded my company in Kigali“, antwortete ich. Sein junges Gesicht verwandelte sich in ein riesiges Lächeln. „You are coming to give work to our people?“, lautete seine nächste Frage. Daraufhin gratulierte er mir wahrhaftig und ich habe nur selten einen herzlicheren Empfang erlebt.

3. Vorbereitung ist alles

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Der rechtliche und administrative Rahmen in vielen Entwicklungsländern ist kompliziert. Daher ist es elementar, sich im Vorfeld intensiv zu informieren und landesbezogene Veranstaltungen zu besuchen. Diverse Verbände, Beratungsstellen und Handelskammern sind ein guter Anlaufpunkt.

Sie können bei der Unternehmensgründung entsprechend unterstützen. Außerdem helfen Partner vor Ort, die über tiefgreifende Kenntnisse zum regionalen Markt und Rechtssystem verfügen sowie als lokale Experten fungieren.

4. Ohne Kultur ist alles nichts

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Der wohl wichtigste Faktor ist es, den Fokus auf die jeweilige Kultur zu legen. Die örtlichen Gegebenheiten müssen durch das expandierende Unternehmen stets berücksichtigt und akzeptiert werden.

Kulturelle Besonderheiten zu unterdrücken ist kontraproduktiv und wird langfristig zum Misserfolg führen.

5. Das Potential einheimischer Mitarbeiter nutzen

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Einheimische Mitarbeiter sind die Lösung, um mit den unterschiedlichen Mentalitäten in fremden Kulturen richtig umzugehen und Kunden zu generieren. Kein Manager aus Deutschland weiß so viel, oder kann sich so in das Denken der Menschen hineinversetzen, wie die Kollegen vor Ort.


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So ist es etwa in Afrika völlig normal, länger auf Ergebnisse oder Meetings zu warten – denn die Uhren ticken hier anders. Das Geschäftsmodell muss also immer an die regionalen Gegebenheiten und ethnischen Strukturen angepasst werden.

6. Kommunikation ist für Unternehmen der Schlüssel zum Erfolg

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Die richtige Kommunikation kann viel bewirken. Daher sind Mitarbeiter am neuen Standort unerlässlich, die sich perfekt in der jeweiligen Landessprache ausdrücken können. So ist in afrikanischen Staaten – trotz der Digitalisierung – der persönliche Kontakt enorm wichtig.

Die meisten Geschäfte werden hier persönlich abgewickelt. Man muss sich also auf die fremden Meeting- und Businessstrukturen einlassen. In Ruanda trifft man beispielsweise immer direkt das ganze Team und nicht nur einen Geschäftspartner.

Fazit: Unternehmensgründung in Entwicklungsländern schafft Zukunft

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Die Expansion von Unternehmen in Entwicklungsländer ist ein wichtiger und notwendiger Schritt in die richtige Richtung.

Denn die Aktivitäten von ausländischen Unternehmen können langfristig dabei helfen, die anfangs genannten, negativen Merkmale der Entwicklungsländer zu beseitigen. So kann sich ein Entwicklungsland wirklich entwickeln und ein Fortschritt wird erkennbar.


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