Immer mehr Studierende wollen im öffentlichen Dienst arbeiten, immer weniger in der Privatwirtschaft. Gehen den Unternehmen allmählich die Führungskräfte aus?

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Ein Drittel lehnt Privatwirtschaft ab

In der Universum Student Survey 2014 unter mehr als 30.000 Studierenden in Deutschland sagten 15 Prozent der Befragten, dass sie ihre erste Stelle am liebsten im öffentlichen Sektor haben würden – im Vorjahr waren es noch 7 Prozent.

Anderen Umfragen wie der EY Studentenstudie 2014 zufolge, sehen zwei von drei Studierenden den öffentlichen Dienst als besonders vielversprechende Branche. Knapp ein Drittel der Befragten lehnt für ihren späteren Berufsweg die Privatwirtschaft als Ganzes ab.

Zuflucht bei Vater Staat?

Sucht diese Generation die Zuflucht bei “Vater Staat”? Und was bedeutet dies für die Unternehmen? Müssen sie sich Sorgen machen, dass uns die Führungskräfte ausgehen?

Klar ist, dass sich der Arbeitsmarkt grundlegend verändert. In vielen Bereichen ist es mittlerweile so, dass sich nicht Arbeitnehmer bei den Arbeitgebern bewerben, sondern umgekehrt.

Work-Life-Balance als erstes Ziel?

Dazu kommt, dass für die “Generation Y” die Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf das mit Abstand wichtigste Karriereziel ist. Diese Generation tritt viel selbstbewusster und anspruchsvoller an künftige Arbeitgeber heran als frühere Generationen. Mit gutem Lohn und Status sind die jungen Leute nicht mehr abzuspeisen.


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Ein genauerer Blick auf die Ergebnisse unserer Umfragen zeigt allerdings, dass immerhin etwa ein Drittel der Befragten das Karriereziel, eine Führungskraft mit leitender Funktion zu werden, anstrebt. Die Generation Y sucht also nicht nur die Work-Life-Balance. Sie ist durchaus auch bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Von Huntern und Idealisten

Um die Wünsche und Erwartungen der Studierenden analytisch besser erfassen zu können, hat Universum die Umfrageteilnehmer insgesamt sieben Karriereprofilen zugeordnet: Leader, Karrieristen, Entrepreneure, Hunter, Harmoniesuchende, Idealisten und Internationalisten.

Die Zuordnung erfolgt auf Basis der Antworten, die die Studierenden geben, wenn sie nach den Kriterien gefragt werden, die für sie bei der Beurteilung der Attraktivität eines Arbeitgebers besonders wichtig sind.

Was macht Leader aus?

Wenn uns tatsächlich die Führungskräfte ausgehen sollten, müsste sich dies anhand der Umfragedaten für die als “Leader” kategorisierten Umfrageteilnehmer nachweisen lassen.

Leader sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und suchen Positionen, in denen sie sich weiterentwickeln und schließlich ihre Führungsqualitäten unter Beweis stellen können. Der Anteil der “Leader” in den Umfragen müsste demnach relativ gering sein, sollte die These von den raren Führungskräften stimmen.

Unterschiede je nach Abschluss

Das Gegenteil ist der Fall: In Deutschland weist heute rund jeder vierte Studierende aus den wirtschaftsnahen Fachbereichen das Profil eines “Leaders” auf. Es ist das am häufigsten anzutreffende Karriereprofil. Allerdings ist der Anteil der Leader nicht in jedem Fachgebiet gleich hoch:

Während 31 Prozent der angehenden Ökonomen zu den Leadern zu zählen sind, gilt dies für nur 23 Prozent der angehenden Ingenieure und für nur 20 Prozent der jungen IT-Experten. Besonders selten sind Leader unter den angehenden Naturwissenschaftlern anzutreffen: Nur 19 Prozent von ihnen lassen sich diesem Profil zuordnen.

Wünsche und Vorstellungen der Zielgruppe kennen

Die Führungskräfte gehen uns also durchaus nicht aus. Allerdings wird es für die Arbeitgeber immer wichtiger, die Vorstellungen und Wünsche ihrer Zielgruppen zu kennen und ganz gezielt diejenigen anzusprechen, die über genau die Persönlichkeitsprofile verfügen, die zu den Aufgaben im Unternehmen am besten passen.


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