Unternehmen fitmachen für eine neue BusinessWelt – 3/4: Kooperation ist alles!



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Bildrechte: Bildmaterial im Rahmen einer Kooperation kostenlos zur Verfügung gestellt von Shutterstock.

Kollaboration heißt miteinander statt gegeneinander – über alle Abteilungsgrenzen hinweg. Wir brauchen inspirierende Freunde, verlässliche Verbündete und helfende Weggefährten in einer sich zunehmend vernetzenden Welt.“Überkreuzbefruchtung“ wird das bei Apple genannt.

Unternehmen fitmachen für eine neue BusinessWelt – 3/4: Kooperation ist alles! Unternehmen fitmachen für eine neue BusinessWelt – 3/4: Kooperation ist alles!


Hier schreibt für Sie: Anne M. Schüller ist Managementdenker, Keynote-Speaker, Business-Coach und mehrfach preisgekrönte Bestsellerautorin. Vom Business-Netzwerk LinkedIn wurde sie zur Top-Voice 2017 gekürt. Profil

Tipps der Redaktion


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Die Chance für Serendipität steigt

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Wenn sich Wissen aber vernetzt, kann dies an die erstaunlichsten Zielpunkte führen. So steigt zum Beispiel die Innovationskraft mit der Anzahl gleichberechtigt involvierter Personen.

Und damit wiederum steigt auch die Chance auf den sogenannten Serendipitätseffekt: das Stolpern über glückliche Zufälle, das durch eine Beteiligung vieler begünstigt wird.

Kontenpunkte & Weichensteller

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Deshalb brauchen Unternehmen im Touchpoint Management auch keine solchen Consultants, die ihre „exklusiven“ Weisheiten über monolithische Führungsspitzen einschleusen, um sie dann herunter schwappen zu lassen.

Vielmehr brauchen sie Knotenpunkte, die als Weichensteller für optimale Verschaltungen sorgen.


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Möglichkeitsräume schaffen

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Und sie brauchen Input-Bringer, die als Katalysatoren fungieren, um die kollektive Intelligenz der besten Ratgeber zu wecken, die es da draußen gibt: die eigenen Mitarbeiter und die sozial vernetzten Kunden.

Überall im Unternehmen müssen „Möglichkeitsräume mit Innovationspflicht“ geschaffen werden, in denen eigeninitiatives, selbstverantwortliches Handeln den Vorzug vor Direktiven erhält.

Wenn jeder um das fetteste Stück kämpft

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Wenn Unternehmensorganisationen hingegen auf Konkurrenz statt auf Kollaboration aufgebaut sind, dann werden „die anderen“ zwangsläufig als Wettbewerber, wenn nicht gar als Feinde gesehen.

Man schottet sich ab, gibt falsche Informationen weiter, verweigert Hilfe unter fadenscheinigen Gründen und lässt vermeintliche Gegenspieler ins offene Messer laufen.

Kooperationsapelle bringen gar nichts

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Nur, damit jene keinen Vorsprung gewinnen. Jeder kämpft um das fetteste Stück vom Ressourcenkuchen, um den nächsten Karriereschritt - und um Status natürlich auch.

“Arbeitet zusammen“-Appelle bringen rein gar nichts, solange solche Systeme durch Rennlisten, egobasierte Incentive-Programme und Profitcenter-Denke auf Trab gehalten werden.


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Abschied vom Resort-Denken

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Ein flottes, reibungsloses Zusammenspiel der internen Leistungskette verlangt, von Ressort-Denken und innerbetrieblichen Rivalitäten endlich Abschied zu nehmen.

Denn dies fördert nur den Abteilungsegoismus und dient nicht dem Kunden. Der merkt jedenfalls sehr schnell, wenn ein Unternehmen nicht wie aus einem Guss funktioniert.

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Mitarbeiter müssen an einem Strang ziehen

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Wenn Unternehmen gut funktionieren sollen, müssen die Mitarbeiter an einem Strang ziehen. Dazu müssen Leitbilder neu gedacht und Organisationsstrukturen umgebaut werden. Wie geht das?

Das Gestrüpp aus Standards und Normen muss ausgedünnt, der verfilzte Zuständigkeitsrasen vertikutiert und das innenpolitische Machtgefälle eingedämmt werden.

Kundenorientierung optisch sichtbar machen

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Zum Beispiel hat bis heute kaum ein Unternehmen, das sich Kundenorientierung in großen Lettern auf die Fahnen schreibt, den Kunden überhaupt im Organigramm.


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Wer aber von Customer Centricity spricht, den Kunden also in den Mittelpunkt stellt, der muss dies auch optisch sichtbar machen. Und zwar in Form eines kundenzentrierten Beziehungsnetzwerks.

Selbstverherrlichungsprogramme der Führungsspitze

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Pyramidale Topdown-Organigramme hingegen sind ein reines Selbstverherrlichungsprogramm der Führungsspitze. Sie konzentrieren sich auf Macht und nicht auf den Markt.

Sie zementieren Hierarchiedenke, Starrheit und Konformität. Formal in Reih und Glied aufgestellte Organisationsmitglieder sind wie die Monokulturen in unseren Wäldern: ungesund, und auf Dauer nicht überlebensfähig.

3 Tipps für lebendige Organisationen

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Solche mehr oder weniger toten Ordnungssysteme haben im digitalen Sturm nicht den Hauch einer Chance. Beherzigen Sie daher folgende Tipps:

  • Bringen Sie Lebendigkeit in die Bude und Schwarmintelligenz in Ihr Organigramm!
  • Lassen Sie Ihre Leute aus den Kästchen frei, machen Sie aus eckig und kantig rund und bunt!
  • Scharen Sie Ihre Leute um Kundengruppen und Kundenprojekte. So bilden Sie moderne Netzwerke nach.

Und wissen Sie was: Netzwerkstrukturen gibt es in jedem Unternehmen bereits. Es sind die höchst lebendigen inoffiziellen Beziehungsnetze. Sie sind die wahren Machtstrukturen jeder Organisation.


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  1. Dr. Rolf Schrader

    Apelle oder gar Anweisungen bringen gar nichts. Im Gegenteil, sie erzeugen eher Ablehnung und Widerstand. Aber erfolgreiche Kooperation selbst erleben und ausprobieren kann AHA-Erlebnisse erzeugen. Und das geht ganz einfach mit einer Unternehmenssimulation/Planspiel. Ganzheitlich, vom Kundenauftrag über Auftragsbearbeitung, Produktion, Qualitätskontrolle, Logistik, usw. bis hin zur Auslieferung des bestellten Produktes. Ohne PC und Beamer, allein durch eigenes Tun und Handeln der Teilnehmer. Mehr finden Sie unter www.spiel-lern-fabrik.de

    • Simone Janson

      Hallo Herr Dr. Schrader,
      danke für den Hinweis, das klingt sehr spanend. Hätten Sich nicht Interesse, zu dem Thema einen Gastbeitrag zu verfassen?

  2. Michael Agoras

    @anneschueller über Kooperation in Unternehmen.

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