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Wie Unternehmen attraktive Arbeitgeber werden: Employer Branding kann man nicht verordnen


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Heute ein Fachthema, dem gute Verbreitung zu wünschen ist: „Employer Branding“. Denn wenn ein Unternehmen attraktiv für Bewerber gemacht wird, muss es automatisch attraktiv für seine Mitarbeiter werden. So haben knappe Märkte immer wieder gute Effekte.

Übrigens: Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerscheinungen & Bücher im Bereich Karriere finden Sie in unserer Rubrik Business-Bestseller!


Hier schreibt für Sie:

 

38Wolfgang Hanfstein ist u.a. Mitbegründer und Chefredakteur von Managementbuch.de, der führenden Buchhandlung für Führungskräfte, Unternehmer und Selbständige.

Profil


Mit „Employer Branding“ hat Katja Nagel ein Buch geschrieben, das den Strategie- und HR-Verantwortlichen in den Unternehmen Ideen liefert, die besten Rahmenbedingungen herzustellen, um ein attraktiver Arbeitgeber zu werden.

Was tun, wenn gute Leute rar sind?

Denn schauen Sie mal genau hin: Was hält die besten Leute Ihrer Branche davon ab, bei Ihnen zu arbeiten? Oder was können Sie dafür tun, dass Ihnen die besten Leute Ihrer Branche die Bude einrennen?

Die geeignete Waffe im „Krieg um die Talente“ schien in den 90er gefunden. Mit „Employer Branding“ wurden Unternehmen auf das Ziel hin ausgerichtet, eine attraktive „Arbeitgeber-Marke“ zu werden.

Employer Branding steigert die Zufriedenheit

Die Rechnung ging auf. Und noch mehr. Denn Unternehmen, die auf Employer Brandig setzten, erhöhten bei der Gesamtbelegschaft die Zufriedenheitswerte, senkten den Krankenstand und sogar Diebstahlrate.

Heute geht es deshalb nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“ des Employer-Branding. Sehr gute Einsichten liefert dafür die Expertin Katja Nagel in ihrem Buch „Employer Branding“, das jetzt bei Linde erschienen ist.

Schlechtes Betriebsklima gleich wenig Rendite

Ob Start-up oder internationaler Konzern – Mitarbeiter suchen an erster Stelle ein gutes Arbeitsklima, herausfordernde Aufgaben, die Möglichkeiten zur Weiterbildung sowie ein Unternehmen, dem in Zukunft noch einiges zugetraut werden kann.

Um diese Präferenzliste für Unternehmen bearbeitbar zu machen, destilliert Katja Nagel daraus die wesentlichen „Treiber“ der „Arbeitgeberattraktivität“. So kann jedes Unternehmen erkennen, an welchen Stellschrauben gedreht werden muss, und wo die guten Leistungen des Unternehmens lediglich entsprechend kommuniziert werden müssen.

Die Guten machen es vor

Was Katja Nagel hier beschreibt, ist zwar gut auf den Punkt gebracht, aber nicht neu. Lesenswert wird ihr Buch, wenn die Autorin sich daran macht, ihre guten Kontakte zu nutzen.

Denn als Betriebswirtin mit viel Konzernerfahrung, zuletzt als Kommunikations- und Strategiechefin bei O2 Germany, standen ihr wohl viele Türen offen. Und so liefert sie in diesem Buch erhellende Fallbeispiele zum Thema Employer Branding von den besten Adressen.

Fallbeispiele aus der Praxis

Mit dabei Siemens, Bertelsmann, SAP, Unilever und Roland Berger. Und dass Employer Branding gerade auch in mittelständischen Unternehmen den besonderen „Spirit“ erzeugen kann, zeigen die Fallbeispiele Omicron electronics und compeople AG:

Hier wurde Employer Branding eher vorgelebt als „implementiert“. Und das zeigt: Ein toller Arbeitgeber wird man nicht durch reden, sondern durch handeln. Denn es entfaltet seine Wirkung von innen nach außen und berücksichtigt damit auch systematisch den Wert jedes einzelnen Mitarbeiters als „Botschafter“ des Unternehmens.

Stolz kann man nicht verordnen

Kein Wunder, dass Employer Branding heute als wichtiges Instrument der Unternehmenspositionierung gilt. Aber es zeigt auch, dass die Werkzeuge des Consumer-Branding beim Employer Branding nicht weiter helfen.

Denn ob ein Unternehmen als „attraktiver Arbeitgeber“ gilt, sieht man auch daran, ob die Beschäftigten stolz sind, für das Unternehmen zu arbeiten. Und Stolz kann man nicht verordnen. Stolz kann man nur sein, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

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