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Unfallversicherung – 6/7: Wann greift welche Versicherung?



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Alle sechs Sekunden ereignet sich ein Unfall in Heim und Freizeit. Dieses immer wieder gehörte Zitat der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ) suggeriert eines: Unfälle sind ein großes Risiko, vor allem im Privatbereich, und sie müssen versichert werden, zumal die Berufsgenossenschaften dieses Freizeit-Risiko nicht abdecken.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Update

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, stellen wir ihn Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Lohnt sich eine Unfallversicherung?

Doch schauen wir uns die Zahlen etwas genauer an: Schwere, bleibende Schäden sind zum Glück bei häuslichen Schäden relativ selten. Nur 2,6 Prozent Schwerbehinderte haben Ihre Behinderung überhaupt durch einen Unfall erlitten, die Hälfte davon durch einen Arbeitsunfall. Tatsächlich sind die Fälle, die eine Unfallversicherung abdeckt, gar nicht so häufig. Dennoch kann eine Unfallversicherung sinnvoll sein.

Wenn Sie den Ausfall Ihrer Arbeitskraft versichern wollen, sollten Sie immer im Blick haben, dass es für die Unfallversicherung keine Rolle spielt, welche beruflichen und sonstigen finanziellen Folgen Sie haben, wenn Sie z.B. eine Gliedmaße verlieren. Entscheidend ist, ob der Schaden durch einen Unfall herbeigeführt wurde und wie gravierend dieser Schaden eingestuft wird (Gliedertaxe). Außerdem hängt der Nutzen einer solchen Versicherung immer von den im Vertrag festgeschriebenen Bedingungen ab.

Wann greift welche Versicherung?

Es gibt alle Arten von Versicherungen. Wir geben einen Überblick über die wichtigsten Versicherungen im Vergleich – von der Kranken- bis zur Unfallversicherung.

VersicherungWann greift die Versicherung?
Gesetzliche KrankenversicherungDie Gesetzliche Krankenversicherung zahlt für dieselbe Krankheit auch infolge von Unfällen innerhalb von drei Jahren maximal 78 Wochen lang ein Krankengeld in Höhe von 70 % des Einkommens aus den letzen zwölf Monaten: Wer zum normalen Tarif versichert ist, hat ab der siebten Krankheitswoche Anspruch auf Krankengeld. Wer ein Krankengeld ab der dritten oder vierten Krankheitswoche erhalten will, muss einen erhöhten Beitrag bis zu 18,8 Prozent zahlen. Im ermäßigten Tarif besteht der Anspruch nicht.
Private KrankenversicherungDie Tarife für ein Krankentagegeld von 50 Euro ab dem 1 Krankheitstag bewegen sich je nach Eintrittsalter zwischen 25 und 125 Euro im Monat. Je niedriger das zu zahlende Krankentagegeld und je später der Zahlungsbeginn, desto preiswerter wird es. Aber auch hier sind Krankheiten und Unfälle abgedeckt.
Gesetzliche RentenversicherungWenn Sie mindestens fünf Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben und in den letzten fünf Jahren vor Eintritt des Schadensfalls mindestens drei Jahre lang pflichtversichert waren, haben Sie entweder Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente (vor dem 02.01.1961 geboren) oder eine Erwerbsminderungsrente (später geboren).
Private BerufsunfähigkeitsversicherungEine private Berufsunfähigkeitsversicherung(mehr dazu hier: deckt alle Schäden ab, egal ob durch Krankheit oder einen Unfall verursacht, sofern Sie mindestens 50 Prozent (in manchen Verträgen auch ein anderer Prozentsatz möglich!) berufsunfähig sind. Umfassender als jede Unfallversicherung!
Dread-Disease-VersicherungAbgesichert werden können einzelne schwere Krankheiten, etwa Herzinfarkt oder Schlaganfall. Je mehr Krankheiten eingeschlossen sind, desto teuerer wird es. Diese Versicherung leistet in der Regel eine einmalige Geldsumme.Zusammen mit der Unfallversicherung kann sie eine gute Ergänzung zur Berufsunfähigkeitsversicherung sein.
GrundfähigkeitenversicherungSie leistet bei Verlust bestimmter Fähigkeiten – etwa Sehen, Greifen oder Autofahren – eine monatliche Rente, egal ob Verletzung oder Krankheit.
Gesetzliche UnfallversicherungSie zahlt bei Invalidität durch Unfälle, die bei der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg geschehen sind – oder bei Berufskrankheiten. Was als Berufskrankheit anerkannt wird, kann jedoch ein Streitfall sein.
Private UnfallversicherungSie zahlt nur bei durch Unfälle verursachter Invalidität. Waren bereits Erkrangungen des betroffenen Körperteils vorhanden oder wurde der Unfall von Körperlichen Einschränkungen beeinflusst, kann dies die Leistung mindern oder ausschließen.

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