Umgehen mit dem Inneren Kritiker: Mentale Blockaden aus dem Kindergarten


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Text stammt aus: Wuselmanagement: Wie Sie Selbstsabotage vermeiden und den inneren Kritiker für sich gewinnen (2013) von Claudia Hupprich, erschienen bei BusinessVillage Verlag, Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Viele Verhaltensmuster, die wir als Kind erlernt haben, wirken auch als Erwachsene noch nach. Und dann benehmen wir uns plötzlich wie kleine Kinder im Büro. Umgehen mit dem Inneren Kritiker: Mentale Blockaden aus dem Kindergarten baby


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Claudia Hupprich Claudia HupprichClaudia Hupprich ist Managementberaterin für DAX-Unternehmen und mittelständische Unternehmen.

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Hilfe, ein Kommunikationsgefälle

Frau Beermann kam zu mir, da sie die Arbeitsbeziehung zu ihrer langjährigen Vorgesetzten als sehr problematisch und belastend empfand und für sich herausfinden wollte, ob sie in dem Unternehmen bleiben oder lieber kündigen sollte.

Als wir begannen, die Kommunikation zwischen Frau Beermann und ihrer Vorgesetzten zu analysieren, fiel mir auf, dass es zwischen den beiden ein ziemliches Gefälle zu geben schien.

Reagieren wie ein Kleinkind?

Frau Beermann beschrieb den Kommunikationsstil ihrer Vorgesetzten als arrogant und herablassend. Zugleich erschien mir ihre Reaktion darauf ähnlich denen eines Kindes zu sein.

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Und diese – aus meiner Wahrnehmung heraus – kindlichen Reaktionen gab es gleich in zwei unterschiedlichen Ausführungen.

Zwischen Defensive und Wut

Abhängig vom Kontext und der jeweiligen Tagesform beider Akteurinnen nahm Frau Beermann entweder die Position eines defensiven oder die Position eines aggressiven Kindes ein.

In der einen Rolle fühlte sie sich ohnmächtig, hilflos und total überfordert, in der anderen konnte sie die Wut kaum noch zurückhalten und im Extremfall auch beleidigend und unsachlich werden.

Wenn Erwachsene sich in die Kindheit zurückbeamen

Beide Strategien schienen für die Arbeitswelt – vorsichtig formuliert – eher ungünstig zu sein. Erst als Frau Beermann sich darüber bewusst wurde, dass das Problem eventuell nicht bei ihrer Vorgesetzten, sondern in ihren eigenen, wenig erwachsenen Reaktionen lag, war der Weg frei für entscheidende Veränderungen.

Vielleicht kennen Sie ja auch Situationen, in denen sich erwachsene Menschen innerhalb kürzester Zeit verhaltenstechnisch in die eigene Kindheit zurückbeamen.

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Vom Kind-Ich zum Erwachsenen-Ich

So wie bei Frau Beermann und ihrer Vorgesetzten. Die beiden hatten ein ausgeklügeltes Kommunikationsspiel zwischen sich etabliert. Immer wenn die Vorgesetzte etwas zu Frau Beermann sagte, was von dieser als Kommunikation aus dem “Eltern-Ich” wahrgenommen wurde, komplettierte sie das Spiel, indem sie die Rolle des “Kind-Ichs” übernahm.

Wer von beiden das Spiel begonnen hatte, war nachrangig, denn als Frau Beermann lernte, statt aus dem “Kind-Ich” heraus aus einem “Erwachsenen-Ich” heraus mit ihrer Vorgesetzten zu kommunizieren, verbesserte sich die Arbeitsbeziehung deutlich.

So entstehen Glaubenssätze: Vorsicht vor der heißen Herdplatte!

Kinder lernen anfangs vor allem von ihren Eltern und dem näheren Umfeld in der Familie. Danach prägen der Kindergarten, Lehrer wie Mitschüler in der Schule, Freunde, Menschen im Sportverein… und… und… und. Die anfängliche Prägung durch das Weltbild der Eltern ist dabei besonders wichtig.

“Vorsicht, fass da nicht drauf, die Herdplatte ist heiß!” soll vermeiden, dass das kleine Kind eine schmerzhafte Erfahrung macht. Der Satz “Wenn Du über die Straße gehst, musst Du zuerst nach links, dann nach rechts und wieder nach links schauen” hilft, sicher über die Straße zu gelangen.

Eltern entscheiden in den ersten Lebensjahren eines Kindes, was richtig oder falsch, was gut oder böse ist. Sie geben vor, wie Dinge gemacht werden müssen und wie nicht. Sie legen fest, was Kinder müssen und was nicht, was sie dürfen und was nicht.

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Wenn Kinder die Vorgaben aufnehmen

Und das Kind nimmt diesen mentalen Rahmen auf, um sich in der Welt der Großen zurechtzufinden. Je schneller es die Regeln und Vorgaben der Eltern aufnimmt, desto schneller können die Eltern davon überzeugt sein, dass das Kind jetzt selbständig in der Welt agieren kann, es hat ja die elterlichen Vorgaben übernommen.

Leider unterstützen jedoch nicht alle Vorgaben, Regeln und Hinweise der Eltern die Kinder in ihrer Entwicklung, mögen sie auch noch so gut gemeint sein.

Glaubenssätze entstehen schon früh

Glaubensätze können zu jeder Zeit in unserem Leben entstehen. Und die Grundlagen dazu werden meistens schon sehr früh gelegt. Wenn ein Kind in seiner kindlichen Logik aus dem jeweils Erlebten und Gehörten nicht nur Überzeugungen bildet, die es in seiner Entwicklung unterstützen, ist die ideale Grundlage für das Entstehen eines Wusels vorhanden.

Aus einem Gemisch von limitierenden Glaubenssätzen, einschränkenden Werten und ungünstigen Strategien wird so ein Sabotageprogramm, welches sehr anhänglich sein kann, auf diese Weise stört und sich bis in das Erwachsenenalter weiterentwickelt.

Ich bin nicht gut genug?

Was passiert in dem Kind, wenn es beim Aufteilen der Mannschaften immer wieder als eines der letzten übrigbleibt?  Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es aus dem Erlebten eine eigene, innere Überzeugung ableitet, die mit dem Auswahlprozess und einer eigenen Interpretation zu tun hat.

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Man kann das natürlich nur vermuten. Aber diese Überzeugung könnte zum Beispiel lauten, dass man beim Sport für die Mannschaftskapitäne im Rahmen des Auswahlprozesses meist nicht gut genug ist. Das mag unangenehm sein, kommt aber den Tatsachen vermutlich ziemlich nahe. Leider tendieren wir Menschen allerdings viel mehr dazu, aus dem Erlebten eine innere Überzeugung abzuleiten, die wichtige Details ausblendet und etwas generalisiert, das so überhaupt nicht stimmt.

Generalisierung und das Ausblenden von Details

Manchmal findet diese Generalisierung und das Ausblenden von Details nicht sofort statt, sondern entwickelt sich erst im Laufe der Jahre. Am Anfang steht der initiale Glaubenssatz, im Sportunterricht nicht gut genug für das Team zu sein.

Im Laufe der Jahre kann sich daraus die Überzeugung festigen, generell für andere nie gut genug zu sein. Eine Überzeugung, die für kleine wie auch für große Menschen im Leben außerordentlich hinderlich sein kann.

Durch Wahrnehmungsfilter zur Heulboje

Wer von sich selbst glaubt, nie gut genug für andere zu sein, besitzt einen Wahrnehmungsfilter, der das Leben auf Situationen hin untersucht, die diese hinderliche Überzeugung zu bestätigen scheinen.

Zusätzlich wird eine eigene Strategie implementiert, die darauf zielt, Situationen, die diesen Glaubenssatz infrage stellen könnten, tunlichst zu vermeiden. So werden Wusel wie der Zwergenmacher, der Dunkelseher, die Heulboje oder der Druckmacher geboren.

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Fragwürdige Strategien in einen Koffer packen?

Wäre es nicht praktisch, mit dem Eintreten in die Erwachsenenwelt alle limitierenden inneren Überzeugungen, fragwürdigen Werte und ungünstigen Strategien aus der Kindheit und Jugend in einen Koffer zu packen und diesen – wenn überhaupt – in einer der hintersten Ecken im Keller zu verstauen?

Leider funktioniert dies nicht, vielleicht weil wir die alten Überzeugungen, Werte und Strategien innerlich so fest verdrahtet haben.

Plötzlich wieder Kind

Manche Menschen scheinen an den inneren Impressionen der eigenen Kindheit so sehr zu hängen, dass nur wenig nötig ist, um sie in Bezug auf ihr Verhalten wieder in das Kindesalter zurückzukatapultieren.

Alles, was sie dazu brauchen, ist eine Situation, zu der die (eigentlich kindliche) Strategie wie ein Schlüssel zum Schloss passt. Und – schwupps – ist die Tür auf, der Wusel kommt zum Vorschein – und sie flippen aus.

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