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Trends von der Zukunft Personal & Ausblick auf 2018: Robotrecruiting, Corporate Health & Lebenslanges Lernen


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Vergangene Woche war wieder Zukunft Personal, bei der Best of HR – Berufebilder.de auch Medienpartner ist: Prominente Speaker, alte und neue Trends waren dabei anzutreffen. Ein Rückblick – und eine Vorausschau auf 2018.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Trends von Europas größter Personalmesse

Die Zukunft Personal in Köln ist Europas größte Fachmesse für Personalmanagement. Das Themenspektrum reicht von Recruiting und Personaldienstleistungen über betriebliche Weiterbildung, Leadership und Arbeitsrecht bis hin zu Personal-Software und der Zukunft der Arbeitswelt. Und das zeigt sich auch an den Zahlen: Fünf Prozent Zuwachs konnten sowohl bei den Fachbesuchern (17.809 in diesem Jahr) als auch bei den Ausstellern (770 in diesem Jahr) verzeichnet werden.

Und auch das Innovationspotential wächst. So ist die Zahl der ausstellenden Start-ups in diesem Jahr auf 97 gestiegen, das sind im Vergleich zum Vorjahr fast doppelt so viele. Und nicht nur dass die Start-ups in diesem Jahr räumlich mehr Platz einnahmen, dieser Spirit, man möchte es fast Hype nennen, war plötzlich überall auf der sonst etwas verschlafenen Messe spürbar.

Influencer-Hype in der HR

Zum Beispiel auch in der Networking & Blogger-Lounge. Die war im vergangenen Jahr noch eher am Rande der Messe, in einem eher entlegenen Winkel zu finden – und immerhin für Gespräche gut geeignet. In diesem Jahr befand sie sich mitten im Geschehen und dementsprechend groß war auch der Run auf die Vorträge der HR-Blogger-Szene – man möchte meinen, hier war schon fast mehr los als bei den offiziellen Keywords. Und leider war für einen solchen Andrang der Platz ein wenig zu klein bemessen. Das gleicht ja schon fast ein wenig dem Influencer-Hype, den ich sonst nur aus anderen Branchen kenne.

Spannend fand ich aber den Vortrag von Joachim Diercks, den ich leider aus Zeitgründen nicht ganz hören konnte: Er diskutierte mit „Bots, Algorithmen und Matching in der Personalgewinnung. Können Maschinen auch Soft Skills?“ brandaktuelle Themen – und bietet damit meine perfekte Überleitung zu den diesjährigen Trendthemen der Messe: Roboter, Künstliche Intelligenz und Big Data.

Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt von morgen

Die Messe selbst hatte sich ja in diesem Jahr das Motto „work:olution – moving minds“ gegeben – nach der Arbeitswelt 4.0 im 2016 war offenbar eine Steigerung nötig. Dabei geht es um die Umbrüche, die die Automatisierung der Arbeitswelt durch Roboter und Künstliche Intelligenz erfahren wird – und die Frage, wie wir Menschen dies Umbrüche möglichst aktiv gestalten.

Kein Wunder, dass die IBM Watson-Workshops sich hier besonderer Beliebtheit erfreuen: IBM Personality Insights extrahiert und analysiert aufgrund weniger Worte die Bedürfnisse und Werte, um Empfehlungen zu geben, wie individuell mit einer Person interagiert werden sollte. IBM Talent Insights hingegen zeigt, wie aus sehr großen HR Datenmengen – sogennante Big Data in HR – Erkenntnisse und Vorhersagen ermittelt werden können. Die Workshops zeigen: Mit Analytics und künstlicher Intelligenz können HR-Abteilungen zukünftig nicht nur Personaldaten genauer untersuchen, sondern auch durch besser vorhersagbare Personalentscheidungen verstärkt Einfluss auf Unternehmensentscheidungen nehmen. Das ist ein Szenario, dem ich persönlich nicht nur positive Aspekte abgewöhnen kann.

Lieber Chancen als Risiken sehen

Trotz allem sahen die teilweise prominenten Keynote Speaker eher die Chancen denn die Risiken in der digitalen Transformation. Futurist Thinker und Entrepreneurin Nell Watson etwa betonte in ihrer Keynote die Vorteile solcher Systeme: Der Mensch kann eintönige Aufgaben abgeben, habe wieder mehr Zeit für Kreativität und darf sein Leben wieder selbstbestimmter und individueller gestalten – die Maschine dient dem Menschen, nicht umgekehrt.

Diesen Gedanken unterstrich auch Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin. Der Philosoph und Staatsminister a.D. sprach in der Keynote-Arena über seine Idee eines „digitalen Humanismus“, der klar das Wohl des Menschen in den Mittelpunkt der Digitalisierung stellt. Gleichzeitig forderte er klare ethische Normen für den Umgang mit neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz und Big Data, die Entwickler immer vor Augen haben müssen, um sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst zu werden.

Corporate Health, Integration von Flüchtlingen & Soziale Fragen

Die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) des Bundesarbeitsministeriums gestaltete an allen drei Messetagen ein eigenes Programm mit Referenten wie dem frisch gewählten Bundestagsabgeordneten Thomas Sattelberger, Dr. Jutta Rump (IBE Ludwigshafen), Dr. Natalie Lotzmann (SAP SE) und Rudolf Kast (ddn).

Die redeten und diskutierten z.B. über Soziale Aspekte in der digitalen Transformation der Arbeitswelt, die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt oder die Frage warum Gesundheit der Mitarbeiter durchaus auch Chefsache sein sollte. Überhaupt ist Corporate Health ein Thema, das an vielen Ständen und bei vielen Vorträgen immer wieder aufpoppte – vielleicht auch ein Trend, den man im Auge behalten sollte.

Der Mensch muss die Marschrichtung vorgeben

„Politik meets Praxis“ hieß es schließlich beim Future Talk. Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Dr. Bettina Volkens, Arbeitsdirektorin der Deutschen Lufthansa AG, Margret Suckale, ehemalige Personalchefin des Chemiekonzerns BASF, und Markus Köhler, Personalchef bei Microsoft, waren sich einig, dass der Mensch bei der Digitalisierung die Marschrichtung vorgeben muss.

Die Vertreter der Arbeitgeberseite forderten die Politik dazu auf, durch neue Initiativen den Menschen ein positiveres Bild von Arbeiten 4.0 und den Chancen der Digitalisierung zu vermitteln. Staatssekretär Albrecht betonte, die Unternehmen müssten viel in Aus- und Weiterbildung investieren, um die Mitarbeiter bei der digitalen Transformation mitzunehmen. Beide Seiten unterstrichen, dass den Menschen die Angst vor den Veränderungen genommen werden muss.

Ausblick auf 2018

Das ist schließlich der perfekte Ausblick auf die nächste Messe 2018. Auch wenn das endgültige Motte natürlich noch nicht feststeht, zeigt sich doch wohin die Reise geht. Moving minds – das bedeutet nicht nur technische Innovation sondern auch ständiges Lernen der Mitarbeiter. Noch stärker als bisher in die Vordergrund rücken könnten dann eLearning, Microlearning oder Gamification in der Weiterbildung.

Und damit ist schnell klar, dass Lebenslanges Lernen als künftiges Trendthema gelten kann. Und die Zukunft Personal will, das hat Geschäftsführer Ralf Hocke bereits anklingen lassen, 2018 dafür der Impulsgeber sein.

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