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Trendreport energieeffizient in die Zukunft: Lernen vom Ökohaus?


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Offenlegung & Bildrechte:  Das Tenerife Convention Bureau hat unsere Kosten für einen Aufenthalt auf Teneriffa übernommen. Bildmaterial erstellt mit einer Systemkamera unseres Sponsors Olympus. Bild-Location: Poligono Industrial Granadilla, s/n, 38600, Santa Cruz de Tenerife, Spanien.

Ob es nun die jüngste Finanzkrise war, die uns die Anfälligkeit unseres Wirtschaftssystems vor Augen geführt hat, oder ob uns die Krimkrise gerade unsere Abhängigkeit vom russischen Gasvorkommen vor Augen führt: Umdenken zu alternativen, resourcen-schonenden Lebensformen liegt im Trend.

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Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Einfach Aussteigen aus der Überfluss-Gesellschaft?

Ein Buch, das gerade von sich reden macht, ist Greta Tauberts „Apokalypse Now“: Taubert beschreibt darin, wie sie ein Jahr lang ausgestiegen ist und sich so auf eine neue Gesellschaftsform vorbereitet hat – weg von der Überflussgesellschaft, hin zu einfachen Lebensformen und Selbst-Machen.

Taubert wird zu diesem Thema auch auf der re:publica sprechen, die ja immer ein wenig als Trendbarometer gilt und sich dieses Jahr erstaunlich Technik- und Gesellschaftskritisch gibt.

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Nachhaltiger leben als Alternative

Auch wenn solche Experimente immer spannend sind, halte ich Aussteigen für kein zukunftsfähiges Modell. Eher sollten wir unsere technologischen Kenntnisse nutzen, um unsere bestehenden Gesesllschaft ökologischer zu gestalten.

Auf meiner letzten Pressereise auf die Kanareninsel Teneriffa habe ich mir daher die bioklimatische Siedlung ITER verbracht – und mich mit der Frage beschäftigt: Was bedeutet energieeffizientes, CO2-neutrales Leben eigentlich? Und könnten die Ökohäuser ein Modell für die Zukunft sein?

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Die Entstehung der Öko-Siedlung ITER

1995 schrieb das kanarische Forschungsinstitut für Technologie und erneuerbare Energien (ITER) einen Architekturwettbwerb für CO2-neutrale Häuser aus, an dem sich über 400 Architekten aus 38 Ländern beteiligten. Folgende Auflagen gab es dabei für die Häuser: Nicht größer als 120 Quadratmeter, Maximal 3-4 Schlafzimmer und nicht teurer als 1200 US-Dollar pro Quadratmer.

Am Ende wurden 25 der sogenannten Casas Bioclimaticas im Süden der Insel am Fuße des Montaña Pelada gebaut – Kostenpunkt über 10 Millionen Euro. Der Strom kommt von den Windrädern, die die Siedlung umgeben, und von Sonnenkollektoren. Mit dem Strom werden auch Wasserpumpen und Meerwasserentsalzungsanlagen betrieben, mit denen alle Häuser zum Zwecke der ökologischen Wasseraufbereitung ausgestattet sind.

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Wie ökologisch sind die Ökohäuser?

Bei den Häusern kamen nicht nur natürliche Baustoffe wie Stein und Holz zum Einsatz, sondern die Häuser erzeugen auch ihre eigene Energie bei gleichzeitig möglichst geringem Verbrauch. Dabei hat jedes Haus seine ganz eigene Art, diese Aufgabe zu lösen:

Der Wettbewerbssieger „La Geria“ etwa steht in einer Grube von einer halbrunden Mauer umgeben, die vor Wind und Feuchtigkeit schützt. Das hat Architekt César Ruiz-Larreazum dem Weinbau auf Lanzarote abgeschaut. An der richtigen Stelle angebrachte, aufeinander und auf den Wind abgestimmte Luftschlitze sorgen nicht nur für Belüftung, sondern fungieren gleichzeitig als natürliche Klimaanlage.

Die gibt es auch im französischen Haus „El Rio“: Hier fließt ein Wasserkanal direkt durch das Haus und kühlt die Raumtemperatur. Und der spanische Architekt von „Las Bóvedas“ konstruierte ein teilweise unterirdisches Gebäude mit Gewölben aus Vulkanstein, das sich nur zum Süden hin öffnet.

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Kein Haus funktioniert unabhängig vom Standort

Was mich dabei besonders fasziniert hat: Jedes Haus ist genau auf den Platz abgestimmt, auf dem es steht: So manches Haus würde genau so nur 100 Meter weiter gar nicht mehr funktionieren. Dieser Einklang mit dem Ort ist das wahre Geheimnis der Energieeffizienz.

Der Energieverbrauch der Häuser wird dabei genauestens überwacht: Gemessen wird dabei u.a. die Raumtemperatur, die Temperatur der Wände, die Luftfeuchtigkeit, der Luftzug, der CO2-Ausstoß sowie die Anwesenheit von Leuten. Um diese zu gewährleisten und um die Kosten zu decken, werden die Häuser, durchaus auch designtechnische Besonderheiten, an Feriengäste, vermietet.

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Kein Modell für Deutschland

Die kanarischen Inseln decken heute schon über 15 Prozent ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien – mehr als doppelt soviel als im EU-Durchschnitt üblich ist. Sonst sind sie in der Energieversorgung weitgehend von außen abhängig. Die Öko-Häuser sollen nun dabei helfen, energieeffiziente Lösungen für warme Regionen zu finden.

Das genau ist auch für mich der große Knackpunkt an der Öko-Haus-Siedlung: Die kanarischen Inseln bietet mit Dauersonne, Wind und Wärme praktische ideale klimatische Bedingungen für co2-neutrale Häuser. Einfach so auf unsere kalte Region übertragbar ist das System leider nicht: Im kalten Norden müssen für Energieeffizienz vermutlich ein größerer Aufwand betrieben werden. Darauf hat ITER jedoch keine Antwort.

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