Trend-Beruf Leisure-Management im Focus: Studieren für die Freizeit?


Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
Offenlegung & Bildrechte:  Hilton Hotels haben mehrere Aufenthalte in verschiedenen Ländern unterstützt. Das Tourismusministerium der kanadischen Provinz Quebec hat unsere Recherche-Kosten für Flüge, Transfer, Aufenthalt und Verpflegung übernommen. Bild-Location: 100 Rue Saint Paul Ouest, Montreal, Québec H2Y 3W2, Kanada.

Leisure-Management, zur Deutsch Freizeit-Management, ist einer dieser neuen, trendigen Studiengänge, die mir in letzter Zeit über den Weg gelaufen sind – und die in Deutschland bislang kaum bekannt sind. Die Bezeichnung klingt spannend für Leute, die ihr Hobby zum Beruf machen wollen. Doch wo kann man so etwas studieren und was tut eigentlich ein Freizeit-Manager eigentlich genau? In Montréal hatte ich Gelegenheit, einen zu treffen.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin & Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Wie wird man Freizeit-Manager?

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Jérémie Gabourg ist Leisure- & Media-Manager bei Tourism Montréal und ist in diesem Zusammenhang für das Tourismus-Marketing seiner Stadt zuständig. Er organisiert Touren für Reiseveranstalter oder Travel-Agents und Journalisten wir mich und sorgt dafür, dass diese Multiplikatoren einen möglichst positiven Eindruck von der Stadt haben. Was hat er studiert und wie ist er zu diesem Job gekommen?

Ursprünglich stammt Jérémie aus Martinique, zog aber als Kind mit seiner Familie nach Paris. Mit 18 kam er zum Studium nach Montral – und ist einfach da geblieben. „Mir gefällt die offene Mentalität der Leute“, meint er und erklärt, dass Montréal als klassische Einwanderungsstadt sehr kosmopolitisch sei: „Es gibt nicht nur englische und französische, sondern auch spanische, portugiesische, italienische und kreolische Sprachgruppen. Und es gibt dieses gewisse Savor Vivre, eine gewisse Gelassenheit im Lebensstil“

Gleichzeitig sei die Wirtschaft aber viel stärker als in Frankreich, daher seien auch die Karrierechancen deutlich besser. „Diese Mischung hat mich überzeugt, daher habe ich meinen Aufenthalt jedes Jahr auf neue verlängert - jetzt sind es schon über 12 Jahre“, lacht er.

Was studieren?

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Seine Studienwahl traf er eher zufällig– das verbindet vielen anderen Studienanfängern, die in Anbetracht der vielen Möglichkeiten auch nicht richtig wissen, was sie studieren sollen. Auch Jérémie hatte ursprünglich nur das Sinn was er kannte: „Ich wollte zunächst Übersetzen studieren, hatte aber bei der Bewerbung als zweite Wahl Management mit Schwerpunkt Tourismus angegeben.“

Doch bei der Bewerbung machte er einen Fehler: „Die McGill University, an der ich mich beworben habe, bot Übersetzen gar nicht an.“ Da die McGill aber zu den internationalen Top-Hochschulen gehört (Aktuell Platz 18 im World University Ranking), wollte Jérémie unbedingt hier studieren.

Also begann er einen dreijährigen-Bachelor-Studiengang Management – und stellte fest, dass ihm dieses Studienfach sehr gut gefiel.

Der Berufseinstieg

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Nach dem Studium arbeitete Jérémie drei Jahre lang im Kommunikationsbereich für das französische Tourist-Office in Montréal, dann vier Jahre lang bei einer großen Airline und wechselte dann zu Tourism-Montréal.

Doch Jérémie denkt weiter: Zur Zeit absolviert er abends neben dem Job eine Post-Graduierten-Programm mit Schwerpunkt "Recreation" an der Universität. Er will, wie er sagt, beruflich flexibel bleiben und sich weitere Karrierechancen eröffnen.

Flexible Karrierechancen

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In seinen verschiedenen Jobs hat Jérémie viel gelernt. Die Fluggesellschaft sei ein großes Unternehmen mit tausenden von Mitarbeitern gewesen „sehr spannend“, wie er sagt. In seinem derzeitigen Job herrscht hingegen eine eher familiäre Atmosphäre, die ihm besser gefällt.

Und auch sonst hat Jérémie ganz unterschiedliche Perspektiven kennengelernt: „Mein Job bestand zunächst darin, Kanadier zu überzeugen, nach Frankreich zu Fahren, heute überzeuge ich umgekehrt Europäer, hierherzukommen“, grinst er. „Ich kenne nun beide Mentalitäten und Sichtweisen.“

Was macht ein Freizeit-Manager in seiner Freizeit?

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„Was ist einfacher?“ will ich wissen „Europäer zu überzeugen, nach Montréal zu kommen, sei einfacher“, sagt Jérémie nach kurzem überlegen. „Denn die Europäer mögen Montréal, es ist wie ein wenig Europa in Nordamerika“, sagt er mit Blick auf europäisch anmutende Architektur der Innenstadt.

„Und was macht ein Freizeitmanager in seiner Freizeit?“ frage ich schließlich. Bei seiner Antwort wird deutlich, dass es Jérémies Job ist, Marketing für die Stadt zu machen:

Zum Beispiel einen der zahlreichen Dachgärten besuchen wie etwa der, der sich im Hilton Hotel auf 18. Stock eines Wolkenkratzers befindet, Fahrradfahren mit dem Bixi-Bike, einem System, bei dem man ein Rad für eine halbe Stunde leihen kann. Oder gut essen gehen in einem der vielen Restaurants aus unterschiedlichen Kulturen, von denen Boris Bistro eines der besten sei, wie er mir verrät.

Wo kann man Leisure-Management studieren?

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Laut Hochschulkompass kann man Leisure-Management bislang nur einige wenige Male in Deutschland studieren, etwa Leisure & Tourism Management an der Fachhochschule Stralsund. Das zeigt, wie neu dieses Angebot in Deutschland noch ist.

Wer dieses Fach studieren möchte, sollte daher auch einen Blick ins Ausland wagen: In Dublin, dem Zealand Institute in Dänemark oder an der niederländischen FH Stenden kann das Fach studieren.

Die Professionalisierung des Freizeit-Bereiches

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Dass die Sprache fast überall englisch ist, auch in Deutschland, sollte bei der internationalen Ausrichtung des Studiengang keine Rolle spielen.

In anderen Ländern ist die Professionalisierung dieses Bereiches schon deutlich weiter fortgeschritten ist als in Deutschland.

 

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