Talentmanagement & Boomerang Hires im Recruiting: 3 X 3 Tipps für aktive Alumni-Netzwerke

Von Oliver Koch (Mehr) • Zuletzt IT-aktualisiert am • Zuerst veröffentlicht am 24.07.2018 • Bisher 5182 Leser, 1196 Social-Media-Shares Likes & Reviews (5/5) • Kommentare lesen & schreiben • Offenlegung & Urheberrechte: Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. Die SOLOCOM GmbH hat uns finanziell unterstützt. 

Die Bezeichnung „Alumni“, die heute vor allem für Hochschulabsolventen und ehemalige Mitarbeiter eines Unternehmens verwendet wird, stammt ursprünglich aus dem alten römischen Reich. Doch was bedeutet es heutzutage für ein Unternehmen einen Alumni wieder als aktiven Mitarbeiter zurückzugewinnen?

Best of HR – Berufebilder.de®

Definition Alumni-Netzwerk

Bei den Römern wurden ehemalige Soldaten, die im Krieg verletzt wurden, vom Staat kostenlos ernährt und als Alumni bezeichnet, was wörtlich soviel wie „Zögling“ oder „der Genährte“ bedeutet. Heute werden als Alumni in Unternehmen drei Parteien gezählt:

  1. die ehemaligen Talente wie Auszubildende, Praktikanten oder Werkstudenten,
  2. die ehemaligen Mitarbeiter, die den Arbeitgeber gewechselt haben
  3. und zuletzt die pensionierten Mitarbeiter.

Vor allem die ersten beiden Gruppen sollten regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden, was die Veränderungen und Neuigkeiten in der Firma angehen. So werden ihnen das Unternehmen selbst und auch die Zeit, die sie dort verbracht haben, immer wieder ins Gedächtnis gerufen.

Bumerang-Effekt – 3 Vorteile

Durch ein gepflegtes Alumni-Netzwerk kann dann unter anderem der Bumerang-Effekt eintreten. Dies bezeichnet den Wiedereintritt eines ehemaligen Mitarbeiters in das Unternehmen, in dem er schon einmal gearbeitet hat. Wenn solch ein Bumerang-Effekt eintritt, hat das für den Arbeitgeber folgende Vorteile:

Wissen, das wirkt!

Laden Sie das PDF zum Text bzw. den eKurs herunter oder bestellen Sie das Buch zum Thema im Shop oder per Klick auf das Cover: [*Anzeige]

  1. Der Mitarbeiter benötigt nur eine minimale Einarbeitungsphase, da er mit den internen Prozessen des Unternehmens schon vertraut ist. Dieses Wissen muss bei ihm lediglich aktualisiert werden, was deutlich weniger Zeit in Anspruch nimmt, als einen neuen Mitarbeiter komplett einzulernen.
  2. Darüber hinaus wissen sowohl der Arbeitgeber, als auch der Arbeitnehmer worauf sie sich bei einer erneuten Einstellung einlassen, sodass die Wahrscheinlichkeit von Unklarheiten und Missverständnissen was das Arbeitsverhältnis betrifft, deutlich sinkt.
  3. Für das Unternehmen ist auch der finanzielle Aspekt nicht unerheblich, denn Re-Hiring ist wesentlich kostengünstiger, als ein üblicher Rekrutierungsprozess, der von A bis Z bearbeitet werden muss.

Wettbewerbsvorteil

Des Weiteren kann für das Unternehmen ein echter Wettbewerbsvorteil entstehen, wenn mehrere Mitarbeiter durch den Bumerang-Effekt wieder in die Firma zurückgekehrt sind. Diese Mitarbeiter verfügen dann über Kontakte bei ihren vorigen Arbeitgebern, bei Kunden und eventuell bei Freiberuflern.

Dieses Netzwerk baut sich ein Angestellter seit seinem ersten Arbeitstag auf und davon profitiert dann immer der aktuelle Arbeitgeber. Der nächste Aspekt bezieht sich auf die Mundpropaganda. Jemand, der bewusst zu seinem früheren Arbeitgeber zurückkehrt, ist mit den Arbeitsbedingungen zufrieden, fühlt sich dort wohl und empfiehlt dieses Unternehmen statistisch gesehen häufiger weiter als ein Nicht-Wiederkehrer.

Wie kann das Unternehmen den Bumerang-Effekt fördern?

Ein grundsätzlicher Aspekt, der auf den ersten Blick selbstverständlich erscheint, in der Praxis aber oft nicht umgesetzt wird, ist Respekt. Das Unternehmen muss den Austritt eines Mitarbeiters respektieren und ein professionelles Abschlussgespräch führen, sodass der Mitarbeiter einen guten letzten Eindruck von dieser Arbeitsstelle im Kopf behält.

In solch einem Gespräch kann zum Beispiel auch ausgemacht werden, dass sich das Unternehmen bei einer passenden Vakanz mit dem Mitarbeiter in Verbindung setzt. Ab diesem Zeitpunkt kommt dann das Alumni-Netzwerk ins Spiel, wodurch regelmäßig Kontakt mit dem ehemaligen Mitarbeiter gehalten wird. Darüber hinaus besteht der Fakt, dass 90% der deutschen Arbeitnehmer schon von sich aus mit dem ehemaligen Arbeitgeber in Kontakt bleiben wollen. Es besteht also ein Interesse beiderseits sich nicht aus den Augen zu verlieren.

Reisen. Menschen. Erfolge.

Inspirierende Orte erleben und Erfolge gestalten dank unserem Shop, Rabatte dazu per Newsletter, mehr auf unseren Fokus-Seiten: [*Anzeige]

3 Möglichkeiten zur Umsetzung eines Alumni-Netzwerkes

  1. Die wahrscheinlich häufigste Methode ein Alumni-Netzwerk zu führen, ist der Newsletter. Hier wird der Ehemalige per Mail über aktuelle Themen in der Firma unterrichtet, wie zum Beispiel ein Wechsel in der Führungsebene oder eine Zusammenfassung des Quartalberichtes. Auch etwaige vakante Stellen können hier ausgeschrieben sein.
  2. Die etwas persönlichere Variante ist ein regelmäßiger Stammtisch, an dem sowohl ehemalige Mitarbeiter, als auch aktuell Aktive teilnehmen können. Hier kann sich persönlich über interne Veränderungen ausgetauscht werden, aber auch das private Gespräch findet hier seinen Platz. Dadurch wird die emotionale Bindung des ehemaligen Mitarbeiters zum Unternehmen und der Belegschaft gestärkt.
  3. Auch die Einladung zu Firmenevents an Alumni, die zum Beispiel bis vor einem Jahr noch in der Firma gearbeitet haben, ist nicht ungewöhnlich. Man kann sich in solch einem Rahmen gut unterhalten, Kontakte pflegen und vor allem Spaß haben, wodurch das Unternehmen im Kopf des früheren Mitarbeiters in immer positiveres Licht gerückt wird.

Fazit: Alumni-Netzwerke sind empfehlenswert

Für ein Unternehmen ist es definitiv empfehlenswert ein Alumni-Netzwerk zu führen, dieses zu pflegen und immer auf dem aktuellen Stand zu halten. Dieser Aufwand steht in keinem Verhältnis zu der weitaus größeren Aufwendung für jede zu besetzende Stelle einen vollständigen Rekrutierungsprozess zu durchlaufen.

Es ergeben sich also folgende Vorteile für das Unternehmen: Mitarbeiter rekrutieren Mitarbeiter, das heißt Externe bewerben sich auf eine interne Empfehlung hin. Außerdem erfolgt bei einem erfolgreichen Re-Hiring eine Prozessoptimierung, die sowohl Zeit, als auch Kosten einspart.

Mehr Wissen über Menschen und Orte

Für Ihren persönlichen Erfolg in der Post-KI-Welt bieten wir außerdem individuelle Beratung und viele, frei verfügbare Informationen, die Menschen und Orte wirkungsvoll verbinden: Unter , staatlich geförderter Partner des früheren Bundesbildungsministeriums, finden Sie alles über Business, Beruf und Erfolg, während , vorgestellt im Rahmen eines EU-geförderten Projekts, touristische Themen behandelt. Viel Erfolg! [*Anzeige]

Top Bücher zum Thema

Text als PDF lesen

Diesen Text als PDF erwerben (nur zur eigenen Nutzung ohne Weitergabe gemäß AGB): Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de, wir schicken das PDF dann umgehend zu. Sie können auch Text-Reihen erwerben.

7,99Bezahlen

eKurs on Demand buchen

Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion als PDF-Download. Bitte schicken Sie uns nach dem Kauf eine eMail mit gewünschten Titel an support@berufebilder.de. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs – alle weiteren Informationen!

29,99Bezahlen

Individuelles eBook nach Wunsch

Falls unser Shop Ihnen nicht Ihr Wunschthema bietet: Wir stellen gerne ein Buch nach Ihren Wünschen zusammen und liefern in einem Format Ihrer Wahl. Bitte schreiben Sie uns nach dem Kauf unter support@berufebilder.de

79,99Bezahlen

Persönliche Beratung für Ihren Erfolg

Egal ob es um das Erreichen von Zielen, die persönliche Entwicklung oder berufliche Fragen geht: Wir beraten Sie individuell rund um Ihren Erfolg in einer sich schnell wandelnden Post-KI-Welt.

199,99Bezahlen

4 Antworten zu „Talentmanagement & Boomerang Hires im Recruiting: 3 X 3 Tipps für aktive Alumni-Netzwerke“

  1. Thomas

    Wirklich ein toller, sehr informativer Beitrag!

    1. Simone Janson

      Danke für Ihre Lob, über das wir uns sehr freuen.

  2. Stefan

    Talentmanagement ist ein spannendes und häufig unterschätztes Thema. Unternehmen könnten hier sehr viele Resourcen einsparen, wenn sie das vernünftig handhaben würden.

    1. Simone Janson

      Vielen Dank, das sehe ich genau so. Leider geben immer noch zu viele Unternehmen Geld für die Neurekrutierung von Mitarbeitern aus, als auf das Potential vorhandener Mitarbeiter zurückzugreifen. Das ist ein wenig so wie das Neukundenhandling.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.