Wie studieren: Das berufsbegleitende Studium


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In den vergangenen Jahren haben sich, neben dem “normalen Vollzeitstudium”, auf das ich im dritten Teil eingehen werde, zwei Zeitformen in den Fokus gerückt, die vor 5-10 Jahren noch kaum einer kannte.

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Hier schreibt für Sie:

 

Milan Klesper 49Milan Klesper ist Fachautor mit Schwerpunkt Studium.

  Profil

Nebenberuflich studieren ist “in”

Waren Arbeitnehmer, die nach ihrem Berufsalltag noch einem Studium nachgingen, Anfang des Jahrhunderts noch Exoten, so hat sich diese Entwicklung schnell geändert. Die Fernunterrichtsstatistik 2009 zeigt, dass erstmals die Grenze von 100.000 Fernstudenten geknackt wurde.

Was in der Statistik nicht erfasst ist: Neben den Fernstudenten gibt es ja noch jede Menge Abendstudenten. Geschätzt liegt deren Zahl in der gleichen Größenordnung. Als Teilzeitstudent/in ist man heutzutage also längst nicht mehr allein.

Verschiedenste Studienformen

Wer sich schon mal mit einem berufsbegleitenden Studium beschäftigt hat, der wird schnell festgestellt haben, dass es die verschiedensten Zeitmodelle gibt. Die zwei meistgenutzten möchte ich nachfolgend erklären:

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  • Fernstudium: Oftmals wird “Fernstudium” als Synonym für ein berufsbegleitendes Studium verwendet. Das ist aber nicht ganz richtig, denn man kann auch in Präsenz nebenberuflich studieren. Ein Fernstudium ist, wie der Name es eigentlich ja auch schon sagt, ein Studium, das aus der Ferne absolviert wird. Die bekannteste Hochschule ist die FernUni Hagen, daneben gibt es noch zahlreiche weitere private Hochschulen und Weiterbildungsinstitute, die solch ein Studium anbieten. Bei einem Fernstudium erhält man mit der Einschreibung Zugang zu einem Online-Campus, über den die Lehrmaterialien heruntergeladen werden können Hier chattet man mit dem Professor, gibt seine bearbeiteten Aufgaben ab oder tauscht sich mit den Kommilitonen aus. Zudem erhält man Lernbriefe per Post. An wenigen Tagen pro Jahr finden zusätzlich Präsenztermine statt, an denen beispielsweise Prüfungen abgelegt werden.
  • Abendstudium: Bei dieser Form des nebenberuflichen Studium drückt man nach der Arbeit und/ oder am Wochenende noch die (Hoch)Schulbank. Man lernt also direkt beim Studienanbieter im Kreis von Kommilitonen und nicht allein zu Hause. Was die Studienzeiten angeht, gibt es sehr unterschiedliche Regelungen. Manche Anbieter führen ein Wochenendstudium durch, bei dem die Seminare nur an Wochenendtagen terminiert sind. Andere Institutionen öffnen zwei Mal in der Woche (z.B. von 18:00 – 21:00 Uhr) sowie samstags ganztätig ihre Vorlesungsräume für die Abendstudierenden.
  • Weitere Studienformen: Zusätzlich zu diesen beiden Modellen gibt es auch andere Zeitmodelle, wie z.B. das Online-Studium. Es ist im Prinzip ähnlich zum Fernstudium, nur dass hier der Anteil der Inhalte, die via Online-Plattform gelehrt bzw. bereitgestellt werden, noch etwas höher ist.
  • Unterschiedliche Abschlüsse: Wichtig ist auch zu wissen, dass es bei einem berufsbegleitenden Studium viele verschiedene Abschlüsse gibt. Prinzipiell ist mit “Fernstudium” oder “Abendstudium” ja nämlich nur die Form des Lernens, das Studieren, gemeint. Viele Teilzeitstudierende haben daher schon böse Überraschungen erlebt, wenn sie sich vorher nicht ausführlich informiert haben.

Denn nicht immer führt ein berufsbegleitendes Studium zu einem akademischen Titel wie Diplom, Bachelor oder Master. Daneben gibt es zahlreiche Anbieter, die Weiterbildungen mit Zertifikatsabschlüssen durchführen. Das ist nicht unseriös und durchaus sind diese Abschlüsse auch anerkannt bei Arbeitgebern, aber man kann z.B. einen Weiterbildungsabschluss nicht mit einem akademischen Abschluss gleichsetzen. Die Karrierechancen sind mit einem Diplom, Bachelor oder Master bzw. MBA in der Tasche generell besser.

Worauf sollten Sie achten?

Wenn Sie sich also für ein berufsbegleitendes Studium interessieren, sollten Sie vor allem auf drei Dinge achten:

  • Zeitmodell: Welches Zeitmodell passt zu mir? Bin ich der Typ, der im Fernstudium abends alleine zu Hause lernen kann? Oder ist eher ein Abendstudium geeignet?
  • Abschluss: Möchte ich ein akademisches Studium absolvieren? Dann achten Sie darauf, dass Ihr Studiengang mit einem anerkannten Grad wie Diplom, Bachelor oder Master abschließt. Diese Studienabschlüsse sind von Agenturen wie FIBAA oder ZeVA überprüft und akkreditiert.
  • Anbieter: Es gibt mittlerweile hunderte Anbieter auf dem nebenberuflichen Bildungsmarkt. Informieren Sie sich umfangreich, nutzen Sie beispielsweise Foren und unabhängige Plattformen, um sich ein Bild von den Hochschulen und Akademien zu machen.

Weitere Infos

Wer ein berufsbegleitendes Studium in Erwägung zieht, sollte sich genau überlegen, ob diese sehr belastende Form für ihn in Frage kommt.

Ausführliche Recherchemöglichkeiten aller Abend- und Fernstudiengänge, insbesondere mit akademischem Abschluss sowie Erfahrungsberichte zu den verschiedensten Anbietern finden Sie im Internet.

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  1. Fritz

    Gute Noten und zügiges studieren – das ist, was Karriereberater und Personaler einem immer empfehlen, um einen Job zu finden. Was dabei oft verschwiegen wird: Es gibt heutzutage leider immer weniger Garantien, auch den gewünschten Job zu finden. Da sollten Sie mit Ihrem Blog mal ansetzen.

  2. Juergen Schiefer

    Sehr geehrte Frau Janson,

    ich kann ihrem Artikel nur zustimmen. Ich habe das Buch “Erfolgreich berufsbegleitend studieren: Ein Absolvent packt aus!” nach Abschluss meines berufsbegleitenden Studiums verfasst. Sowie in Deutschland boomt das berufsbegleitende Studieren auch in Österreich. An den Fachhochschulen ist die Quote schon höher als die Vollzeitstudierenden.

    Ich bin in Österreich, Deutschland und der Schweiz an den FH´s und Universitäten unterwegs und verrate Studierenden, wie man erfolgreich berufsbegleitend studieren kann.

    Falls Sie ein Artikel oder ein Interview für Ihre Homepage interessiert wäre ich gerne bereit. Vielleicht sehen wir uns ja mal bei einem Event in Deutschland.

    Mit schönen Grüßen aus Österreich

    Jürgen Schiefer

    • Simone Janson

      Danke. Ich leite das weter an den Autor, Hern Klesper.

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