BAföG: Studiengebühren und BAföG


Gut arbeiten, 500 Bäume pflanzen! Wir machen die Arbeitswelt menschlicher wie ökologischer und spenden – urkundlich belegt – Einnahmen für Aufforstung. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit einzigartigem Buchkonzept, on-Demand eKursen und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, WELT, Wikipedia.
Bildrechte:  Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Zu den herkömmlichen Ausgaben für Lebenshaltung und Essen kommen mittlerweile an vielen Hochschulen in Deutschland Studiengebühren unterschiedlicher Formen und Höhe. Zum Beispiel für Langzeitstudenten – oder für alle! studium-fachrichtung

Wichtiger Hinweis: Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone Janson Simone JansonSimone Janson ist Verlegerindeutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation.

  Profil

Meist werden Langzeitstudenten nach Überschreiten der Regelstudienzeit – meist um vier bis sechs Semester – zur Kasse gebeten. Etwas gerechter ist das Studienkontenmodell: Studenten bekommen ein bestimmtes Kontingent an kostenlosen Lehrveranstaltungen gutgeschrieben.

Wer dieses Konto überzieht, also mehr Lehrveranstaltungen belegt, muss zahlen, unabhängig von der Semesterzahl. Dieses System ist für jene vorteilhaft, die ihr Studium durch jobben finanzieren und daher nur in Teilzeit studieren können. Dazu kommen verschiedene Formen von Verwaltungsgebühren und die Staffelung der Semesterbeiträge je nach Studiendauer, wie z.B. in Berlin.

Vielerorts allgemeine Studiengebühren

Mittlerweile werden allerorten aber auch Allgemeine Studiengebühren ab dem ersten Semester diskutiert, denen bislang noch ein Verbot durch das Hochschulrahmengesetz im Wege stand. Die meisten Länder, die Allgemeine Studiengebühren auch ab dem Erststudium einführen wollen, gehen von 500 Euro pro Semester aus. Die Gelder sollen allerdings, anders als die bisher erlassenen Gebühren, den Fachbereichen direkt zur Verfügung gestellt werden.

Es bleibt zu hoffen, dass bei der Einführung von Gebühren die Situation einkommensschwacher Familien berücksichtigt wird. So werden Darlehensmodelle diskutiert, nach denen die Gebühren erst nach Arbeitsbeginn zurückgezahlt werden.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) herunterladen oder für wenig mehr Buch zum Thema mit Rabatt bzw. eKurs buchen. Aktionen oder News per Newsletter!

Verbot von Hochschulgebühren aufgehoben – Zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts und seiner Begründung

Am 26.01.2005 hat das Bundesverfassungsgericht das durch das Hochschulrahmengesetz festgeschriebene Verbot von Studiengebühren in Deutschland für verfassungswidrig erklärt. Die Unionsregierten Länder Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt hatten gegen das Hochschulrahmengesetz geklagt.

Die Bundesländer können nun eigenständig über die Einführung von Studiengebühren entscheiden. Das 2002 durch die Bundesregierung erlassene bundesweite Gebührenverbot verletze das Gesetzgebungsrecht der Länder und wurde durch das Gericht für nichtig erklärt.

Rechte des Bundes

Der Bund kann nach diesem Urteil sein generelles Gebührenverbot nicht auf die – ihm grundsätzlich zustehende – Rahmengesetzgebungskompetenz für das Hochschulwesen stützen, da bundesweit einheitliche Regelungen weder zur “Herstellung leichwertiger Lebensverhältnisse” noch zur “Wahrung der Wirtschaftseinheit” erforderlich seien.

Allerdings soll der Bund eingreifen können, wenn die Einwohner von Bundesländern, in denen ein Hochschulstudium Gebühren kostet, erheblich benachteiligt würden oder wenn ein Großteil der Studierenden in andere Bundesländer abwandert. Grundsätzlich ging es allerdings nicht um die Frage, ob Studiengebühren politisch vernünftig sind, daher wollen die Karlsruher Richter ihr Urteil auch nicht als Freibrief für Studiengebühren verstanden wissen.

Übersicht über eingeführte und geplante Studiengebühren nach Bundesländern

Bundesland: Eingeführte und geplanete Studiengebühren: Verwaltungsgebühren:
Baden-: Württemberg: Eingeführt: Langzeitstudiengebühren (ab vier Hochschulsemester über Regelstudienzeit) von 511 € pro Semester. In Planung: Studiengebühren von 500 € ab dem ersten Semester, zahlbar während oder (durch ein Darlehen) nach dem Studium. 40 €
Bayern: Eingeführt: Gebühren für das Zweitstudium von 511 € pro Semester, Zwangsexmatrikulation bei zu langem Studium. In Planung: Allgemeine Studiengebühren von 500 € pro Semester. 50 €
Berlin: Geplant: 500 € Langzeitstudiengebühren. 51 € pro Semester, um zwischen 16 und 36 € höhere Semesterbeiträge bei Überschreitung der Regelstudienzeit um drei Semester oder mehr.
Brandenburg: In Diskussion: Langzeitstudiengebühren/ Studienkonten, 500 € pro Semester, bzw. Studiengebühren gleicher Höhe für alle. 51 €
Bremen: In Diskussion: Langzeitstudiengebühren/ Studienkonten, 500-565 € pro Semester, Allgemeine Studiengebühren für Nicht-Landeskinder 50 €
Hamburg: Eingeführt: Langzeitstudiengebühren von 500 € pro Semester. In Diskussion: Allgemeine Studiengebühren von 500 € pro Semester. geplant: 50 €
Hessen: Langzeitstudiengebühren von 500 bis 900 € pro Semester (gestaffelt nach Überschreitung der Regelstudienzeit ab 4 Hochschulsemestern darüber), Zweitstudiengebühren von 500 € pro Semester. Geplant, wenn es die Landesverfassung zulässt: Allgemeine Studiengebühren von 500 € pro Semester. 50 €
Mecklbg.-V. In Planung: Allgemeine Studiengebühren von 500 € pro Semester für Nicht-Landeskinder
Nieder-: sachsen: Langzeitstudiengebühren von 500 € ab 4 Hochschulsemester über Regelstudienzeit. In Planung: Allgemeine Studiengebühren in Höhe von 300 € – 700 € pro Semester. 51 €, geplant: 75 €
Nordrhein-: Westfalen: Eingeführt: Studienkonten, 565 € pro Semester bei Überziehen des Studienkontos (nach 14 bis 16 Semestern, Teilzeitstudium etwas länger möglich), Zweitstudiengebühren von 565 € pro Semester. In Diskussion: Allgemeine Studiengebühren in unbekannter Höhe.
Rheinland-: Pfalz: Eingeführt: Studienkonten, 565 € pro Semester bei Überziehen des Studienkontos (nach 14 bis 16 Hochschulsemestern, Teilzeitstudium etwas länger möglich). In Diskussion: Allgemeine Studiengebühren von 500 € für Nicht-Landeskinder.
Saarland: Eingeführt: Langzeitstudiengebühren von 500 € pro Semester ab 4 Hochschulsemester über Regelstudienzeit. In Planung: Allgemeine Studiengebühren von 500 € pro Semester.
Sachsen: Eingeführt: Zweistudiengebühren von 307 € pro Semester, Zwangsexmatrikulation bei zu langem Studium. In Diskussion: Weiterbildendes Studium bis zu 5000 € je Angebot, Hochschul- und Studienkolleg bis zu 2200 € pro Semester für ausländische Studierende. In Vorbereitung: Prüfungsgebühren von 25 – 150 € pro Semester
Sachsen-: Anhalt: In Diskussion: Langzeitstudiengebühren/ Studienkonten von 500 € pro Semester ab 4 Semester über Regelstudienzeit oder Ablauf des Studienkontos. In Planung: Allgemeine Studiengebühren von 500 € pro Semester. geplant: 25-150 €
Schleswig-: Holstein: In Diskussion: Studienkonten, 500 € pro Semester ab 2 Hochschulsemester über Regelstudienzeit, Allgemeine Studiengebühren für Nicht-Landeskinder.
Thüringen: Eingeführt: Langzeitstudiengebühren von 500 € pro Semester ab 4 Hochschulsemester über Regelstudienzeit.

Indirekte Studiengebühren

Teuer kann es für Studenten indessen auch auf andere Weise werden: So wurden und werden in einigen Ländern die Zuschüsse für die Studentenwerke gekürzt, mit dem Ergebnis, dass der Semesterbeitrag, den alle Studierenden zahlen müssen, steigt, das Mensaessen, Wohnheimplätze und andere Angebote des Studentenwerks (z.B. Rechtsberatung, Psychotherapeutische Beratung). teurer oder gestrichen werden.

Tipp: Text als PDF (bitte Anleitung lesen!) herunterladen oder für wenig mehr Buch zum Thema mit Rabatt bzw. eKurs buchen. Aktionen oder News per Newsletter!


Mehr Wissen - PDF-Download, eKurs on Demand oder persönliche Beratung


Offline-Download: Diesen Text als PDF herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Da wir den Titel dieses Textes aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist. Nach dem Kauf Text ausschließlich unter dieser URL herunterladen (bitte abspeichern). Oder für wenig mehr direkt ganzes Buch oder eKurs mit diesem Text kaufen, dazu weiterlesen.

3,99 Jetzt buchen



Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung und Zertifikat – alle weiteren Informationen!

19,99 Jetzt buchen


Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgeber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) – zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

179,99 Jetzt buchen



Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  1. Bernie Wede

    Coole Website, Sie machen einen super Job!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.