DIW-Studie zeigt zähes Ringen um Frauen in deutschen Vorständen: Managerinnen-Barometer 2011


Uns bewegt, die Arbeitswelt menschlicher zu gestalten – ohne ständigen Effizienzdruck, Stress und Angst. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit Podcast, eLearning-on-Demand-Angebot und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin und Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
Bildrechte: Bildmaterial erstellt im Rahmen einer kostenlosen Kooperation mit Shutterstock. .

Gestern frisch erschienen ist der Wochenbericht des DIW Berlin 3/2012 mit zwei aktuellen Beiträgen zur Repräsentanz von Frauen in Spitzengremien großer Unternehmen in Deutschland. Die Zahlen bilden die Situation 2011 ab und zeigen: Trotz heftiger Diskussion um die Frauenquote hat sich bislang noch nicht viel verändert.

DIW-Studie zeigt zähes Ringen um Frauen in deutschen Vorständen: Managerinnen-Barometer 2011 DIW-Studie zeigt zähes Ringen um Frauen in deutschen Vorständen: Managerinnen-Barometer 2011

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!


Mehr Wissen - Podcast, PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung

Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

Unsere Bücher

Best of HR - Berufebilder

Lesen


Lesen


Lesen


Wichtiger Hinweis

Dieser Beiträg enthält Inhalte und Angaben, die möglicherweise nicht mehr aktuell sind, z.B. aufgrund gesetzlicher oder statistischer Veränderungen. Weil er dennoch hilfreich sein kann, einen Überblick zum Thema zu bekommen, können Sie ihn weiterhin hier finden.

Kein Anstieg von Frauen in Top-Positionen

Zur Übersicht

Viel Neues zeigen die Zahlen nicht. Auch im Jahr 2011 hat sich der Frauenanteil in den Aufsichtsräten und Vorständen großer Unternehmen und Banken in Deutschland kaum verändert. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Die DIW-Expertinnen Elke Holst und Julia Schimeta konnten im Vergleich zum Vorjahr keinen nennenswerten Anstieg bei der Zahl der Frauen in Top-Positionen beobachten. So fasst DIW-Forschungsdirektorin Holst zusammen:

"Obwohl das Ziel, mehr Frauen in Spitzengremien der Wirtschaft zu berücksichtigen, sowohl in der Öffentlichkeit als auch in der Politik immer stärkere Beachtung findet, werden Frauen an den maßgeblichen wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen weiterhin kaum beteiligt."

In Top-200 nur 3 Prozent Frauen

Zur Übersicht

Im Vorstand der deutschen Top-200-Unternehmen waren Frauen auch 2011 wieder mit nur drei Prozent vertreten. "Hier herrscht eine männliche Monokultur", so Holst. In den Aufsichtsräten stieg der Anteil leicht von 10,6 Prozent im Vorjahr auf 11,9 Prozent.

"Weiterhin sind aber mehr als zwei Drittel der Frauen in Aufsichtsräten Vertreterinnen der Arbeitnehmerschaft, die aufgrund von Mitbestimmungsregelungen in das Gremium gelangten", erklärt Schimeta. Bei den im Fokus der Öffentlichkeit stehenden DAX-30-Unternehmen nahm der Frauenanteil 2011 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Punkte auf 3,7 Prozent zu.

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Auch die kleinen haben wenig Frauen

Zur Übersicht

Erstmals wurden auch die Spitzengremien der mittelgroßen und kleineren börsennotierten Unternehmen des MDAX und SDAX in Deutschland in die Untersuchung einbezogen. Hier ist der Frauenanteil ebenfalls sehr niedrig:

Im Jahr 2011 waren nur 2,3 Prozent der Vorstandsmitglieder der MDAX-Unternehmen Frauen, bei den SDAX-Vorständen kamen die DIW-Expertinnen auf 4,8 Prozent Frauen. "Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt bei den kleineren Unternehmen etwas höher als bei großen, insgesamt reden wir jedoch nur von minimalen Unterschieden. Die Männer-Dominanz ist auch hier überwältigend", sagt Holst.

Unternehmen mit Bundesbeteiligung: Etwas mehr Frauen

Zur Übersicht

Zum zweiten Mal wurden Unternehmen mit Bundesbeteiligung – wie etwa die Deutsche Bahn AG, die KfW-Bankengruppe oder die Deutsche Telekom AG, aber auch kleine Unternehmen, wie die Bayreuther Festspiele GmbH – im DIW-Managerinnen-Barometer untersucht.

Hier sind Frauen in den Vorständen mit 8,2 Prozent und im Aufsichtsrat mit 17,7 Prozent vertreten. "Mögliche Erklärungen dafür könnten Unterschiede in der Unternehmensgröße oder Effekte der funktionsgebundenen Gremienbesetzung sein. Die höheren Anteile könnten aber auch als Folgen der Gleichstellungsgesetzgebung im öffentlichen Dienst interpretiert werden", erklärt Schimeta.

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Banken: Frauen der Ausnahmefall

Zur Übersicht

Auch im Finanzsektor gibt es kaum Verbesserungen: In die Vorstände der größten 100 Banken und Sparkassen gelangen Frauen nur im Ausnahmefall. In 88 Prozent der Vorstände sind Männer vollkommen unter sich. Der Frauenanteil liegt auf einem ähnlich geringen Niveau wie in den Jahren davor: in den 100 größten Banken und Sparkassen bei 3,2 Prozent, in den untersuchten 59 Versicherungen bei 3,6 Prozent.

Anteilig mehr Frauen sind in Aufsichtsräten vertreten. In Banken und Sparkassen stellen sie 16,6 Prozent und in den Versicherungen 13,1 Prozent der Mitglieder. Bei den Banken entspricht dies einem Anstieg um 1,5 Prozentpunkte in den letzten fünf Jahren.

Verpasste Chancen für mehr Emanzipation

Zur Übersicht

Hier wurde eine große Chance mehr Frauen in Spitzenpositionen zu bringen verpasst: "Im Zuge der Finanzkrise gab es bei Banken und Versicherungen zahlreiche Neubesetzungen und Umstrukturierungen gerade in den Spitzengremien.

Diese wurden jedoch nicht dazu genutzt, den Frauenanteil auf der Leitungsebene zu erhöhen – obwohl Frauen die Mehrheit der Belegschaften stellen", hebt Holst hervor. "Es ist davon auszugehen, dass es hier an innerbetrieblichen Aufstiegschancen und der Förderung von flexiblen Karrierewegen mangelt."

Tipp: Text als PDF oder Podcast (bitte Anleitung lesen!) oder zu diesem Text kompletten eKurs herunterladen. Regelmäßige Sonderaktionen oder News per Newsletter!

Hintergrund DIW-Managerinnen-Barometer

Zur Übersicht

Das DIW-Managerinnen-Barometer beobachtet die Trends bei der Besetzung von Spitzenpositionen in großen deutschen Unternehmen durch Männer und Frauen. Seit 2006 wird dazu einmal jährlich die Zahl der Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der 200 größten deutschen Unternehmen sowie der größten Banken, Sparkassen und Versicherungen ausgewertet.

In diesem Jahr kamen die DAX30-, MDAX- und SDAX-Unternehmen sowie die Beteiligungsunternehmen des Bundes hinzu. Zusätzlich wird die Entwicklung im Finanzsektor, also bei den 100 größten Banken und Versicherungen, erfasst.


Mehr Wissen - Podcast, PDF-Download, eKurse oder persönliche Beratung

Zur Übersicht


Offline-Download: Diesen Text als PDF herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Da wir den Titel dieses Textes aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist. Nach dem Kauf Text ausschließlich unter dieser URL herunterladen (bitte abspeichern).

3,35 Jetzt buchen


Podcast hören & MP3 downloaden: Sie können diesen Text kostenlos anhören, als Mitglied auch ohne störendes Popup, oder das MP3 gegen Bezahlung herunterladen –  Nutzungsrechte nachlesen. Nach dem Kauf Seite aktualisieren, dann finden Sie hier den Downloadlink. Da wir den Titel dieses Podcast aus Datenschutzgründen nicht automatisch übermitteln: Beim im Kauf unter "Interessen" den Titel eintragen, falls Support nötig ist.

3,35 Jetzt buchen


Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung und Zertifikat – alle weiteren Informationen!

16,20 Jetzt buchen


Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgeber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) – zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

149,99 Jetzt buchen


berufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. dib e.v.

    RT @CorneliaTopf Managerinnen-Barometer 20011 auf berufebilder.de via @SimoneJanson. #Frauen #Führung

  2. Cornelia Topf

    Managerinnen-Barometer 20011 auf berufebilder.de via @SimoneJanson. #Frauen #Führung

  3. karriere.at

    Nachschlag zum Thema "Keine Frauen im Top-Management" via @SimoneJanson #studie #karriere

  4. Holger Froese

    DIW-Studie zeigt z ähes Ringen um Frauen in deutschen Vorst änden: Managerinnen-Barometer 2011 #Business

  5. Christoph Berger

    Managerinnen-Barometer 2011 - berufebilder.de:

  6. Simone Janson

    #Blogpost DIW-Studie zeigt zähes Ringen um Frauen in deutschen Vorständen: Managerinnen-Barometer 2011

  7. Liane Wolffgang

    DIW-Studie zeigt zähes Ringen um Frauen in deutschen Vorständen: Managerinnen-Barometer 2011: Gestern frisch ers...

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.