Frauenquote für die Vorbildfunktion: Warum Frauen schlechtere Chancen haben



Nächster Teil



Best of HR – Berufebilder.de® – Verlag, eingetragene Marke, eLearning on Demand Plattform, News-Dienst der deutschen Top20-Bloggerin & Beraterin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
Bildrechte: Bildmaterial von Wolfgang Fritz (via crosswater-jobguide).

Frauen unterrepräsentiert - in der schwedischen Garde wie im deutschen Managemtent. Frauenquote für die Vorbildfunktion: Warum Frauen schlechtere Chancen haben Frauenquote für die Vorbildfunktion: Warum Frauen schlechtere Chancen haben


Hier schreibt für Sie: Prof. Dr. Niels Van Quaquebeke Professor für Leadership and Organizational Behavior an die Kühne Logistics University. Profil

Tipps der Redaktion


Mehr Wissen? Diesen Text herunterladen oder eKurs zum Thema buchen. Insider-News per Newsletter oder für Mitglieder!

Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert

Zur Übersicht

Beim Erklimmen der Karriereleiter haben Frauen nach wie vor viele Hürden zu überwinden. Einen Erklärungsansatz bieten implizite Führungstheorien. Bei vielen Menschen ist sind „Frau“ und „Führung“ offenbar schlechter kognitiv miteinander assoziiert sind als „Mann“ und „Führung“. Das haben wir genauer untersucht.

Vor allem in deutschen Topmanagementpositionen sind Frauen noch immer eher selten anzutreffen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts werden auch heutzutage nur 30 % der leitenden Positionen von Frauen bekleidet.

Nur 26 % weibliche Manager

Zur Übersicht

Manager-Datenbanken zeichnen ein ähnliches Bild: Frauen stellen in Deutschland nur 26 % des Personals im mittleren Management sowie 11 % im Topmanagement als auch in Aufsichtsgremien.

Wissenschaftliche Studien zeigen, dass dieses Bild teilweise einer systematischen Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz geschuldet ist. Frauen müssen beispielsweise in Arbeitsbeurteilungen besser abschneiden, um Beförderungen zu erzielen, die dann in der Regel zu Positionen führen, für die sie ca. ein Drittel schlechter entlohnt werden als ihre männlichen Kollegen, oder sie werden häufig nur dann befördert, wenn eine große Wahrscheinlichkeit des Versagens auf der höheren Position besteht, das sogenannte glass-cliff Phänomen.


Tipp: Text als PDF herunterladen oder einen eKurs zum Thema buchen. Regelmäßige Sonderaktionen oder Insider-News gibts per Newsletter!

Unternehmerisch kurzsichtig, ethisch fragwürdig

Zur Übersicht

Während eine solche Praxis zwar noch unternehmerisch kurzsichtig ist, ist sie vor allem ethisch fragwürdig.

In Deutschland besteht daher seit dem Jahr 2006 das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das ungerechtfertigte Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters, der sexuellen Identität oder eben des Geschlechts verhindern oder beseitigen soll.

Wo gibt es die Quote schon?

Zur Übersicht

Zu diesem Zwecke setzen unternehmerische wie auch nationale Gremien auf sogenannte Quotenregelungen. Ein aktuelles Beispiel hierfur findet sich bei der Deutschen Telekom, die sich eine Frauenquote in Führungspositionen von 30 % bis zum Jahr 2015 verschrieb.

Noch konkreter findet es sich in Norwegen. Hier wurde bereits 2006 per Gesetz ein Frauenanteil von 40 % für Aufsichtsrate festgelegt. Unternehmen, die diese Quote nicht erfüllen, droht nach einer Schonfrist von zwei Jahren die Auflösung.

Positive wie negative Reaktionen

Zur Übersicht

Psychologisch betrachtet sind solche Quotenregelungen zwar sinnvoll, um die Anzahl weiblicher Führungskräfte zu vergrößern und somit langfristig Vorurteile abbauen zu können, allerdings provozieren Quotenregelungen in vielen Fallen auch negative Reaktionen bei beiden Geschlechtern.

Männer fühlen sich durch Quotierungen nicht selten unfair behandelt, da sie bei gleicher Befähigung benachteiligt werden. Frauen dagegen befürchten, dass durch Quotenregelungen eine weitere Form der Stigmatisierung geschaffen wird, durch die sie mit noch mehr Vorurteilen zu kampfen haben. Quotenregelungen scheinen also, zumindest kurzfristig, häufig eher kontraproduktiv zu wirken.


Tipp: Text als PDF herunterladen oder einen eKurs zum Thema buchen. Regelmäßige Sonderaktionen oder Insider-News gibts per Newsletter!

Prototypische Vorstellungen: Führungskräfte sind männlich!

Zur Übersicht

Die Forschung zeigt, dass prototypische Vorstellungen zu Führungskräften noch immer stark mit männlichen Attributen und Rollenvorstellungen verwoben sind und somit einen impliziten Quell der ungleichen Behandlung bieten.

Wir wollten in unserer Studie herausfinden, ob sich durch die Beschäftigung mit Bildern weiblicher Führungskräften das klassische Bild der männlichen Führungskraft zugunsten von Frauen verschieben lässt, ob man also die impliziten kognitiven Muster verändern kann. Damit wollen wir aufzeigen, wie Gleichstellungsbestrebungen unterstützt werden können, ohne eine weitere Stigmatisierung hervorzurufen.

Im weiteren Verlauf dieser Serie werde ich die Hintergründe, Methoden und Ergebnisse unserer Studie darlegen. Die gesamte Studie mit allen Fußnoten haben wir in der Zeitschrift für Arbeits- und Organisationspsychologie A & O (Volume 54, Number 3 / 2010) publiziert.

Mehr Wissen - eKurse oder persönliche Beratung

Zur Übersicht

Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung & Zertifikat - alle weiteren Informationen!

2,49 Jetzt buchen



Ihr eKurs on Demand: Wählen Sie Ihren persönlichen eKurs zu diesem oder einem anderen Wunschthema. Als PDF-Download. Bis zu 30 Lektionen mit je 4 Lernaufgaben + Abschlusslektion. Bitte unter "Interessen" den Titel eintragen. Alternativ stellen wir gerne Ihren Kurs für Sie zusammen oder bieten Ihnen einen persönlichen regelmäßigen eMail-Kurs inklusive Betreuung & Zertifikat - alle weiteren Informationen!

19,99 Jetzt buchen



Berater-Pakete: Sie wollen Ihre Reichweite erhöhen oder als Arbeitgber Bewerber ansprechen? Für diese und weitere Themen bieten wir spezielle Berater-Pakete (Übersicht) - zum Beispiel ein persönliches Telefonat (Preis gilt pro Stunde).

179,00 Jetzt buchen

berufebilder

Sie wollen hier kommentieren? Bitte die Debatten-Regeln einhalten, Beiträge müssen freigeschaltet werden. Ihre eMail-Adresse bleibt geheim. Mehr Informationen zur Verwendung Ihrer Daten und wie Sie dieser widersprechen können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

  1. Debatte zu diesem Beitrag folgen
  2. Allen Debatten folgen
  3. Debatten per eMail abonnieren (Link hier eintragen!)
  1. Simone Happel

    RT @bpermantier: Lesenswert! Psych.Studie zur Vorbildfunktion der Frauenquote via @SimoneJanson

  2. birgit permantier

    Lesenswert! Psych.Studie zur Vorbildfunktion der Frauenquote via @SimoneJanson

  3. KompetenzPartner

    Serie & Studie: Frauenquote für die Vorbildfunktion? Warum haben Frauen schlechtere Chancen?: Fr...

  4. Simone Janson

    @bpermantier @julia_witt @anked @annnalist psych.Studie z.Vorbildfunktion d.Frauenquote-was BaschaMika gestern i.TV sagte

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich möchte regelmäßig über die neusten Aktionen & Angebote per Newsletter informiert werden.

Hiermit akzeptiere ich die Debatten-Regeln und die Datenschutzbedingungen mit der Möglichkeit, der Verwendung meiner Daten jederzeit zu widersprechen.