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Studie zeigt, was Arbeitgeber über berufstätige Mütter denken: Mama at work!


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Kinder und Job erfolgreich unter einen Hut zu bekommen, ist für viele Frauen gerade in Deutschland leider immer noch ein Problem. Grund: Die fehlende Flexibilität bei den Arbeitszeiten. Nach wie vor gelten Teilzeit als Karrierehemmnis und Mütter nur als halbe Arbeitskraft.


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Präsentismus ist selbstverständlich

Irgendwie ist es noch immer selbstverständlich, dass Mitarbeiter da sind – im Büro, möglichst von Früh bis spät und die ganze Woche. Flexible Arbeitszeiten? Fehlanzeige! Wer nicht dauerpräsent ist, muss Angst haben, den nächsten Karrieresprung zu schaffen.

Teilzeitmodelle gelten noch immer als Karriefalle: Wer nur vier Tage die Woche im Büro erscheint, setzt sich schnell dem Vorwurf aus, faul zu sein. Selbst wenn er oder sie Kinder hat. Kein Wunder also, dass viele Frauen nach wie vor starre Arbeitszeiten als das größte Problem bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehen.

Wie sehen das die Arbeitgeber?

Doch wie stehen Unternehmen zu berufstätigen Müttern? Theoretisch gut, wie eine Umfrage zeigt, die der Bürodienstleister Regus in Auftrag gab und die von MarketingUK durchgeführt wurde. Schade, dass nicht auch nach berufstätigen Vätern gefragt wurde – für Männer scheinen Kinder nach wie vor kein Karrierehindernis zu sein.

Immerhin: Von mehr als 10.000 leitenden Angestellten aus 78 Ländern, scheint der Großteil der von den Vorteilen einer aus dem Mutterschutz an den Arbeitsplatz zurückkehrenden Mitarbeiterin überzeugt zu sein.

Zahlen & Fakten

So geben 72 Prozent an, dass Frauen, die nach ihrer Mutterschaft als Teilzeitkraft ins Unternehmen zurückkehren, einen wertvollen Teil der gesamten Belegschaft darstellen.

Zudem ist über die Hälfte (56 Prozent) überzeugt, dass berufstätige Mütter über Erfahrung und Fähigkeiten verfügen, die nur schwer auf dem Arbeitsmarkt zu finden sind.

Mütter sind Anspruchsloser?

Bei einer Antwort hat es mir allerdings die Schuhe ausgezogen: 57 Prozent schätzen Mitarbeiterinnen, die nach einer Schwangerschaft ins Berufsleben zurückkehren, da sie keine hohen Gehaltsansprüche stellen.

In Deutschland war das Argument der geringeren Gehaltsforderungen allerdings im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von deutlich weniger Bedeutung (40 Prozent). Wie beruhiegend 😉

Weniger Mütter als im Vorjahr

Dennoch: Der Anteil der Führungskräfte, die Mütter einstellen wollen, ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel zurückgegangen. Die Beteiligten wurden zu ihrem Vorhaben befragt, Mütter einzustellen, sowie zu der Rolle, die berufstätige Mütter am Arbeitsplatz einnehmen.

Im vergangenen Jahr planten noch 44 Prozent der an der Umfrage beteiligten Unternehmen, mehr Mütter einzustellen. Für 2011 beabsichtigen dies hingegen nur noch 36 Prozent, obwohl sich die Beschäftigungsaussichten insgesamt für das neue Jahr aufgrund des erwarteten Wirtschaftswachstums verbessern sollen. Und das, obwohl weltweit 45 Prozent der Teilnehmer Neueinstellungen für 2011 planen.

In Deutschland ist dieser Trend noch deutlicher erkennbar: Zwar beabsichtigen 49 Prozent der Unternehmen, ihre Belegschaft aufzustocken, doch nur 33 Prozent planen, mehr Mütter einzustellen. Im Vorjahr waren es noch 48 Prozent.

Gründe

Ein Teil der Arbeitgeber hat noch immer Bedenken bei der Einstellung von Müttern. So befürchten 37 Prozent, dass berufstätige Mütter möglicherweise weniger engagiert und flexibel sind als andere Mitarbeiter. Ein Drittel der Befragten sorgt sich, dass sie kurze Zeit nach der Einarbeitung das Unternehmen wieder verlassen könnten, um ein weiteres Kind zu bekommen.

24 Prozent befürchten, dass die Fähigkeiten von zurückkehrenden Müttern nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen könnten. In Deutschland sorgten sich die Arbeitgeber am meisten wegen der möglicherweise eingeschränkten Flexibilität (33 Prozent) der berufstätigen Mütter und weniger wegen deren Fähigkeiten, die eventuell nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen (17 Prozent).

Wie gesagt, interessant wäre es gewesen, auch nach der Meinung über Väter zu fragen!

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