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Die Macht der Stimme – Teil 2: 6 häufige Stimmfehler



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Zum Thema Sprechen als Realisierung von Sprache sollen im Folgenden die häufigsten Phänomene, die in Seminaren, Workshops zur Weiterbildung und natürlich in der Unternehmensrealität immer wieder ein Thema sind, kurz dargestellt werden.

voice


Hier schreibt für Sie:

 

roland-forsterDr. Roland Forster ist Dozent an der Uni Saarbrücken und Kommunikationstrainer.

Profil


1. Lautstärke

Die Betreffenden haben keine Wahrnehmung ihrer eigenen Lautstärke, sind entweder zu leise oder deutlich zu laut.

Im ersten Fall haben sie große Schwierigkeiten bei Präsentationen zum Beispiel, insbesondere in großen Räumen oder vor zahlreichen Zuhörern. – Zu laut hingegen wirkt befremdend, wenn die – wenigen – Teilnehmer einer Verhandlung an einem Tisch zusammensitzen.

2. Nasalität

Ein Teil der Sprech-Produktion rutscht gewissermaßen nach oben, erfolgt im Nasenraum, was dann an eine Stimme bei starkem Schnupfen erinnert.

Dies klingt oft unangenehm, allerdings ist gravierender, dass Stimmklang und damit Wirkung (z.B. Raumwirkung) verloren gehen bzw. stark beeinträchtigt werden. Hier muss gelernt werden, den vollen Stimmklang (wieder) zu erreichen, der zum Beispiel beim Telefonieren eine hohe Bedeutung hat.

3. Sigmatismen

Gemeint sind die sogenannten s-Fehler, also Abweichungen vom Standard bei /s/ und /ss/. Meist gerät dabei die Zunge zwischen die Zähne bzw. an die Rückseite der oberen Schneidezähne.

Bei kleinen Kindern wird das entsprechende Klangbild oft als ’niedlich‘ bewertet, bei gestandenen Firmenlenkern erscheint es eher peinlich.

4. halsiges Sprechen

Die Produktion erfolgt zu weit hinten im Rachenraum – zwar nicht im Hals, aber der Höreindruck legt dies nahe; typisch für viele Dialekte,führt oft zu undeutlichem Sprechen, wird als sehr zurückgenommen wahrgenommen, Nachfragen nehmen zu.

5. laterales Sprechen

Gesprochen wird zu sehr auf der linken oder rechten Seite, fast aus den Mundwinkeln. Was jeder selbst ausprobieren kann:

Wenn bei einem /l/ die Zungenspitze nicht genau den Spalt zwischen den oberen Schneidezähnen trifft, sondern etwas daneben Kontakt hat, klingt der Laut sofort anders; oft zu hören in ausgesprochenen Dialektregionen (moselfränkisch).

6. Dysphonien

Dysphonien kommen nicht selten vor. Darunter versteht man entweder ein zu leises, verhauchtes, sehr schwaches Sprechen (hypofunktionell), oder genau das Gegenteil:’die Stimme klingt sehr angestrengt, kratzig, heiser, rauh, ist oft zu laut, man kann den Druck, mit dem gesprochen wird, häufig sogar sehen (hyperfunktionell);

Die letztere Variante kann man etwa von Fußballtrainern hören, von Lehrenden, von Menschen, die sich im Freien verständigen müssen, oder von Menschen, die in einem neuen beruflichen Kontext plötzlich vor großen Gruppen reden müssen.

Im Extremfallwerden die Stimmen durch die physiologisch falsche Verwendung irreparabel geschädigt. Übrigens: Im Mittelalter gab es für dieses Krankheitsbild die Bezeichnung „Predigerhalsweh“, heute ist es ein bekanntes Phänomen bei allen Sprechberufen, und dazu zählen auch Consultants.

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