Essay im Magazin des Hochtechnologiestandortes Adlershof: StartUp-Kultur Digitalisierung und das Management der Zukunft


Wir wollen Arbeiten menschlicher und ökologischer gestalten, daher spenden wir – urkundlich belegt – Einnahmen für Aufforstung. Als Verlag Best of HR – Berufebilder.de® mit Büchern, on-Demand eKursen und News-Dienst geben wir über 15 Jahre Erfahrung an unsere Kunden (u.a. Samsung, Otto, staatliche Institutionen) weiter. Von der Top20-Bloggerin Simone Janson, referenziert in ARD, ZEIT, Wikipedia.
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In der aktuellen Ausgabe des Adlershof Journals, Magazin des Hochtechnologiestandortes Adlershof, ist das Essay „Da kann ja jeder Bauer bloggen“ von Simone Janson erschienen. Thema: Wie Digitalisierung etablierte Geschäftsmodelle ablöst  – und was dabei nervt.

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Hier schreibt für Sie: Simone Janson ist Verlegerin, deutsche Top20 Bloggerin und Beraterin für HR-Kommunikation. Profil

StartUps – ein heißes Thema. Aber auch langlebig?

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Klar ist: Die deutsche Wirtschaft muss, will sie weiterhin international konkurrenzfähig bleiben, innovativ sein. Daher sind StartUps gerade ein heißes Thema, nicht nur in der selbsternannten StartUp-Hauptstadt Berlin:

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Auch einige der großen Konzerne leisten sich ihre eigenen Innovationsschmieden oder fördern gezielt StartUps. Und an Hochschulen entstehen Spin-Offs. Paradoxerweise ist Existenzgründung in Deutschland aber auch immer noch ein schwieriges Thema.

Auf Kollisionskurs mit traditionellen Gründervorstellungen

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Da klingt es gut, dass überall eine neue Gründermentalität, genannt StartUp-Kultur ausgerufen wird. Und auch Unternehmen wie Rocket Internet der berühmt-berüchtigten Samwer-Brüder sind mit ihren Gründungen, die laufen wie am Fließband, ausgesprochen erfolgreich.

Doch das widerspricht so ziemlicher jeder Vorstellung, die sich die gründlichen, pedantischen Deutschen von Existenzgründung machen. Da geht es zunächst einmal immer um die bürokratischen Hürden – von der Steuer über die richtigen Versicherungen

Gründerkultur in Deutschland vs. andere Länder

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Warum ist das so und was müsste anders laufen, damit auch in Deutschland mehr disruptive Gründungen und damit letztlich mehr Innovationen entstehen? Tatsache ist, dass in den USA vieles anders läuft.

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Ich habe in den vergangenen Jahren mehrere erfolgreiche Tech-Untenehmer interviewt – Sillicon-Valley-Unternehmer, New York jüngsten Milliardär oder in Estland die Gründer von Transferwise.

Was machen erfolgreiche Tech-StartUps anders?

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Nehmen wir zum Beispiel den Amerikaner John Oringer, der seine Stock-Foto-Agentur Shutterstock mit eigenen Fotos begann und sie schließlich vor kurzem an die Börse brachte. Laut Forbes gilt er als Silicon Alley’s erster Milliardär.

Oder der Isländer Skulli Mogensen, der 1990 mit OZ Communications begann, das er später an Nokia verkaufte, und 2012 die Fluggesellschaft WOW air gründete. Aber auch eine Staatschefin und der bekannten Extrembergsteiger Reinhold Messner standen mir in den letzten Jahren Rede und Antwort zu der Frage, was erfolgreiche Menschen tun, um so erfolgreich zu sein.

Teamgeist funktioniert – immer!

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Da ist der Mitbegründer von LinkedIn, Konstantin Guericke, der aus Deutschland ins Sillicon Valley auswanderte und eine ganz eigene, sehr deutsche Idee hatte, Teamgeist im Unternehmen zu stärken und dabei beweglich zu bleiben. Oder die ehemalige isländische Staatschefin Vigdís Finnbogadóttir, die ihr Kind alleine erzog und gleichzeitig lange Jahre ihr Land regierte.

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Außerdem ich in Beiträgen immer wieder gefragt: Wie konnte es z.B. funktionieren, dass Steve Jobs eigentlich alles falsch machte und dennoch erfolgreich war? Warum war Marissa Mayers rückschrittliche Home-Office-Verweigerung für Yahoo eigentlich ein Sieg? Ist Facebook, wenn man Sheryl Sandberg glauben darf, eigentlich ein Soziales Unternehmen?

Nie einen richtigen Job gehabt

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Warum liebt Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner das Scheitern? Und wie sieht der mittlerweile nicht mehr gern gesehene zweifache Oscar-Preisträger Kevin Spacey, der auch als Investor agiert, die Welt

Was auffällt: Viele der interviewten Unternehmer haben nie einen „richtigen” Job gehabt im herkömmlichen Sinne gehabt, sie wollten lieber ihr eigenes Ding machen – gegen alle Widerstände. Reinhold Messner etwa bekennt freimütig, dass er stets das getan hat, worauf er Lust hatte. Und Skulli Mogensen sagt, dass ihn die Leute für verrückt hielten, weil er als Telekommunikationsexperte eine Fluglinie gründete.

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Arbeit als integraler Bestandteil im Leben der Gründer

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Überhaupt ist Arbeit ein integraler Bestandteil Leben der meisten Interviewpartner: Skulli Mogensen versuchte kurzzeitig, in Rente zu gehen: „Aber darin war ich ganz schlecht. Ich brauchte neue Herausforderungen”, bekennt er.

Jon Oringer kann Arbeit und Leben gar nicht trennen. Auf die Frage, was er macht, wenn er mal nicht arbeitet, muss er recht lange überlegen. Und Handy und Notizblog für neue Ideen sind stets griffbereit, selbst nachts.

Hochproduktiv und ständig auf der Suche nach Verbesserungen

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Denn auch das gehört zum unternehmerischen Erfolgsrezept: die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und ständig Verbesserungen zu suchen. Lernen als ständigen Prozess betrachten. Reinhold Messner etwa erkärt, er habe beim Scheitern viel mehr gelernt als bei seinen Erfolgen.

Und die Google-Sales-Direktorin Fionnuala Meehan erläutert, wie wichtig es ist, wie wichtig es ist, die eigenen Energien lenken und auch mal abschalten zu können, um dauerhaft erfolgreich zu sein und nicht auszubrennen.

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Erfolgs-Persönlichkeiten sind anders

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Aber auch der unbeirrbare Glaube an sich selbst, wie er etwa bei Steve Jobs oder Elon Musk zutage tritt, führt letztendlich zum Erfolg, der manchmal auch auf Kosten anderer geht. Denn es gibt natürlich auch die dunklen Seiten so mancher Persönlichkeit, wie nicht zuletzt der jüngste Skandal um Kevin Spacey zeigt.

Diese unterschiedlichen Interviewpartner beeindrucken auf ganz unterschiedliche Weise und zeigen, wie Erfolg funktioniert und funktionieren kann – und die außerdem zeigen, welche persönlichen Voraussetzungen man dafür mitbringen muss und welche weiteren Rahmenbedingungen gegeben sein müssen, um erfolgreicher Unternehmer und sogar Millionär zu werden.

Auf die veränderte Führungskultur einstellen

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In Deutschland täten nun Mitarbeiter, Unternehmen und die Führungskräfte von morgen gut daran, sich auf diese veränderte Unternehmenskultur und die „neuen“ Führungspersönlichkeiten einzustellen.

Das verlangt vor allem von etablierten Managern viel ab: Verzicht auf persönliche Eitelkeiten, Kontrollverlust, Auseinandersetzung mit den eigenen Ängsten, die Fähigkeit, Teams und Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse einzubeziehen – um dabei aber gleichzeitig souverän und selbstbewusst als dienende Führungskraft zu lenken und zu leiten.

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Führung von Morgen braucht neue Soft Skills

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Denn neue Führung darf keine Ausrede für Entscheidungsschwäche sein. Wie kann dieser Widerspruch gelingen? Um dies zu erkennen, muss man das Thema Führung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven wie Selbstmanagement, Leadership, Mitarbeiterführung oder Projektmanagement beleuchten.

Aber auch über Themen wie Agilität von Organisationen oder Respekt sollte dringend nachgedacht werden – bis hin zu ganz konkreten Themen wie Gestaltung von Mitarbeitergesprächen. Dabei wird klar: Führung von Morgen braucht dringend neue Soft Skills. Und wir alle sollten an der Entwicklung dieser Fähigkeiten arbeiten.


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