2 Standard-Werke zum Marketing: Blog-Boosting & Perfekt präsentieren


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.

Michael Finkes war mit Blog-Boosting angetreten, das ultimative Blogger-Standard-Werk zu schreiben. Das ist ihm zum Teil gelungen. Leider gibt es aber auch ein paar Mankos.

Übrigens: Eine Übersicht über die handverlesenen Empfehlungen unserer Redaktion finden Sie in unserer Rubrik Buch-Tipps der Redaktion!


Hier schreibt für Sie: Simone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR - Berufebilder.de & HR-Kommunikation. Profil


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Standard-Werk für Blogger?

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Zugegeben, eine Rezension über ein Buch, das schätzungsweise vor zwei Jahren geschrieben wurde, ist ein wenig fies: Denn gerade im schnellebigen Online-Marketing ist das eine Ewigkeit. Doch weil Blog-Boosting als Standardwerk für Blogs verkauft wird, muss sich das Buch diese Kritik leider gefallen lassen.

Das Positive vorweg: Das Buch kann seinem Anspruch, ein Standardwerk zu sein, in weiten Teilen gerecht werden. Es bietet umfassende Infos zu allen Belangen des Online- und Blog-Marketing.

Ein Füllhorn an Ideen

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Vermarktungsstrategien, Erfolgsmessung und Monetarisierung des Blogs werden ebenso ausführlich behandelt wie Gestaltung und Inhalt. Ein wahres Füllhorn an Ideen und Tipps.

Bei Letzterem liegt der große Verdienst von Firnkes' Buch: Er macht immer wieder klar, dass es nicht um kurzlebige Tricks und schnelle Erfolge geht, sondern um langfristige Leser-Bindung.

Pluspunkt: Wie man Leser & Kooperationspartner gewinnt

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Daher gibt es ausführliche Kapitel darüber, wie man Leser zu Kunden macht und Kooperationspartner findet. Mir hat Firnkes auf diese Weise klar gemacht, wie wichtig es ist, die Leser mit der Nase auf "Call-to-Action-Aktionen" oder "Ähnliche Beiträge" zu stoßen.

Denn nun auf diese Weise lassen sich Bounce-Rate oder der Verkauf von z.B. Büchern zu erhöhen - natürlich, ohne das Blog gleich überladen wirken zu lassen, was stets eine Design-Frage ist.

Minuspunkt: Google-Updates & SEO

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Leider hat das Buch auch eine große Schwäche: Da es bereits vor zwei Jahren geschrieben wurde, berücksichtigt es nicht die immensen Veränderungen, die sich durch das Panda- und Pinguin-Update im Google-Ranking ergeben haben.

Zum einen, weil viele der kleinen Tricks, die Firnkes anpreist, nicht mehr funktionieren, wie etwa zufällig oder regelmäßig wechselnde Seiteninhalte. Google lässt sich heute einfach nicht mehr so schnell überlisten.

Manche Tipps sind sogar schädlich

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Aber es kann auch schwerwiegendere Folgen haben: Zum Beispiel bin ich Firnkes' Ratschlag gefolgt und habe meine Kommentare eine zeitlang auf Do-Follow gesetzt, um den Anreiz zum Kommentieren zu erhöhen.

Die Folge: Eine immense Verschlechterung meines Rankings. Was was passiert? Ich hatte plötzlich zu viele tote Links auf der Seite und die ziehen seit dem Pinguin-Update die Seite ganz erheblich nach unten.

Fazit: Standard-Werk vor allem für Blog-Anfänger

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Gerade an solchen Beispielen zeigen sich die Schwierigkeiten eines Standard-Werks: Jeder Blog ist einzigartig, hat unterschiedliche inhaltliche und technische Voraussetzungen. Ein Standard-Werk für alle zu schreiben, ist daher schwierig bis unmöglich.

Vor allem für Blog-Anfänger bietet Blog-Boosting jedoch jede Menge Tipps. Allerdings: Nach einer Einarbeitungsphase sollte man seinen eigenen Weg gehen.

Und Action

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Ein abgedunkelter Raum. Die Luft ist schwül und stickig. Der Chef hat 17 Führungskräfte ins Besprechungszimmer geladen. Er präsentiert die Ziele für das kommende Jahr.

Mit monotoner Stimme im Halbdunkel. Einige Zuhörer kämpfen bereits mit dem Schlaf. Szenenwechsel.

Machen Sie es wie Hichtchock

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Ein abgedunkelter Raum. Eine Frau steht nach einem anstrengenden Tag unter der Dusche. Plötzlich wird der Duschvorhang zur Seite gerissen. Schrille Musik, staccato-artig. Die Umrisse einer alten Frau sind im Gegenlicht zu sehen.

Sie hat ein Messer. Die alte Frau sticht auf die nackte Frau ein. Vier Mal, fünf Mal, acht Mal. Dann verschwindet Sie so schnell wie sie kam. Die nackte Frau sinkt langsam zu Boden, fällt über den Beckenrand. Tot.

Spannung statt Langeweile

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Beide Szenen kennen Sie – die erste aus ihrem Arbeitsalltag. Die zweite aus dem Kino – es ist Hitchcocks „Psycho“. Und auch die Unterschiede sind klar: Im Meetingraum träumen wie meist gelangweilt vor uns hin oder checken heimlich unsere E-Mails. Bei einem spannenden Kinofilm kleben wir gebannt im Kinosessel und vibrieren vor Aufregung fast mit.

Denn Menschen lieben Spannung und bekommen doch oft nur Langeweile geboten. Gerade wenn es um Präsentationen geht. Das liegt daran, dass viele Präsentatoren zu sehr mit sich und Ihrem Thema beschäftigt. Und zu wenig an ihr Publikum denken. Das führt dazu, dass die Ergebnisse und Ziele der Präsentation oft nicht oder nicht optimal erreicht werden. Spannung und Aufmerksamkeit machen also Präsentationen effizienter.

Hitchock-Filme als Vorbild

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Der Autor und Präsentationsexperte Michael Moesslang hat sich von seiner Vorliebe für die Filme von Sir Alfred Hitchcock (1899—1980) inspirieren lassen: Sie dienten als Vorlage und Inspirationsquelle für dieses Buch.

Der Autor analysiert dabei Szenen aus Filmen wie „Psycho“, „Die Vögel“, „Topas“ oder seinem Lieblingsfilm „Der Unsichtbare Dritte“ und stellt gegenüber, wie die Methoden und Techniken des Films in eine Präsentation übertragen werden.

Hitchock in Berufsalltag?

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„So würde Hitchcock präsentieren“ ist ein Buch, das konkrete Hilfestellungen mit vielen Praxisbeispielen bietet. Es liest sich gut, ist kurzweilig und spannend. Kleines Manko für Eilige: Bessere Präsentationen stellen sich nicht ohne Übung und schon gar nicht von alleine ein. Wer es besser machen will, muss sich erst aufmerksam mit der Materie beschäftigen und Neues ausprobieren. Moesslang beschäftigt sich zum Beispiel mit den unterschiedlichen Aspekte der Spannung, von Hitchcocks Suspense, Tension und Surprise bis hin zu Foliengestaltung und Tipps zum spannenderen Vortragen.

Folien zeigen - aber richtig!

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Beispiel Folien zeigen: Die Folien herunternudeln kann jeder. Moesselangs Tipp: Man beginnt mit den überleitenden Worten zum Thema der nächsten Folie, ohne diese schon zu zeigen. Erst exakt in dem Moment, in dem man das Schlüsselwort ausspricht, klickt man und zeigt die neue Folie.

Kurz vor dem Schlüsselwort erfolgt eine spürbare Pause und der Klick erfolgt genau passend zum Schlüsselwort. Dadurch entsteht Tension in bester Hitchcock-Tradition.

Fazit

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Aus diesem Buch können selbst Präsentations-Profis (und solche die glauben, es zu sein) noch etwas lernen. Viele Zuhörer wären sicher dankbar, wenn ihr Präsentator sich vorab mit Moesselangs Spannungs-Tipps beschäftigt hätte.

Übrigens: Mehr Tipps vom Präsentations-Profi zu Hitchcocks-Spannungs-Techniken gibt es hier.

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  2. Michael Firnkes

    Vielen Dank für die Rezension, vor allem für die Kritikpunkte. Das zeigt mir doch, dass ich in der Folgeauflage differenzierter auf beide genannten Punkte (dynamische Inhalte + DoFollow-Kommentare) eingehen muss. Beide funktionieren bei mir und auch bei vielen Bloggerkollegen nach wie vor, trotz oder gerade mit den Google Updates. Aber es gibt eben auch Fallstricke zu beachten, wie die "toten Links". Obwohl ich mir nur schwer vorstellen kann, dass alleine hierdurch das Ranking deutlich nach unten ging? Egal. Ein Update folgt.

    • Simone Janson

      Hallo Herr Firnkes,
      Ich denke, es liegt auch einfach daran, dass das Schreiben/Erscheinen des Buches mit diversen Google-Updates zusammenfiel, deren einschneidende Änderungen man nicht vorhersehen konnte.

      Und ja, bei den toten Links bin ich ganz sicher:
      Zunächst hatte ich die Kommentar auf Dofollow gesetzt, weil ich die Idee auch für nachvollziehbar und gut halte. Allerdings sind bei mir dann die Zugriffszahlen drastisch eingebrochen. Ich habe das wieder geändert und die Zahlen haben sich sofort wieder erholt.
      Vor ein paar Monaten dann habe ich irgendwo den Hinweis gelesen, man solle die toten Links herausnehmen. Ich habe daraufhin mit dem Plugin Broken Link Checker tausende von toten Links entfernt - was wiederum eine erhebliche Verbesserung meiner Zugriffszahlen zur Folge hatte. Ich glaube, die Verlinkung ist nach dem Pinguin-Update noch deutlich wichtiger geworden.

      • Michael Firnkes

        Hallo Frau Janson,

        vielen Dank für den sehr wertvollen Hinweis, den ich in dieser Dimension so noch nicht gehört hatte, der aber doch einige Blogger betreffen dürfte. Ich selbst hatte Portale mit bis zu einigen Hundert broken Links - die ich dann mit dem Broken Link Checker bereinigt hatte - ohne sichtbare Effekte davor/danach (auch nicht vor/nach den Google Updates). Aber bei einigen Tausend Verweisen spielt dies demnach nicht nur gefühlt sondern auch nachweislich eine deutlich höhere Rolle.

        Generell ist heutzutage die Frage DoFollow/NoFollow aus diversen Gründen anders zu beurteilen. Ich baue dies in die Folgeauflage ein, die voraussichtlich Ende des Jahres erscheinen wird.

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