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Regeln der Macht für Frauen - 4/8: Ich bin zickig – na und?



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Diverse Studien haben immer wieder zutage gebracht, dass Frauen, die sich zurückhaltend weiblich verhalten, schlechter aufsteigen können, andererseits aber Frauen, die sich durchsetzen, als unweiblich und unsympathisch gelten.

Regeln der Macht für Frauen - 4/8: Ich bin zickig – na und?


Hier schreibt für Sie: Isabel Nitzsche ist Journalistin für TV und Zeitschriften und Expertin für Karrierethemen. Profil

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Karrierefrau - ein Schimpfwort?

Der seit den 1980er-Jahren grassierende Begriff "Karrierefrau" klingt in den Ohren vieler Frauen wie eine Beschimpfung, so als könnte damit in keinem Fall eine richtige Frau gemeint sein.

Interessant ist, dass sich im Beruflichen das Zusammenspiel der männlichen Dominanzhierarchie und der weiblichen Geltungshierarchie zu-ungunsten vieler Frauen auswirkt.

Männer, die verlieren, ordnen sich unter. Frauen versuchen es erst gar nicht!

Männer kämpfen untereinander um ihren Rang, ihre Kontrahenten versuchen zu gewinnen. Wenn sie das nicht schaffen, ordnen sie sich in der Rangordnung unter und warten auf bessere Gelegenheiten.

Frauen starten oft gar nicht erst den Versuch, sich durchzusetzen, und ziehen dann auf jeden Fall den Kürzeren.

Stärke und Kompetenz als Tabu?

Die Ergebnisse einer empirischen Studie der Münchner Psychologin Nathali Klingen belegen, dass Frauen im Umgang miteinander sehr auf Gleichberechtigung und Demokratie in der Gruppe achten.

Dementsprechend werden in einer reinen Frauengruppe im Allgemeinen Stärke und Kompetenz einzelner Mitglieder sowie Konkurrenz untereinander tabuisiert und offene Machtkämpfe vermieden. Das kann aber dazu führen, dass es den Frauen schwerfällt, Konflikte auszutragen.

Nur nicht persönlich nehmen!

Männer kämpfen auch gegen Frauen als potenzielle Konkurrentin – die Argumente höre ich von den Frauen in meinen Workshops und Coachings. Sie seien wahlweise unweiblich, zickig oder zu jung.

Frauen nehmen diese Zuschreibungen persönlich und erhalten so in ihrem System der Geltungshierarchie nicht die Anerkennung für ihre Leistung, die ihnen aus ihrer Sicht zusteht.

Beleidigungen richtig einordnen

Ihre Reaktion ist allerdings meist nicht, das Prinzip der Dominanzhierarchie in den Blick zu nehmen und um ihre Position zu kämpfen, sondern Rückzug. Der Effekt: Die Männer bleiben unter sich – auch deshalb, weil die Frauen nicht deutlich zeigen, dass sie die Position haben wollen und dafür die Richtigen sind, egal, wie die Männer sie nun bezeichnen.

Für Frauen ist es wichtig, diese Äußerungen als das einzuordnen, was sie sind – als mikropolitische Äußerungen, die im Rahmen der geltenden Dominanzhierarchie geäußert werden und Teil des Spiels sind.

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  1. caroline

    Also das gilt aber nicht nur für Frauen sondern ebenso für Männer. Ich glaube nicht, dass dieses etwas mit "zickig sein" zu tun hat. Wer selbstbewusst auftritt und seine Meinung vertreten kann wird sich letztlich gegenüber den schüchternen Menschen durchsetzen! Meine Meinung dazu, LG Caroline

    • Simone Janson

      Hallo Caroline,
      ich stimme Ihnen da völlig zu, sicher gilt das auch für Männer. Es ist einfach nur nicht so Common Sense, dass Frauen Selbstbewusst auftreten und Männer eher nachgeben, als andersherum. Und Frauen geben das Problem auch eher zu.

  2. BizzMiss Magazin

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  3. Christine Hartmann

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  4. DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

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  5. KompetenzPartner

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  6. Lena

    Ich suche diese "diversen Studien". Wo finde ich die?

  7. Meike Leopold

    Hallo Simone, wie geht es dir damit, dass du kaum Feedback (abseits der Pingbacks) auf diesen sehr guten Artikel bekommen hast? Ich finde das sehr schade. Langfristig heißt die Devise: lasst uns so weitermachen! Erst heute habe ich aus einem sehr großen norddeutschen Verlag gehört: Es gibt dort definitiv eine "Feminin Agenda" und sie setzt sich gegen alle Widerstände langsam durch. Viele Grüße, Meike

    • Simone Janson

      Hallo Meike,
      danke für die Ermutigung!
      Es ist schon schade, andererseits aber auch verständlich: Die Leute haben eben immer weniger Zeit - das trifft gerade auf meine beruflich stark eingespannte Zielgruppe zu. Zumal ich auch gerade eine Woche in Afrika war und daher auch weniger Zeit hatte, mich um alles zu kümmern.
      Da ist es vergleichsweise logisch, dass Leser die Texte eben nur konsumieren, was ich an den Abrufzahlen sehen kann, aber eben nicht hier kommentieren oder eben an anderer Stelle - wie z.B. bei Twitter, FB oder im eigenen Blog. Insofern sind diese Kommentare für mich da genau so wertvoll. Es gibt ja auch sehr heftige Diskussionen, dass die sozialen Netzwerke der Blogkommentar- und Verlinkungskultur eher geschadet als genutzt haben:
      Dazu kommt noch, dass Leute eben eher kommentieren, wenn sie sich über etwas aufregen - das sieht man sehr schön an der Amazon-Diskussion - oder gegen etwas sind als dafür - ständig polemische Texte zu schreiben, ist aber auch nicht das Wahre.
      Insofern freue ich mich sehr über die Feminin Agenda - lass uns gespannt sein, was da kommt.
      Simone

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