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Souveränes Auftreten – 2/2: 6 Tipps für souveräne Wirkung



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Wie kann der Kerl im Anzug da vorne nur so hochgestochen reden? Keiner versteht auch nur ein Wort. Wieso zupft die nervöse Dame während Ihrer Präsentation die ganze Zeit an Ihrem Kleid herum?

Souveränes Auftreten – 2/2: 6 Tipps für souveräne Wirkung 1


Hier schreibt für Sie: Dr. Cornelia Topf ist zertifizierter Businesscoach & internationale Managementtrainerin. Profil

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Wir gehen vom Schlimmsten aus

Wir sollten uns zuerst die Frage stellen: Warum wirken wir in bestimmten Situationen überhaupt schwach und wieso lassen wir uns gerade dann, wenn alle Augen auf uns gerichtet sind, unsere weichen Knie und unser unsicheres Stottern anmerken?

Weil wir uns von vorneherein das Schlimmste ausmalen: „Das kann ich nicht, das wird schief gehen, ich will jetzt nicht“ … Warum reden wir uns nicht einfach einmal das Gegenteil ein?

Wie Sie sich geben, werden Sie behandelt

Denn so wie Sie sich geben, so werden Sie auch behandelt: „Benimm Dich wie der Boss und du wirst wie der Boss behandelt“ – ganz einfach. Und dafür muss niemand gut gelaunt und in Stimmung sein. Ein fester Händedruck, ein nettes Lächeln, eine klare Aussprache – das kann jeder, definitiv.

Klar, schlechte Stimmung, ein ungutes Gefühl, das sieht man Ihnen leicht an. Aber auch Gefühle können Sie trainieren, regelmäßig, effektiv! So können Sie nach und nach lernen, Ihr Wunschgefühl bewusst abzurufen – und das jederzeit.

Sukzessive Approximation

Das ganze trägt den netten Namen „sukzessive Approximation“ und geht einfacher, als es klingt: Erinnern Sie sich an Ihren letzten gelungenen Auftritt. War es die letzte Probe-Präsentation vor Ihrem Partner oder Ihre letzte Trauzeugen-Rede?

Und dann fragen Sie sich: Warum haben Sie sich gerade da souverän gefühlt? Was haben Sie damals gedacht und gefühlt? Was hat die gute Stimmung mit Ihnen gemacht? Was haben Sie nach dem erfolgreichen Auftritt verspürt? Stellen Sie diese Situationen nach – Schritt für Schritt!

6 Tipps für souveräne Wirkung: Tun Sie es trotzdem!

Auch wenn Ihnen Leistungsdruck und Versagensangst die Motivation dazu nehmen, tun Sie es trotzdem. Beißen Sie die Zähne zusammen! Eine gespielt gut gelaunter Auftritt wirkt kompetenter und vor allem souveräner, als ein wahrhaftig unsicherer.

Denn wie heißt es so schön: „Wenn das Leben dir eine Zitrone gibt, mach Limonade daraus“. Und in Härtefällen: Frag nach Salz und Tequila! Souveräne Wirkung zum Ziel haben ist die eine Sache, die Frage zum Schluss bleibt: Wie wirke ich jetzt überhaupt? Finden Sie es in Teil 3 der Serie heraus!

1. Blinde Flecken in unserem Verhalten überwinden

Ganz einfach: Beide wissen gar nichts davon. Diese Eigen-/Fremdild-Diskordanz bedeutet: Man wirkt nicht, wie man glaubt. Das liegt an unseren Blinden Flecken.

Jeder hat sie, aber die wenigsten kennen sie. Das sind persönliche Eigenarten, die einem selbst gar nicht auffallen. „Leider“, „bedauerlicherweise“, „es ist schade“, „dumm gelaufen“ oder „unglücklicherweise“ gibt es viel zu häufig in unserem Sprachgebrauch.

2. Die Stimmung in den Worten wahrnehmen und verbessern

Es sind aber nicht nur unsere Worte, die andere gegen uns einnehmen und unsere Wirkung schwächen. Viel stärker als Worte wirkt die Artikulationstendenz, die tiefere Stimmung hinter den Worten.

Wir selbst nehmen diese Stimmung oft nicht mehr wahr, weil sie uns so selbstverständlich erscheint. Unsere Umwelt könnte unsere Untertöne aber als störend auffassen, als Kritik, als Nörgeln, als Jammern: „Der meckert ja dauernd“, „Die verbessert einen ständig“, „Der ist nur am rumheulen“.

3. Kritik annehmen, auch wenn es weh tut

Wir sind unseren Blinden Flecken passiv ausgeliefert, es sei denn, man gibt uns Feedback. Hören Sie auf Rückmeldungen Ihrer Kollegen, Ihrer Partner und: Nehmen Sie sie an und ernst. Auch wenn das unangenehm sein kann.

Sind wir schlecht gelaunt, entstehen ungewollte Artikulationstendenzen natürlich eher, schneller und häufiger – auch und gerade dann, wenn wir das weder wollen noch selber wahrnehmen können. Wir torpedieren ungewollt unsere Wirkung.

4. Selbsreflexion üben Schritt für Schritt marottenfrei werden

Um das zu verhindern, benötigen Sie eine gute Eigenreflexion und viel Feedback – so werden Sie nach und nach marottenfrei. Nur durch Rückmeldungen anderer erkennen Sie Ihre Verhaltens-Wirkungszusammenhänge:

Tun Sie dieses, dann wirkt das überheblich, tun Sie jenes, wirkt es selbstsicher. Durch diese Informationen können Sie Ihr Verhalten so lange variieren, bis die gewünschte Wirkung eintritt.

5. Feedback üben, aber richtig: Sie kennen das doch auch...

Sie kennen das doch auch: Ein netter Kollege fragt Sie nach seinem ersten Vortrag nach Ihrer Meinung zu seinem Auftritt. Seine vielen Versprecher sind ihm anscheinend gar nicht aufgefallen.

Wollen nicht auch Sie ihm helfen und ihn auf seine unsichere Vortragsweise aufmerksam machen? Würde Ihnen an seiner Stelle nicht auch ein Feedback dieser Art weiter helfen?

6. Nicht rechtfertigen - wer sich rechtfertigt, klagt sich an

Also seinen Sie dankbar für jede Rückmeldung, die Sie erhalten und machen Sie was daraus. Vor allem: rechtfertigen Sie sich nicht für Schwächen, die man Ihnen berichtet. Rechtfertigung oder Gegenwehr sind „Feedbackkiller“.

„Qui s'excuse, s'accuse“, sagen schon die Franzosen: „Wer sich rechtfertigt, klagt sich an.“

Fazit: Feel the fear and do it anyway

Also: Visualisieren Sie Ihre Wunschwirkung! Halten Sie an ihr fest und trainieren Sie Ihre Gefühle und Gedanken. So bleiben Sie auch in stressigen und heiklen Situationen Herr/Frau der Sache, denn Sie können bestimmen, was Sie denken und fühlen und damit, wie souverän Sie wirken.

Hören Sie auf, aus Versagensangst oder Leistungsdruck anstehende Termine abzusagen und somit wichtige Chancen zu verpassen, sich zu präsentieren: Feel the fear and do it anyway!

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