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Souveräner Auftritt – Teil 3: Wie komme ich eigentlich rüber?



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Wie kann der Kerl im Anzug da vorne nur so hochgestochen reden? Keiner versteht auch nur ein Wort. Wieso zupft die nervöse Dame während Ihrer Präsentation die ganze Zeit an Ihrem Kleid herum?

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Hier schreibt für Sie:

 

Dr. Cornelia Topf ist zertifizierter Businesscoach & internationale Managementtrainerin.

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Blinde Flecken in unserem Verhalten

Ganz einfach: Beide wissen gar nichts davon. Diese Eigen-/Fremdild-Diskordanz bedeutet: Man wirkt nicht, wie man glaubt. Das liegt an unseren Blinden Flecken.

Jeder hat sie, aber die wenigsten kennen sie. Das sind persönliche Eigenarten, die einem selbst gar nicht auffallen. „Leider“, „bedauerlicherweise“, „es ist schade“, „dumm gelaufen“ oder „unglücklicherweise“ gibt es viel zu häufig in unserem Sprachgebrauch.

Die Stimmung in den Worten

Es sind aber nicht nur unsere Worte, die andere gegen uns einnehmen und unsere Wirkung schwächen. Viel stärker als Worte wirkt die Artikulationstendenz, die tiefere Stimmung hinter den Worten.

Wir selbst nehmen diese Stimmung oft nicht mehr wahr, weil sie uns so selbstverständlich erscheint. Unsere Umwelt könnte unsere Untertöne aber als störend auffassen, als Kritik, als Nörgeln, als Jammern: „Der meckert ja dauernd“, „Die verbessert einen ständig“, „Der ist nur am rumheulen“.

Kritik annehmen, auch wenn es weh tut

Wir sind unseren Blinden Flecken passiv ausgeliefert, es sei denn, man gibt uns Feedback. Hören Sie auf Rückmeldungen Ihrer Kollegen, Ihrer Partner und: Nehmen Sie sie an und ernst. Auch wenn das unangenehm sein kann.

Sind wir schlecht gelaunt, entstehen ungewollte Artikulationstendenzen natürlich eher, schneller und häufiger – auch und gerade dann, wenn wir das weder wollen noch selber wahrnehmen können. Wir torpedieren ungewollt unsere Wirkung.

Nach und nach Marottenfrei

Um das zu verhindern, benötigen Sie eine gute Eigenreflexion und viel Feedback – so werden Sie nach und nach marottenfrei. Nur durch Rückmeldungen anderer erkennen Sie Ihre Verhaltens-Wirkungszusammenhänge:

Tun Sie dieses, dann wirkt das überheblich, tun Sie jenes, wirkt es selbstsicher. Durch diese Informationen können Sie Ihr Verhalten so lange variieren, bis die gewünschte Wirkung eintritt.

Sie kennen das doch auch…

Sie kennen das doch auch: Ein netter Kollege fragt Sie nach seinem ersten Vortrag nach Ihrer Meinung zu seinem Auftritt. Seine vielen Versprecher sind ihm anscheinend gar nicht aufgefallen.

Wollen nicht auch Sie ihm helfen und ihn auf seine unsichere Vortragsweise aufmerksam machen? Würde Ihnen an seiner Stelle nicht auch ein Feedback dieser Art weiter helfen?

Wer sich rechtfertigt, klagt sich an

Also seinen Sie dankbar für jede Rückmeldung, die Sie erhalten und machen Sie was daraus. Vor allem: rechtfertigen Sie sich nicht für Schwächen, die man Ihnen berichtet. Rechtfertigung oder Gegenwehr sind „Feedbackkiller“.

„Qui s’excuse, s’accuse“, sagen schon die Franzosen: „Wer sich rechtfertigt, klagt sich an.“

Feel the fear and do it anyway

Also: Visualisieren Sie Ihre Wunschwirkung! Halten Sie an ihr fest und trainieren Sie Ihre Gefühle und Gedanken. So bleiben Sie auch in stressigen und heiklen Situationen Herr/Frau der Sache, denn Sie können bestimmen, was Sie denken und fühlen und damit, wie souverän Sie wirken.

Hören Sie auf, aus Versagensangst oder Leistungsdruck anstehende Termine abzusagen und somit wichtige Chancen zu verpassen, sich zu präsentieren: Feel the fear and do it anyway!

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