Warum eine Social Media Managerin auf Facebook verzichtet: Ausgenutzt und Genervt


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Ich bin Social Media Managerin. Und ich lebe ohne Facebook. Und ja, es geht. In dem folgenden Brief beschreibe ich die Gründe, die zu meinem Ausstieg bei Facebook geführt haben. Vielleicht ist das ja der neue Trend?

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Hier schreibt für Sie:

 

Katharina A. Heder Best of HR – Berufebilder.de®Katharina Heder ist Digital Media Manager und Consultant.

  Profil

Liebes Facebook,

wir sind nun seit einem halben Jahr geschieden und dies ist mein erster Brief an dich. So lange haben wir nichts von einander gehört oder gelesen. Wie ich in der Presse lesen konnte, geht es Dir gut. Einige meiner Freunde haben sich zwar auch von Dir getrennt, aber so ist das nun einmal beim Scheitern einer Beziehung.

Unser erstes Date: Kalt und Blau

Kannst Du dich noch an unser erstes Date erinnern? Damals sass ich im Auto und rief dich per App auf meinem Blackberry auf. Ich tippte zitternd die Buchstaben ein, weil ich dachte, dass ich dich bräuchte. Es war Winter und wir waren an der Spree, während ich in Deine blauen Buchstabenaugen sah.

Am Anfang war unsere Beziehung doch etwas unterkühlt, doch nach einigen Monaten hatte ich verstanden, wie Du funktionierst. Privatsphäreeinstellungen waren damals bei Dir noch kein Thema und jeder konnte ziemlich öffentlich lesen, was die Anderen schrieben. Das gefiel mir.

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Die dunkle Macht im Hintergrund

Je länger und intensiver ich dich nutzte, umso ausgenutzter fühlte ich mich: Du hast meinen Freunden gesagt, was diese lesen dürfen und was nicht. Ständig musste ich nachsehen, ob ich Du meine privaten Dinge auch noch privat gelassen hast.

Manchmal hast Du klammheimlich meinen Freunden Dinge gezeigt, die sie eigentlich nicht wissen sollten. Je länger wir zusammen waren, umso mehr haben sich auch die Medien eingemischt: Die wichtigsten Tipps, um Privates privat zu halten, war nur eine Sache, die ich mindestens einmal in der Woche googelte, um dich zu kontrollieren.

Gesunde Beziehungen sehen anders aus

Irgendwann hatte der Klick auf Deinen gehobenen Daumen so viel Unruhe in mein Leben gebracht, dass ich ging. Du warst nicht länger der römische Kaiser, der über Dinge, die ich wichtig fand, entschied.

Unsere Trennung war schnell und kurz, weil ich schon lange mit Dir unzufrieden war. Ich hatte auch gleich einen Ersatz gefunden (weil ich Deine blauen Buchstabenaugen so mochte). Der blaue Vogel hat es mir angetan – und damit bin ich dem Trend wohl wieder einen Schritt voraus gewesen.

Deine Freunde mögen dich nicht mehr

Viele deiner Freunde haben sich inzwischen bei mir über dich beschwert. Sie waren alle enttäuscht von dir. So sehr haben wir dich geliebt und so sehr hast Du uns hintergangen, indem Du dich einfach immer mehr verändert hast.

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Dein Mehrwert und Nutzen ist immer geringer geworden und Du hast es einfach nicht geschafft, kluge Mechanismen zu entwickeln: Du warst einfach nur käuflich!

Einfach nur käuflich?

Schade liebes Facebook, aber hey: lass uns doch einfach Freunde bleiben – auch ohne meinen Account. Wir müssen uns nicht hassen, nur bitte lass uns einander meiden. Deinen grünen Businessfreund mag ich indes sehr und auch Deinen Rivalen mit dem hübschen Pluszeichen finde ich sehr spannend.

Mach‘s gut: Wir sehen uns.


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  2. Journey

    Sehr schöner Brief! Facebook und ich leben nun auch schon eine Weile getrennt und es war die beste Entscheidung überhaupt. Es ist, als würde Ballast von einem abfallen und als hätte man wieder die Lebensqualitäten, die irgendwie durch Apps und Statusmeldungen abhanden gekommen sind. Nun ist nichts mehr davon da, was einem das Leben und die sozialen Kontakte “erleichtern” soll. Und das macht das Leben letztendlich wieder lebenswert und intensiv, so wie es früher auch funktioniert hat.

    • Simone Janson

      Danke für diesen Beitrag! Ich nutze Facebook auch kaum noch.

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