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Wie Social Media beim Crowdfunding im Kulturbereich hilft: Fundraising im Spukhaus


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Offenlegung: Destination Canada hat die Kosten für Flug und Unterkunft auf diversen Recherche-Reisen übernommen. Bildrechte bei . Bild-Location: Ministers Island, New Brunswick, Kanada.

In der kanadischen Provinz New Brunswick soll eine historische Villa rennoviert werden. Weil die Provinz kein Geld hat, sucht der Förderverein private Geldgeber. Ein Mittel dazu: Facebook, Twitter & Google+, wo die Villa als Spukhaus vermarktet wird.

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Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, Auftritte in der ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Eng verknüpft mit der kanadischen Geschichte

In der Nähe von St. Andrews-by-the-sea liegt das zwei Quadratkilometer große Ministers Island, das nur bei Flut eine Insel ist. Hier finden sich nicht nur zahlreiche indianische Besiedlungsreste: Minister’s Island war auch Ende 1890 berühmt geworden als Sommer-Residenz von William Van Horne, dem Chef der Canadian Pacific Railway. Der hatte sich hier eine 50-Zimmer-Villa mit Tennisplätzen, Gewächshäusern, einem Badehaus mit einem in die Felsen eingelassenen Swimming-Pool und einer großen Scheune bauen lassen.

Doch Van Horns Erben hatten im Laufe der Zeit dann immer weniger Interesse an dem Anwesen. Es wurde mehrfach verkauft, die Inneneinrichtung wurde zum Großteil versteigert – bis schließlich die Provinz New Brunswick die Insel und das Gebäude zum nationalen historischen Ort erklärte. Leider ist für die Erhaltung des Gebäudes wenig Geld da und so verfällt das Haus allmählich.berufebilder

Ehrenamtliches Engagement mit viel Herzblut

2004 gründet sich daher die Van Horne Estate on Ministers Island Inc., eine Vereinigung von freiwilligen, die sich den Erhalt und die Instandsetzung des Anwesens zum Ziel gemacht haben. Das sind Leute wie Holly Johnson, die auch persönlich stark an diesem Ort hängen und die sich daher ehrenamtlich für das Haus engagieren. 10. 000 kanadische Dollar wären nach Angaben von Johnson, die als Marketing-Chefin agiert, nötig, um das Haus wieder flott zu kriegen.

Dabei ist es aber gerade die Baufälligkeit, die das Haus so anziehend macht: Herunterhängende Tapeten, knarrende Dielen und Löcher in der Wand versprühen ihren ganz eigenen Charme. „Die Leute mögen solche Häuser, eben weil sie nicht perfekt sind. Das ist wie ein Work in Progress,“ schwärmt Holly Johnson. Sogar spuken soll es angeblich in der alten Villa 😉 spuckhaus2

Vermarktet als Geisterhaus

Und genau so wird das Haus auch vermarktet – als hübsches, leicht schrulliges Geisterhaus. Und an Ideen, woher das Geld für die Restaurierung kommen könnte, mangelt es nicht – z.B. von Unternehmen oder wohlhabenden Familien, die einzelne Räume sponsoren könnten, wie die Marketing-Chefin erklärt.

Um die anzusprechen, veranstaltet man regelmäßige Fundraising-Dinner und ist auch in sozialen Netzwerken aktiv – auch wenn dort der große Erfolg bislang ausgeblieben ist. Aber immerhin bietet sich dort schonmal die Möglichkeit, die „Geisterfotos“ zu präsentieren.

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Selbst machen statt abwarten!

Und mir gefällt die Idee gut, sich für ein Herzensprojekt selbst zu engagieren – wie (hier unten im Bild) Holly Johnson. Und sich nicht, wie das in Deutschland oft gemacht wird, darauf zu verlassen, dass der Staat/die Kommune das schon irgendwie machen wird.

Sondern mit pfiffigen, durchaus professionellen Marketing-Ideen zu überlegen, wie man Geldgeber gewinnen kann. Zumal im Kulturbereich, für den notorisch immer zuletzt Geld da ist. Die Van-Horn-Villa als Spukhaus zu vermarkten ist da nur konsequent – und witzig, auch wenn so mancher Kulturarbeiter über so eine populäre Idee schnell die Nase rümpfen mag.

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