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Small Talk – Dialog für den Erfolg 2/7: Topmanager haben es schwer



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Topmanager haben es besonders schwer, weil eine unverbindliche Kontaktaufnahme um so wahrscheinlicher scheitert, je höher der (echte oder eingebildete) Rang ist. Was da helfen kann? Lächeln und sich selbst nicht zu wichtig nehmen.


Hier schreibt für Sie:

 

Dr. Cornelia Topf ist zertifizierter Businesscoach & internationale Managementtrainerin.

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Wer lächelt, wirkt intelligent

Die goldene Regel des Small Talk: Lächeln, Lächeln, Lächeln! Wozu? Die größte Furcht beim Small Talk ist jene vor der Ablehnung, als unsympathisch zu gelten. Nun, ein lächelndes Gesicht wirkt immer sympathisch. Immer und überall.

Wer lächelt, wirkt messbar intelligenter. Wirklich! Fragen Sie jeden Ethnologen. Wer nervös ist, lächelt nicht und transportiert damit seine Unsicherheit auf den Ansprechpartner, der sie via Spiegelneuronen prompt zurückspiegelt: Kontaktaufnahme gescheitert. Leider scheitert sie umso wahrscheinlicher, je höher Ihr (echter oder eingebildeter) Rang ist.

Topmanager haben es schwer

Vorstandsmitglieder haben es höllisch schwer beim Small Talk. Weil sie oft vor lauter Unsicherheit oder Geltungsdrang ihren Titel vor sich hertragen und damit höchstens Unterwürfigkeit provozieren, aber keinen paritätischen Small Talk in Gang setzen. Aber: Small Talk und Wichtigtun vertragen sich nunmal nicht.

Es sei denn, Sie vergessen Ihren Rang für einen Augenblick und geben sich ganz „normal“. „Wow“, sagen Small-Talk-Partner danach meist: „Unser Vorstand ist ja ein ganz normaler Mensch. Eigentlich ganz sympathisch! Hätt’ ich nie gedacht!“ Durchschlagender Erfolg!

Rang und Titel vergessen

Und das bloß, weil einer mal Rang und Titel für zehn Minuten hintenan gestellt, gelächelt und sich selbst ein wenig auf die Schippe genommen hat. Das kommt an! Das wirkt sympathisch. Und: Souverän!

Das vergessen die meisten ängstlich auf Seriosität bedachten Würdenträger. Weil sie ihren Laotse nicht gelesen haben: „Nur ein wahrhaft Großer macht sich selbst klein.“

Was, denken muss man auch?

Denn Small Talk bedeutet auch, auf den anderen einzugehen. Damit haben aber gerade viele Führungskräfte Probleme.

Viele von ihnen bringen ihr Problem beim Small Talk mit der Frage auf den Punkt: „Was soll ich denn sagen?“ Die Antwort ist: „Denk dir halt was aus!“ Das ist mehr als eine blöde Antwort. Denn es heißt: Erst denken, dann reden!

Auf den anderen eingehen

An der Hotelbar entdeckt zur Messezeit eine Gruppe Flugzeugbau-Ingenieure eine Gruppe attraktiver Messe-Hostessen, die nach dem Dienst chillen. Keiner der Mannsbilder traut sich: „Was soll ich denn sagen? Die interessieren sich doch sicher nicht für den Flugzeugbau!“

Auch das ist richtig: Helmut vergisst daher für einen Augenblick den Flugzeugbau, nimmt seine Uhr ab, steckt sie in die Tasche, geht rüber an die Bar und fragt: „Entschuldigen Sie, hat eine von Ihnen zufällig die genaue Uhrzeit?“

Vorpreschen & Rückzug

Zwei der Hostessen gucken gelangweilt weg, zwei andere schwingen hilfsbereit den linken Arm hoch. Erfolg! Was, wenn alle vier gelangweilt geguckt hätten? Dann hätte Helmut sein zweites und sein drittes Thema angebracht, das er zurecht gelegt hatte.

Springen die Mädels auch daraufhin nicht an, sind sie selber schuld und nicht small-talk-geeignet. Dann zieht man sich mit einem Lächeln und einer höflichen Verabschiedung zurück, um sein Gegenüber nicht noch mehr zu blamieren.

3 Tipps für den Small Talk: Nimm dich nicht so ernst!

Nachdem Helmut die Uhrzeit erfahren hat, sagt er: „Ist mir jetzt etwas peinlich. Ich bringe Flugzeuge zum Fliegen, schaffe es aber nicht, eine Uhr am Arm zu halten.“ Was nicht gelogen ist.

  • Bevor Sie small talken: Legen Sie sich ein Thema zurecht! Eines? Zwei bis drei sind besser.
  • Aber: Langweilen Sie nicht mit Ihrem Fachgebiet! Es sei denn, Sie können daraus spannende Anekdoten erzählen, die jeder Laie unterhaltsam findet.
  • Humor, leise Eigen-Ironie, sich selbst nicht ganz ernst zu nehmen – das perfekte Instrument für Kontaktaufnahme und Small Talk.

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