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Sixt-Werbung beim Castor und wie “Die Zeit” via Google für Schlagstöcke wirbt: Wann wird Werbung geschmacklos?


Top20 deutscher Bloggerinnen, referenziert in ZEIT, Wikipedia & Blogger-Relevanz-Index, Seit 15 Jahren Wandel der Arbeitswelt: Beratung, Bücher, News-Dienst Best of HRSeminare & Locations.
Bildrechte:Bildmaterial von Sixt & Extremreads.

Kürzlich hatte ich hier einen Beitrag über schöne Print-Werbeanzeigen gepostet. Gestern nun habe ich via Twitter gleich mehrere Beispiele für wirklich geschmacklose Werbung gefunden, die u.a. am Wochende zu den Castor-Transporten “geschaltet” wurde. Ein Überblick.

Castor


Hier schreibt für Sie:

 

Simone JansonSimone Janson, deutsche Top20 Bloggerin, Auftritte in ARD, gelegentlich Artikel für WELT, ZEIT, WIWO, t3n, W&V, macht Best of HR – Berufebilder.de & HR-Kommunikation.

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Sixt nutzt Anti-Castor-Demo für Werbung

Seit gestern versuchen im Wendland Demonstranten den Castor aufzuhalten und nehmen dafür bei Sitzblockaden teilweise schwere Verletzungen in Kauf. Nun mag man von der Idee halten, was man will, es gibt ja sogar Leute, die der Ansicht sind, die Demonstranten seien selbst schuld, andere wiederum haben verstanden, wie wichtig es ist, hier ein Zeichen zu setzen.

Nun  mag man dazu stehen, wie man will: Ich fand es krass, was Autohersteller Sixt daraus macht: Die haben nämlich die Anti-Castor-Demonstration am Samstag als Forum für ihre Gurilla-Marketing-Aktion genutzt. Dazu mal ein paar Fotos: Castor

Kommentare

Kommunikationsberater Tapio Liller hat auf seinen Blog das Video von der Aktion gestellt und selbige kommentiert und sachlich diskutiert, wobei er sich persönlich von der Aktion distanziert, aber dennoch eine treffende Analyse lieferte:

“Aber politische Korrektheit hat Sixt in der Werbung noch nie interessiert. Es gehört zum Konzept, Grenzen zu überschreiten und seien sie auf den ersten Blick noch so wenig mit der Marke in Zusammenhang zu bringen. Irgendeine Brücke findet sich immer. Ich bezweifle, dass die Protestierenden im Wendland überhaupt der Adressat der Aktion waren. Sie nutzt – moralisch betrachtet missbraucht – den Anlass, um eine ganz simple Botschaft rüberzubringen: Sixt ist billig. Solidarisiert hat sich Sixt in meiner Erinnerung noch nie mit irgendeinem politischen Ziel. Warum auch, wenn die es die Spaßfraktion im Netz – und die ist m.E. der Hauptadressat – es eben doch spaßig findet. Das kann man verwerflich finden und abgeschmackt aber der Marke wird’s nicht langfristig schaden. “

berufebilder

Castor

…und Reaktionen

Damit hat Sixt vor allem eines erreicht: Aufmerksamkeit in Netz. Auch bei Twitter! Dabei kann man sehr schön erkennen, wie sich die Stimmung im Netz allmählich wandelte: Zunächst haben nur Fachleute diskutiert, die der Aktion aus Werbersicht positiv oder neutral gegenüberstanden. Erst allmählich mischten sich auch immer mehr negative bzw. verachtende Stimmen in den Twitterstream.

Ein wirklich konstruktiver Kommentar kommt von @Wissensagentur. Sie schreibt: “mutig wäre gewesen: ‘nicht mal sixt würde das transportieren'”

ZEIT ONLINE wirbt für Schlagstöcke

Ziemlich untergegangen ist in der ganzen Sixt-Empörung ein anderer Werbefail, den ZEIT ONLINE sich in Zusammenarbeit mit Google leistet – wenn auch sicherlich unbeabsichtig, und auf den Jakob Fricke aufmerksam machte:

In einem Artikel zu den Anti-Atom-Protesten im Wendland wurde, automatisiert durch Google-Adsense, für Schlagstöcke und Elektroschocker geworben. Das ist natürlich in diesem Kontext alles andere als passend, zeigt aber einmal mehr, wie schwierig automatisierte Werbung sein kann – das habe ich auch in diesem Beitrag schon ausführlich behandelt.

Sixt-Werbung beim Castor und wie "Die Zeit" via Google für Schlagstöcke wirbt: Wann wird Werbung geschmacklos?

Auch Google lernt

Offenbar geht es auch anders: Die Werbung, die jetzt unter diesem Artikel erscheint, ist absolut passend!

Extreme Schock-Werbung ist da noch harmlos!

Zum Abschluss des Tages machte mich Michael Prätorius von der Isarrunde via Twitter noch auf diese Werbeanzeigen aufmerksam, die ihren Zuschauer ganz bewusst schockieren sollen. Im Vergleich zu der Sixt-Aktion beim Castor fand ich das noch ästhetisch und geschmackvoll.

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Meistdiskutiert letzter Monat:

  1. Simone Janson

    @annnalist sehr geil fand ich auch die Schlagstockwerbung beim Castor – hier ganz unten:

  2. Marcus Fischer

    via @simonejanson : Sixt-Werbung beim Castor. Wann wird Werbung geschmacklos? – Genau da.

  3. Patrick Jentsch

    RT @Jobcollege: Sixt-Werbung beim Castor und wie “Die Zeit” via Google für Schlagstöcke wirbtWann wird Werbung g… …

  4. KompetenzPartner

    Sixt-Werbung beim Castor und wie “Die Zeit” via Google für Schlagstöcke wirbtWann wird Werbung g…

  5. Simone Janson

    Frisch gebloggt: Sixt-Werbung beim Castor und wie “Die Zeit” via Google für Schlagstöcke…

  6. Simone Janson

    #Werbefail – wann wird Werbung geschmacklos? #sixt ,ZEIT-ONLINE wirbt via Google für Schlagstöcke & #castor – Überblick

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